Stadtmarketing

Weseler Stadtrat stimmt für neues Logo

So könnte das neue Logo auf T-Shirts aussehen.

Foto: Jansen-Gessas

So könnte das neue Logo auf T-Shirts aussehen. Foto: Jansen-Gessas

Wesel.   Mit großer Mehrheit beschließt die Politik das Markenzeichen mit dem blau-roten W. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen zu dem Entwurf.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Tage des Wesel-Schriftzuges mit dem großen, geschwungenen S in der Mitte sind gezählt. Am Ende hatte Antonios Jansen-Gessas den Stadtrat zu einem großen Teil von seinem Sieger-Entwurf überzeugt: Mit 44 Ja-Stimmen, drei Enthaltungen (Linke) und einer Ablehnung (Daniela Staude, CDU) beschloss der Rat am Dienstag die Einführung des neuen Markenzeichens der Stadt. Das so genannte „Corporate Design“ wird „grundsätzlich spätestens“ ab dem 1. Januar 2019 eingeführt, heißt es im Beschluss.

Das Symbol soll auf städtischen Broschüren und Publikationen bei einer anstehenden Neuauflage verwendet werden, damit möglichst geringe Kosten anfallen. Bisher sind rund 20 000 Euro für die Entwicklung eingeplant, hauptsächlich Preisgelder für die besten Vorschläge der Studenten der Hochschule Rhein-Waal. Die SPD hatte beantragt, das Logo möglichst rasch einzuführen, um ein Nebeneinander des alten und des neuen Schriftzuges zu vermeiden. Zum 1. Januar 2019 müssten viele Broschüren neu aufgelegt werden, begründete Bürgermeisterin Ulrike Westkamp die Wahl des Datums und ergänzte mit Blick auf die Folgekosten: „Wer die Verwaltung kennt, weiß, dass wir sparsam arbeiten“.

Logo hat Wiedererkennungswert

Zuvor hatte Professor Christoph Zielke von der Hochschule Rhein-Waal den Siegerentwurf noch einmal gelobt, das blau-rote W als „lebendiges und erweiterbares System“ gewürdigt, das sich auch für Darstellungen in den modernen Medien (Internet, Mobiltelefon) eigne. Auch habe es einen sehr hohen Wiedererkennungswert. „Ich bin überzeugt, es ist eine sehr gute Lösung“. Der alte Wesel-Schriftzug hat diese Anforderungen laut Zielke nicht erfüllt.

Kritik kam dagegen von den Linken: Norbert Segerath zweifelte die Notwendigkeit eines neuen Logos an und verwies auf kritische Stimmen, die er von Weselern gehört hat und die in Diskussionen im Internet laut wurden. Auch seien die Kosten für die Einführung nicht absehbar.

Jürgen Linz (CDU) betonte in Richtung des Wettbewerbs-Siegers: „Mich haben Sie überzeugt“. Auch weitere, anfangs kritische CDUler seien inzwischen einverstanden mit dem Markenzeichen, so Linz. Nicht jedoch Daniela Staude: „Das Logo spricht mich nicht an“.

Bernd Reuther wünscht sich eine Krawatte

„Wir sollten stolz darauf sein“, urteilte Ludger Hovest (SPD) und Ulrich Gorris (Grüne) gab zu Bedenken, dass selbst die politischen Parteien den letzten Jahren ihre Logos überarbeitet hätten. Der Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Bernd Reuther (FDP) mahnte, „schnelllebige Diskussionen“ in den sozialen Netzwerken nicht allzu ernst zu nehmen und wünschte sich das Markenzeichen auf einer Krawatte: „Ich verspreche, ich werde sie im Bundestag tragen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik