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Wie sich die Gemeinde Hünxe sozial vernetzt

Die Gemeinde ist nun mit einem offiziellen Auftritt bei Facebook aktiv – keine einfache Aufgabe für die kleine Kommune. Die wichtigsten Ziele: Interaktion mit den Bürgern und emotionale Bindung schaffen

Foto: DIANA ROOS

Die Gemeinde ist nun mit einem offiziellen Auftritt bei Facebook aktiv – keine einfache Aufgabe für die kleine Kommune. Die wichtigsten Ziele: Interaktion mit den Bürgern und emotionale Bindung schaffen Foto: DIANA ROOS

Hünxe.   Die Gemeinde ist nun mit einem offiziellen Auftritt im sozialen Netzwerk Facebook aktiv – keine einfache Aufgabe für eine kleine Kommune.

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Es war ein Mittag Mitte April, da blitzte bei Facebook plötzlich ein neuer Beitrag auf: „Herzlich Willkommen“, formulierte die Gemeinde Hünxe und begrüßte zur offiziellen Präsenz in dem sozialen Netzwerk. Seither befinden sie sich im Testlauf: „Wir wollen die Seite schonmal mit Leben füllen“, erklärt Sven Linda, Mitarbeiter der Stadt im Fachbereich Zentrale Dienste, Ratsbüro, EDV, Internet und Personal. Er wird im Rathaus Hünxe nun der Hauptbeauftragte für den Facebook-Auftritt sein.

Interaktion und Informationen aus der Verwaltung: „Wir wollen die Bürger stark einbinden und auch das junge Klientel bedienen“, erklärt Bürgermeister Dirk Buschmann die Beweggründe zum Schritt in das soziale Netzwerk. Für eine Kommune, vor allem für eine kleine Gemeinde wie Hünxe ohne Pressesprecher, ist das keine einfache Aufgabe. Unterstützung erhält Hünxe daher im Hintergrund von Marc Torke und Dirk Offenberg, die der Gemeinde beratend zur Seite stehen: „Wenn das Verständnis nicht da ist, bringt die beste Facebook-Seite nichts“, sagt Marc Torke. Und das Verständnis sei in Hünxe gegeben. Er lobt, dass sich die Gemeinde dafür öffnet. Der Radio-Moderator ist Social-Media-Experte und berät kommunale Träger zu diesen Themen. Ein soziales Netzwerk sei kein Spielplatz, sagt er.

Vieles muss bei der Umsetzung beachtet werden

Für Hünxe sei Facebook schon länger ein Thema gewesen, so Bürgermeister Dirk Buschmann. Doch bei der Umsetzung muss vieles beachtet werden: Wie gehe ich mit schwierigen Kommentaren um? Löschen? Verbergen? In Diskussion treten? Die rechtliche Recherche sei sehr aufwendig, sagt der Bürgermeister.

Und: „Wie viel Manpower können wir einbringen?“ Denn Facebook wird zusätzlich zur sonstigen Arbeit gestemmt. Im Rathaus sind nun alle angehalten, mitzudenken, Sven Linda wird es dann ins soziale Netzwerk transportieren. Über zu wenig Input macht er sich keine Sorgen: „Ich möchte behaupten, dass unsere Facebook-Seite nicht langweilig wird.“

Dörfer sind bereits gut vernetzt

Emotionale Bindung schaffen - das ist ein wichtiges Ziel beim Facebook-Auftritt in Hünxe: Ein aktueller Beitrag zeigt das Foto von der Verleihung der Feuerwehr-Ehrenzeichen durch Bürgermeister Dirk Buschmann. Es gibt bereits Facebook-Gruppen aus Hünxe, in denen sich beispielsweise die Dörfer vernetzen. Die Facebook-Seite der Gemeinde will nun ganzheitlich auftreten. „Aus sechs mach eins“, sagt der Bürgermeister.

Die meisten der bislang rund 215 „Fans“ der Facebook-Seite kämen aus Hünxe, einige aus Dinslaken, vereinzelt auch welche aus anderen Teilen Deutschlands, weiß Marc Torke. Das seien die, die nach der Schule weggegangen sind, woanders arbeiten oder studieren.So bleibt die Verbindung in die Heimat in Zeiten von Facebook bestehen. Mit dem Testlauf, dem ersten Monat, sind sie in Hünxe schonmal zufrieden.

>>>Info: Facebook-Auftritt erreichte bislang 4 017 Personen

  • Seit 19. April wird der offizielle Facebook-Auftritt in Hünxe regelmäßig mit Inhalten befüllt: mit Informationen aus der Verwaltung und Neuigkeiten aus der Gemeinde. Mehr als 200 Personen gefällt das bisher, 4017 wurden erreicht.

  • Zu finden ist der Facebook-Auftritt hier: www.facebook.com/huenxe.

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