Kommunalpolitik

„Wir für Wesel“ sieht die Promenade 2020 ohne Biergarten

Thomas Moll von „Wir für Wesel“ (WfW) glaubt nicht, dass der Niederrheinische Biergarten im nächsten Jahr geöffnet sein wird.

Thomas Moll von „Wir für Wesel“ (WfW) glaubt nicht, dass der Niederrheinische Biergarten im nächsten Jahr geöffnet sein wird.

Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Wesel.  Die Promenade ohne Biergarten, kein Kombibad, sondern ein Neubau auf dem abgerissenen Heubergbad - so blickt die WfW-Fraktion ins neue Jahr.

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Die Kommunalwahl am 13. September 2020 ist für die Wählergemeinschaft „Wir für Wesel“ (WfW) schon jetzt ein großes Thema. Schließlich werden sie alle Weseler Wahlbezirke mit einem Kandidaten besetzen und möchten damit nach Möglichkeit ihre zurzeit vierköpfige Fraktion vergrößern.

Auch der Kreistag gilt als erklärtes WfW-Ziel. Ob allerdings mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten in der Kreisstadt angetreten wird, ist noch nicht entschieden, sagen Thomas Moll und Jürgen Lantermann mit Blick aufs nächste Jahr.

Eine Strandbar fürs Rheinufer in Wesel bleibt das Ziel

Seit gut vier Jahren gibt es die Fraktion, die aus bisherigen CDU-Mitgliedern besteht. Seither versuchen sie eigene Akzente zu setzen. Einer davon ist eine Strandbar am Rhein.

wfw träumt weiter von strandbar „Wir werden sie nicht aus den Augen verlieren“, sagt Lantermann und verweist darauf, dass das Thema auch vom Inkrafttreten des Regionalplans abhängt. Schwarz malt Thomas Moll mit Blick auf die Rheinpromenade: „Im nächsten Jahr werden wir keinen Biergarten haben“, ist er sich sicher. Dazu seien die Investitionen für die Ausstattung viel zu hoch. Der bisherige Pächter Dirk Aberfeld hat schließlich alles, was er mitbrachte, wieder mitgenommen.

Große Sorgen bereitet Moll auch der Kornmarkt, wenn am Jahresende der Fasskeller schließt. Das Thema müsse dringend auf die Tagesordnung. Es handele sich um einen wunderschönen Platz, der mit Leben gefüllt werden müsse, genauso wie der Große Markt. Es sei an der Zeit, die Rahmenbedingungen zu überprüfen.

WfW will reduzierten Fahrpreis bei Bussen in Wesel

Als drängende Themen nennt das WfW-Duo etwa die Digitalisierung an Schulen und eine Art Bildungsplan, so wie es ihn für die bauliche Entwicklung der Bildungseinrichtungen gibt. Außerdem müsse sich zugunsten von Tagespflegepersonen etwas bewegen. Soziale Absicherung, Lohnfortzahlung bei Krankheit statt Streichung von Urlaubstagen und dazu eine Vertretung sind die Stichworte. Tagesmütter seien keine Konkurrenz zur Kita. Zudem müsse der öffentliche Personennahverkehr durch einen reduzierten Fahrpreis attraktiver werden.

Die Entscheidung fürs Kombibad am Rhein hält die WfW für falsch. Sie favorisiert den Abriss des Heubergbads und einen Neubau auf demselben Standort. Auch bei der Niederrheinhalle sei der Abriss und ein Neubau – eventuell mit Tagungshotel – richtig. Denn in zwei Jahren sei in dem maroden Gebäude Schluss.

Kein gutes Zeugnis für SPD und CDU im Rat Wesel

Der großen Koalition im Weseler Rat (SPD und CDU) stellt das Duo kein gutes Zeugnis aus: „Von den wichtigen Themen hat irgendwie nichts geklappt“, sagt Moll und Lantermann fügt hinzu: „Selbst das Ampelmännchen nicht.“

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