Schmetterlinge

Witten: Der Kohlweißling ist der häufigste Schmetterling

Ein Kohlweißling sitzt auf einer Blüte. Der Schmetterling ist nach Angaben des Naturschutzbundes der meist beobachtete Schmetterling in Nordrhein-Westfalen.

Ein Kohlweißling sitzt auf einer Blüte. Der Schmetterling ist nach Angaben des Naturschutzbundes der meist beobachtete Schmetterling in Nordrhein-Westfalen.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Witten.  Die Schmetterlinge sind weiter auf dem Rückzug. Das zeigt eine aktuelle Zählung. Naturschützer geben Tipps zur Gestaltung naturnaher Gärten.

Der Kohlweißling ist der am häufigsten zu sehende Schmetterling im Land. Das ergab eine Zählung, zu der der Naturschutzbund NRW (Nabu) vom 15. Juni bis 15. Juli die Bürger aufgerufen hatte. Obwohl der Sommer die Zeit der Schmetterlinge schlechthin ist, seien die Ergebnisse der Zählung wenig erfreulich, so die Naturschützer.

Mit insgesamt 18.000 gemeldeten Schmetterlingen wurden zwar wieder mehr Falter gemeldet als 2019. Dennoch liegen die Zahlen weit unter den Zähl-Ergebnissen der Jahre 2017 (32.000) und 2018 (39.000). Mit 4600 Meldungen sind die Kohlweißlinge in diesem Sommer die am meisten gemeldeten Tagfalter. Auf dem zweiten Platz liegt das Große Ochsenauge mit 1650 Beobachtungen. Platz 3 und 4 belegen die Bläulinge (1400) und das Tagpfauenauge (1200).

Auch der früher häufig zu sehende Kleine Fuchs wird immer seltener

Rund 800 Mal wurde der Admiral gesichtet. Dicht beieinander liegen die Zahlen des Zitronenfalters (550), des Dickkopffalters (500) und des Schornsteinfegers (500). Die drei am seltensten gemeldeten Arten sind der C-Falter (300), der Kleine Fuchs (280) und der Distelfalter (100). Karl-Heinz Jelinek, Schmetterlingsexperte des Nabu: „Dem Tagpfauenauge hat der trockene Sommer 2018 massiv zugesetzt. Hier waren die Brennnesseln, die wichtigste Raupenfutterpflanze des Tagpfauenauges, bereits zum Zeitpunkt der Eiablage vertrocknet.“

Die Zahlen des Schmetterlings Schornsteinfeger sind – mit wenigen Ausnahmegebieten – in den letzten Jahren in ganz NRW rückläufig Der Falter sei auf Waldsäume angewiesen. Karl-Heinz Jelinek: „Diese Saumbereiche haben sich in den letzten 25 Jahren allerdings stark verändert. Sie sind weniger blütenreich. Insgesamt werden Saumbereiche immer stärker zurückgedrängt.“ Auch der Kleine Fuchs, der früher sehr häufig in NRW zu finden war, wird immer seltener gemeldet.

Wie man mit den richtigen Pflanzen Schmetterlinge in den Garten lockt

Mit der Zählaktion möchte der Naturschutzbund aufmerksam machen auf Schmetterlinge und möglichst viele Menschen dazu motivieren, die Falter bei der Gestaltung des Gartens und Balkons zu berücksichtigen. Mit naturnahem Gärtnern, den richtigen Pflanzen und einigen wilden Ecken können unsere Gärten vielen Schmetterlingsarten Nahrung und Lebensraum bieten. Porträts der richtigen Pflanzen und tolle Beispielgärten sind im Netz unter www.schmetterlingszeit.de zu finden.

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