Zwischen Hoffen und Bangen

Foto: Heiko Kempken

Schermbeck.   Was muss in einer 13-Jährigen vor sich gehen, wenn die ihre Lebenssituation mit „Game over“ bezeichnet? 404 ist die Nummer eines Sterbezimmers – hier liegt das Mädchen mit Leukämie im Endstadium und hat vielleicht noch zwei Wochen zu leben. Auf 280 Seiten beschreibt der Schermbecker Autor Rolf Freiberger in seinem dritten Buch mit dem Titel „404“ die Achterbahnfahrt der Gefühle zwischen Hoffen und Bangen, tiefster Verzweiflung und überschäumender Freude.

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Was muss in einer 13-Jährigen vor sich gehen, wenn die ihre Lebenssituation mit „Game over“ bezeichnet? 404 ist die Nummer eines Sterbezimmers – hier liegt das Mädchen mit Leukämie im Endstadium und hat vielleicht noch zwei Wochen zu leben. Auf 280 Seiten beschreibt der Schermbecker Autor Rolf Freiberger in seinem dritten Buch mit dem Titel „404“ die Achterbahnfahrt der Gefühle zwischen Hoffen und Bangen, tiefster Verzweiflung und überschäumender Freude.

Die beste Freundin der unheilbar kranken Schülerin hat eine ungewöhnliche Idee, ihr die letzten Lebenstage zu verschönern: Ihr Onkel, der Pilot bei der Lufthansa ist und sie früher mit seinen Geschichten vom Fliegen fasziniert hat, soll auch die Erkrankte mit solchen Geschichten aufheitern. Der empathische Onkel entwickelt mit der Freundin einen Plan. Nach einem sich jeden Tag wiederholenden Ritual verwandelt sich die Sterbenskranke mit der Hilfe des Piloten in eine Silbermöwe und fliegt um die Welt: Sie gleitet durch den Grand Canyon, wird Prinzessin auf Schloss Neuschwanstein, erhält in Rom den Segen vom Papst und nimmt an der ersten Weltmeisterschaft im Möwen-Kunstflug teil.

Die Teenagerin gewinnt zunehmend an Zuversicht, fühlt sich besser und ist bereit, zu kämpfen. Doch dann wird eine Blutuntersuchung angeordnet, die mit einer Unstimmigkeit einer am Vortag genommenen Blutprobe zusammenhängt. Für die Schülerin bricht eine Welt zusammen. Ihr ist klar: Ihre Zeit ist jetzt abgelaufen. War sie vorher im Glauben, sich mit dem Tod abgefunden zu haben, bekommt sie jetzt panische Angst. Ihre Vorfreude auf die Flugerlebnisse ist wie weggeblasen. Das Ergebnis der Untersuchung bekommt sie erst in zwei Tagen. Bis dahin fühlt sie sich nicht in der Lage, zu fliegen. Die furchtbaren Gefühlsschwankungen müssen auch ihre Eltern und ihre Freundin durchmachen. Eine besondere Nebenrolle spielt wenig später ein Helfer, der auf der Station der »Sterbenden« landet.

„Etliche kontextbezogene Gedichte geben dem Buch eine besondere Note. Es werden Sinnfragen gestellt und auch beantwortet“, ergänzt Rolf Freiberger. Der 68-Jährige sagt, es handele sich „auf den ersten Blick um eine traurig Geschichte“. Doch gleichzeitig zeige sein Buch auch das Positive, was man aus auch noch so schrecklichen Situation heraus mitnehmen könne. Freibergers Intension ist es, den Lesern seines Werkes zu vermitteln: „Es lohnt sich zu kämpfen, nicht aufzugeben.“

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