Bombenentschärfung

Wieder ein Bombenfund: 13.300 Menschen in Wesel betroffen

Auf der Baustelle an der Kreuzstraße wurde eine Zehn-Zentner-Bombe-gefunden. Sie wird am Mittwoch um 15 Uhr entschärft.

Auf der Baustelle an der Kreuzstraße wurde eine Zehn-Zentner-Bombe-gefunden. Sie wird am Mittwoch um 15 Uhr entschärft.

Foto: Lena Reichmann

Wesel.  An der Kreuzstraße wurde eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden. Sie soll am Mittwoch um 15 Uhr entschärft werden. 5700 Menschen werden evakuiert.

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Schon wieder wurde auf der Baustelle auf dem Gelände des früheren Kreiswehrersatzamtes an der Kreuzstraße in Wesel eine Bombe gefunden – und diesmal wird die Evakuierungsaktion deutlich größer ausfallen als bei der letzten Entschärfung im Oktober: 13.300 Menschen sind betroffen, wenn die amerikanische Zehn-Zentner-Bombe am Mittwoch um 15 Uhr entschärft wird. 5700 Personen müssen ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen. In der Innenstadt wird das Leben zwischen 14.30 und etwa 16.30 Uhr weitgehend lahm gelegt: Straßen und Bahnlinie werden gesperrt, Geschäfte müssen schließen.

In einem Radius von 500 Metern um die Fundstelle sind die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, im Radius von 500 bis 1000 Metern (äußerer Ring) sollen alle geschlossene Räume aufsuchen. Für Personen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen können, richtet die Stadt ab 13 Uhr eine Sammelstelle in der Rundsporthalle, An de Tent 11, ein.

Straßen, Bahnlinie und Rheinbrücke sind gesperrt

Ein Bustransfer zur Sammelstelle wird angeboten von den Haltepunkten Kreuzstraße/Signalhaus, Kreuzstraße/Kaufhof und Mölderplatz (Pastor van der Giet-Straße) ab 13 Uhr bis 14.15 Uhr. Zwei Busse sollen zwischen den Haltestellen pendeln und die Menschen nach der Entschärfung wieder zurückbringen. Bettlägerige Personen in der Evakuierungszone werden gebeten, sich von 8 bis 12 Uhr unter 0281/203-2551 zu melden.

Auch die Straßen im 1000-Meter-Radius werden gesperrt, darunter die B 8 und die B 58, ebenso die Bahnlinie Oberhausen-Emmerich. Die Rheinbrücke wird laut Stadt ebenfalls dicht gemacht.

Betroffene Schulen und Kitas sind informiert und werden die Kinder vor der Entschärfung nach Hause schicken. Das Rathaus ist nur telefonisch erreichbar.

Marien-Hospital wird nicht evakuiert

Auch Teile des Marien-Hospitals befinden sich in der Evakuierungszone. Wie Pressesprecher Gerd Heiming am Dienstagnachmittag auf NRZ-Anfrage mitteilte, seien 60 bis 70 Patienten auf den Stationen der Geriatrie und Unfallchirurgie betroffen. Diese müssten innerhalb des Hauses verlagert werden. Ab 13.30 Uhr wird das Haus geschlossen, niemand darf hinein oder hinaus.

Außerdem müssen das Haus der Gesundheit mit dem Medizinischen Versorgungszentrum an der Pastor-Janßen-Straße, die Kardiologische Rehabilitation an der Schillstraße sowie das Sozialpädiatrische Zentrum an der Breslauer Straße geräumt werden. Die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Dinslakener Landstraße sowie das Nikolaus- und Martinistift gehören zum äußeren Ring der Evakuierungszone. Hier müssten Türen und Fenster geschlossen bleiben.

Der Sicherheitsbereich wird von der Polizei bewacht, teilt die Stadt mit. Das Ende der Entschärfung wird mit einem Sirenendauerton von einer Minute Länge signalisiert.

Auskunft erteilt die Stadt Wesel auch unter 0281/203-0 oder unter www.wesel.de.

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