Kommentar

Für die Wittener Grünen wäre es eine einmalige Chance

Redakteur Jürgen Augstein-Peschel kommentiert die bald anstehenden Kandidaturen für die Bürgermeisterwahl in Witten.

Redakteur Jürgen Augstein-Peschel kommentiert die bald anstehenden Kandidaturen für die Bürgermeisterwahl in Witten.

Foto: Funke Foto Service

Witten.  Die Parteien müssen bald ihre Kandidaten für die Kommunalwahl aufstellen. Eine spannende Frage lautet: Stellen die Grünen einen eigenen Bewerber?

Bei der SPD läuft alles auf Sonja Leidemann als Bürgermeisterkandidatin hinaus. Alles andere wäre eine Überraschung. Wenn die Amtsinhaberin noch mal will, wird ihre Partei sie aufstellen. Mit Grauen dürften sich die Genossen an die krachende Niederlage erinnern, die ihnen Leidemann vor fünf Jahren als Einzelbewerberin zufügte.

Ihr Amtsbonus dürfte auch diesmal wieder ins Gewicht fallen, wenngleich sich die 59-Jährige vor dem „Merkel“-Effekt hüten muss, nach dem Motto: Wir haben keine Bessere, aber eigentlich werden wir ihrer langsam müde.

Leidemann braucht die Unterstützung der Grünen

Leidemann wird sich im Falle einer erneuten Kandidatur der Unterstützung der Grünen vergewissern wollen. Sonst könnte die Sache für sie wirklich knapp werden, zumal wenn die Stichwahl entfällt.

Die Grünen hätten erstmals die Chance, mit einem eigenen Kandidaten in Witten zu punkten. Doch man hat das nicht Gefühl, dass sie seit ihrem großen Sieg bei der Europawahl ernsthaft versuchen, jemanden aufzubauen. Ist die Ortspartei dafür doch zu schwach, so dass sie am Ende lieber wieder auf den SPD-Zug aufspringt?

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben