Tourismus

Wesel will durchgängig befahrbaren Rheindeich bis Rees

Der Rheindeich bei Bislich-Vahnum wird demnächst saniert. Die Deichkrone soll auch weiter von Radlern befahren werden können.                                                                                                                                     Archivfoto: Peggy Mendel 

Der Rheindeich bei Bislich-Vahnum wird demnächst saniert. Die Deichkrone soll auch weiter von Radlern befahren werden können. Archivfoto: Peggy Mendel 

Wesel.   Im Zuge der Deichsanierung bei Bislich-Vahnum wird die Stadt rund 70.000 Euro dafür locker machen. Sie schaut aber auch nach etwaigen Zuschüssen.

Was auf der linken Weseler Rheinseite nicht möglich war, soll rechtsrheinisch weiter möglich bleiben. So will es die Stadt Wesel und deshalb rund 70.000 Euro locker machen, damit Fahrradfahrer auch nach der Sanierung des Deichs bei Bislich-Vahnum wie gewohnt auf der Krone radeln können. So erhalten Ausflügler und Touristen auch weiterhin die Möglichkeit, die Aussicht auf den Rhein zwischen der Abgrabung Westerheide bei Bislich und Rees durchgehend genießen.

Planungsunterlagen sind in Arbeit

Zurzeit ist der Deichverband Bislich-Landesgrenze damit beschäftigt, die Planungsunterlagen für den Abschnitt 4, den nördlichsten Weseler Bereich, zu erstellen. In der Kreisstadt sind rund 900 Meter betroffen, zwischen der Grenze zu Rees und der Höfelage Bislich-Vahnum. Da es heute üblich ist, den Hochwasserschutz mit einem so genannten Deichverteidigungsweg auf der Landseite auszustatten, bleibt die Krone des Bauwerks unbefestigt. Hier soll nun aber eine bituminöse Befestigung her. Schon bei der Deicherneuerung vor vielen Jahren griff die Stadt Wesel in die Kasse und finanzierte das unter touristischen Gesichtspunkten attraktive Angebot, denn Landesmittel aus dem Hochwasserschutz sind dafür nicht vorgesehen.

Bei dem nun betroffenen Teilstück soll ein Großteil des vorhandenen Deichkörpers erhalten werden, indem eine Verstärkung auf der Landseite sowie eine Erhöhung erfolgt, heißt es in den Unterlagen zum Fachausschuss (siehe Box).

300 Meter Neubau

Hinzu kommt ein kompletter Neubau auf einer Länge von 300 Metern. Denn nur so können die beiden unmittelbar am Deich gelegenen Hofstellen erhalten werden. Der Deichverband errechnete, dass der befestigte Kronenweg inklusive Planungskosten auf 70.000 Euro kommt.

Für die Stadtverwaltung ist es keine Frage, das Geld bereit zu stellen, zumal es sich hier um den am meisten frequentierten Radweg in der Region handele. Schließlich ergebe sich die Attraktivität Wesels aus der Lage am Rhein. In Kombination mit der Rheinfähre „Keer tröch“ des Heimat- und Bürgervereins Bislich biete ein Deichkronenweg ein intensives Freizeiterlebnis. So würden der Fluss und die Auenlandschaft des Niederrheins erlebbar.

Sanierung in den Jahren 2022/2023

Mitte des Jahres werden die Unterlagen für die nötige Planfeststellung wohl fertig sein, so dass der entsprechende Beschluss voraussichtlich 2021 eintrifft. Mit dem Bau kann dann 2022/2023 gerechnet werden. Bis dahin hat die Stadt auch eine mögliche Förderung des Vorhabens geprüft.

>>>DATEN UND FAKTEN

Unter anderem mit diesem Thema befassen sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit in ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 8. Mai, um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, Klever-Tor-Platz 1.

Seit Ende der 80er Jahre wurden im Bereich des heutigen Deichverbands Bislich-Landesgrenze rund 20 Kilometer Deich saniert. Die Hochwasserschutzanlagen waren zuletzt in der 50er Jahren instandgesetzt und erhöht worden.

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