Stromnetz

Westnetz verlegt in Wesel neue Erdkabel unter der B 8

Unter der Reeser Landstraße werden  Erdkabel verlegt. Dafür sind teilweise Fahrbahnsperrungen notwendig.

Foto: Erwin Pottgiesser

Unter der Reeser Landstraße werden Erdkabel verlegt. Dafür sind teilweise Fahrbahnsperrungen notwendig.

Wesel.   Weil eine Hochspannungsleitung für die Südumgehung und den Betuwe-Ausbau weichen muss, stehen in den nächsten Monaten größere Bauarbeiten an.

Der Ausbau der Südumgehung und der Betuwe-Linie machen einen Umbau der Weseler Stromversorgung notwendig – und damit auch Baustellen in der Innenstadt: Ab Donnerstag bereitet die Innogy-Tochter Westnetz zunächst am Schulzentrum Nord, der Acker- und der Emmericher Straße die Verlegung von Erdkabeln vor. Nach den Ferien geht’s auf der B 8 ab Höhe Schulzentrum Nord bis zur Delogstraße weiter, Etappenweise wird es dabei bis Frühjahr 2019 in Richtung Innenstadt nur einspurig vorwärts gehen.

Grund für die umfangreichen Bauarbeiten ist die Tatsache, dass die Hochspannungsleitung, die neben B 8 und Bahnlinie in Höhe des Lippeschlösschens verläuft und die Straße an der geplanten Südumgehung quert, verschwinden muss.

Stromversorgung für die Innenstadt wird neu geregelt

Vier Masten stehen den künftigen Baustellen Südumgehung und Betuwe-Linie (drittes Gleis) im Weg und sollen durch Erdkabel ersetzt werden. Die können aber nicht einfach durch das Naturschutzgebiet Lippeaue verlegt werden, erklärt Projektplaner Jürgen Ebbert von Westnetz. Also wird die Versorgung für die Innenstadt und einige große Betriebe völlig neu geregelt.

Der Strom soll nicht mehr von der Umspannanlage Niederrhein an der RWE-Straße aus zur Umspannanlage Aue an der Delogstraße über der Erde fließen, sondern im Boden von der Anlage Feldmark (Am Tannenhäuschen) aus zur Aue – größtenteils unter der Reeser Landstraße (B 8). Dafür hat Westnetz bereits einen 73 Tonnen schweren Transformator-Koloss mit einer Leistung von 40 Megavoltampere (MVA) in der Anlage Feldmark installiert. In den kommenden Monaten werden eine 110 000-Volt Hochspannungsleitung und vier 10 000 Voltsysteme auf einer gut drei Kilometer langen Trasse zwischen den beiden Umspannanlagen Aue und Feldmark in einer Tiefe von 1,60 Meter verlegt.

Zunächst kommen die Rohre in die Erde, erst später werden die Kabel eingezogen und zum Schluss die Deckschicht der Straße erneuert. Geplantes Ende der Arbeiten: März 2019.

Bauarbeiten starten am Schulzentrum Nord

Die ersten Arbeiten starten - bewusst in den Ferien - am kommenden Donnerstag am Schulzentrum Nord, zunächst auf dem Parkplatz und dem Barthel-Bruyn-Weg bis zur Ackerstraße. In der zweiten Ferienhälfte geht’s weiter von der Kreuzung Emmericher Straße aus – dort quert die Stromtrasse die L 7 – in die Ackerstraße. Die Ackerstraße wird bis Ferienende nur als Einbahnstraße nur in Richtung L 7 befahrbar sein. Gleichzeitig mit Westnetz werden die Stadtwerke auf der Ackerstraße Versorgungsleitungen verlegen, erklärt Jürgen Ebbert. Die Arbeiten werden in den Ferien wohl nicht zu schaffen sein, aber zu Schulbeginn beendet. Der Rest soll später erledigt werden. Für den Schwerlastverkehr muss die Emmericher Straße in diesem Bereich kurzzeitig gesperrt werden, für Pkw bleibt sie offen.

Wanderbaustelle auf der Reeser Landstraße

Nach den Sommerferien ist die Reeser Landstraße dran. Ab Höhe Schulzentrum Nord bis zur Delogstraße wird die B 8 in Richtung Innenstadt teilweise einspurig – jedoch nicht über den gesamten Bauzeitraum, sondern in einzelnen Abschnitten. Geplant ist, in Bereichen von etwa 50 Metern zu arbeiten, damit die Behinderungen so gering wie möglich bleiben.

Die Kabel unter die Straße zu legen, ist aus Sicht der Westnetz-Verantwortlichen die sicherste Variante. An einigen Stellen müssen die Kabel tiefer als 1,60 Meter verlegt werden, da auch andere Versorgungsleitungen unter der Fahrbahn liegen. Die Zufahrten zum Beispiel zu den Discountern, dem Arbeitsamt oder dem Kreishaus werden noch abgestimmt, versichert Oliver Sauerbach, Leiter des Regionalzentrums Niederrhein.

Der Radweg in Richtung Innenstadt wird auf die andere Straßenseite verlegt, für Fußgänger bleibt die Baustelle passierbar. Die Delogstraße wird – wenn die Arbeiten dort angekommen sind, vier Wochen lang zur Einbahnstraße in Richtung B 8. Anwohner werden vor Beginn der Arbeiten vor ihrer Tür über Flyer informiert.

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