Winter hat den Kanal fest im Griff

Foto: NRZ

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Seit Mittwochabend geht an der Schleuse in Friedrichsfeld nichts mehr.

Die Besatzung des niederländischen Motorschiffs „Carpe noctem” („Genieße die Nacht”) war sichtlich gut drauf. Gut gelaunt standen sie gestern an Deck und winkten dem NRZ-Fotografen freudestrahlend entgegen. Und das obwohl auch sie gestern vor den verschlossenen Toren der Schleuse Friedrichs-feld festsaßen. Denn: Nach einer Woche Tiefsttemperaturen hat der Winter auch den Wesel-Datteln-Kanal gepackt.

Zwar gibt es auf der künstlichen Wasserstraße zwischen Voerde und Datteln noch keine durchgehende Eisdecke, sondern vorerst nur Treibeis. Problematisch ist die Lage allerdings im Bereich der beiden Schleusen in Friedrichsfeld und Hünxe.

In Friedrichsfeld musste die große Schleusenkammer bereits am Dienstag außer Betrieb genommen werden, denn die Kammer war völlig vereist. Auch Tore, Poller und Leitern hat der Frost fest im Griff. Am Mittwochabend gegen 18 Uhr wurde dann auch die kleinere Schleusenkammer vorübergehend „aus dem Verkehr gezogen”. Die Folge: Ober- wie unterhalb des wichtigen Kanal-Tores zum Rhein liegen jeweils zehn Schiffe, denen der Wintereinbruch erst einmal einen Strich durch den Fahrplan gemacht hat.

An der Schleuse Hünxe funktionierte gestern zumindest die kleine Kammer. Die ist mit einer Luftsprudelanlage ausgerüstet, die zeitweilig verhindert, dass die Kammer vereist. Die große Schleuse ist ebenfalls seit Mittwoch außer Betrieb.

Fahrensleute, die östlich von Hünxe auf dem Wesel-Datteln-Kanal unterwegs sind, haben laut der Schifffahrtsverwaltung aber noch keine großen Probleme zu fürchten. Sie haben die Möglichkeit über den Anschluss zum Rhein-Herne-Kanal bei Datteln über einen Umweg zum Rhein zu gelangen. Dort gebe es noch keine Behinderungen.

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