Verkehr

Wie soll Saturn an der Esplanade in Wesel Waren erhalten?

Das Esplanade-Center verändert sich. Saturn zieht in die erste Etage, Edeka ins Parterre und ein Fitnessstudio soll auch noch kommen.

Foto: Erwin Pottgießer

Das Esplanade-Center verändert sich. Saturn zieht in die erste Etage, Edeka ins Parterre und ein Fitnessstudio soll auch noch kommen. Foto: Erwin Pottgießer

Wesel.   Das ist die Frage, um die sich am Mittwoch, 13. Juni, drei Fachausschüsse drehen. Möglich wäre dies über die Kreuz- oder die Mauerbrandstraße.

Der Plan steht: Der Elektronikanbieter Saturn zieht im Esplanade-Center an der Ecke Esplanade/Kreuzstraße in die erste Etage um und der Lebensmittelmarkt Edeka ins Erdgeschoss ein (die NRZ berichtete). Ungeklärt ist allerdings bislang, auf welchem Weg Saturn seine Waren anliefert, da die bisherige Annahme von Geräten und anderem mehr neben der Tiefgarageneinfahrt von Edeka genutzt werden soll. Am Mittwoch, 13. Juni, beschäftigen sich die Ausschüsse für Stadtentwicklung sowie Bürgerdienste, Sicherheit und Verkehr und der Wirtschaftsförderungs- und Grundstücksausschuss in einer gemeinsamen Sitzung mit diesem Thema.

Grundlage ist ein Gutachten der Ingenieurgesellschaft für Verkehrswesen Brilon, Bondzio, Weiser in Bochum. Sie stellt zwei Möglichkeiten vor: zum einen über die Kreuzstraße, zum anderen über die Mauerbrandstraße. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit der Eröffnung des neuen Esplanade-Einkaufszentrums zusätzlich 1740 Fahrzeuge täglich hinzukommen, 1199 durch Edeka und 541 durch die Ansiedlung eines Fitnessstudios. Die Spitzenstunde mit 83 Fahrzeugen ist am Nachmittag, morgens sind es zur Spitzenzeit 54 Autos, mittags dann 80 innerhalb von 60 Minuten.

SPD gegen Zufahrt über die Kreuzstraße

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Ludger Hovest ist die Sache bereits klar: Seine Fraktion wird der Zufahrt über die Kreuzstraße nicht zustimmen, zumal dann auch Parkplätze und Bäume weichen müssten. Darüber hinaus sieht das Gutachten den Austausch der Pflasterung gegen eine Asphaltdecke vor. Auch das wird von den Genossen nicht gewünscht.

„Diese Planung würde zum Verkehrschaos führen“, sagt Hovest und wirft dem Gutachterbüro vor, sich keine Mühe gemacht zu haben. Begründung: Es sollen veraltete Zahlen aus dem Internet verwendet worden sein, die für die nächsten 20 Jahre einen stetigen Bevölkerungsrückgang ausweisen. Dabei sei das Gegenteil der Fall, Wesel mittlerweile Zuzugsgemeinde. Und das nicht nur wegen der Flüchtlinge, sondern auch wegen der Ausweisung neuer Baugebiete und dem Bau zahlreicher Sozialwohnungen.

Rückstauprobleme sind möglich

Für die Sozialdemokraten ist die Anlieferung von der Esplanade über die Tückingstraße in die Mauerbrandstraße der richtige Weg. Ob die Poller am Übergang von der Esplanade in die Tückingstraße dann hinter der Mauerbrandstraße oder der Brandstraße wieder in den Boden kommen, müsse man noch klären. 7,5-Tonner, so genannte Sprinter, mit denen vor allem angeliefert werde, kämen hier gut zurecht, sagt Hovest.

Die Stadtverwaltung sieht bei einer Warenanlieferung über die Kreuzstraße Rückstauprobleme, auch wenn sie sich nach dem Rangieren der Lkw zügig abbauten. Zudem müsse eine so genannte Bedarfssignalisierung erfolgen, wenn angeliefert wird. Das wiederum würde zu Wartezeiten bei den anderen Verkehrsteilnehmern führen.

>>>MITTWOCH UM 16.30 UHR

Die 3C Projektmanagement GmbH, die für das Vorhaben zuständig ist, spricht sich im Übrigen für die Variante über die Kreuzstraße aus.Die drei Fachausschüsse kommen am Mittwoch, 13. Juni, um 16.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, Klever-Tor-Platz 1, zusammen.

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