Zweiter Weltkrieg

Wesel: Vor 75 Jahren versank die Stadt in Schutt und Asche

Die Bislicher St. Johannes-Kirche nach den Bombardierungen im Frühjahr 1945.

Die Bislicher St. Johannes-Kirche nach den Bombardierungen im Frühjahr 1945.

Foto: heimatverein bislich

Wesel.  Am Freitag um 19.30 Uhr beginnt das Gedenken an die Zerstörung der Stadt in der Engelkirche. Dort überlebten 200 Menschen die Bombardements.

Die Eisenbahnlinie, die über Wesel und Münster nach Berlin führte, der Rhein als eine der wichtigsten Schifffahrtsstraßen Europas - beides wurde Wesel gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zum Verhängnis.

Hitler hatte die Stadt an der Lippemündung zur Festung erklärt und so bombardierten im Februar vor 75 Jahren alliierte Streitkräfte die historische Innenstadt sowie Wohnviertel im einstigen Festungsbereich bis alles in Schutt und Asche versank. An diesem Wochenende wird der schrecklichen Ereignisse gedacht. Mit dabei sind unter anderem Felixstowes Bürgermeister Nick Barber, Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel und Ketrzyns Stadtoberhaupt Rydzard Niedziolka aus den Partnerstädten.

Rheinüberquerung der Alliierten

Doch nicht nur in Wesel, auch in Bislich geht es um die Zerstörung der Stadt. Dort gibt es am Dienstag, 24. März, um 18.30 Uhr eine Gedenkstunde im Deichdorfmuseum. Denn vor 75 Jahren war dort die Rheinüberquerung der Alliierten. Damals wurde unter anderem die St. Johannes-Kirche am Deich stark zerstört. Passend zum Thema werden Exponate aus dem Bestand des Museums gezeigt. Der Eintritt ist kostenlos.

Zeitzeugen-Berichte

Dazu laufen zwei Stadtführungen rund um die Zerstörung Wesels im Zweiten Weltkrieg. Die erste ist am Sonntag, 29. März, um 15 Uhr, die zweite am Sonntag, 11. Oktober, um dieselbe Zeit. Stadtführer Hans Boymann nimmt Interessenten mit auf eine Reise in die Geschichte, bei der auch Berichte von Zeitzeugen eine Rolle spielen. Wer dabei sein möchte, muss sich für die anderthalb- bis zweistündige Runde unter 0281/203-2622 bei der Stadtinformation am Großen Markt anmelden. Die Teilnahme kostet sechs Euro.

Am Freitag wird zudem eine DVD mit dem Film „Rheinüberquerung 1945 Luftlandung“ vorgestellt. Sie ist als Band 41 in der Schriftenreihe des Stadtarchivs erschienen und enthält Originalaufnahmen aus diversen Archiven.

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