Horst-Schwartz-Halle

Witten: Hallensperrung sorgt für erste Welle der Solidarität

Gilt als einsturzgefährdet: die Horst-Schwartz-Halle in Witten-Vormholz.

Gilt als einsturzgefährdet: die Horst-Schwartz-Halle in Witten-Vormholz.

Foto: Bastian Haumann / FUNKE Foto Services

Witten.  Nach der Schließung der einsturzgefährdeten Horst-Schwartz-Sporthalle in Witten stehen betroffene Schulen und Vereine vor einem großen Problem.

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Die Sperrung der Horst-Schwartz-Sporthalle am Vormholzer Ring war am Mittwoch (15.1.) ein schwerer Schlag für die davon betroffenen Sportvereine sowie die Schulen, die ihren Sportunterricht dort anbieten. Inzwischen macht auch die Wittener Politik Druck auf die Verwaltung, möglichst schnell für eine Lösung zu sorgen.

Aufgrund von Korrosionsschäden in der Dachkonstruktion bestehe derzeit sogar Einsturzgefahr, ließ die Stadt Witten über das Amt für Gebäudemanagement mitteilen. Um kein Risiko mehr einzugehen, wurde die Sporthalle gleich am Mittwoch abgeriegelt. Ein detailliertes Gutachten soll Aufschluss darüber geben, ob die Halle zeitnah überhaupt wieder genutzt werden kann.

Wittener Politik schaltet sich umgehend ein

Die Fraktion von „Solidarität für Witten“ hatte umgehend eine Anfrage an das Büro der Bürgermeisterin geschickt. Sie wollte nicht nur wissen, wie lange die Halle für Punktspiele der Handballer geschlossen bleiben soll, sondern auch, warum die betroffenen Vereine nicht zum Ortstermin hinzugezogen wurden. Die SPD-Fraktion stieß ins gleiche Horn und fragte nach alternativen Trainingsmöglichkeiten für Judoka, Turner und Handballer.

„Die Solidarität seitens der Vereine ist beachtlich“, sagt HSV-Vorsitzender Andreas Hake. Die SG ETSV Ruhrtal habe schon ihr Entgegenkommen bei Trainingszeiten signalisiert, ebenso der TuS Bommern. „Auch der Stadtsportverband ist mit im Boot und will uns helfen. Ich hoffe, dass wir vonseiten der Stadt bald mal ein Signal bekommen, wie es weitergehen soll.“

Jugendtraining in Witten wird zum Problem

Vor allem die Trainingsmöglichkeiten für die Jugendlichen stellten ein Problem dar, sagt der Chef des Handballvereins. „Erwachsene können sich mal eben in ihr Auto setzen und irgendwo hinfahren zum Sport – die Kinder müssen gebracht werden. Da müsste eigentlich eine Art Shuttle-Service eingerichtet werden.“

Am Donnerstagabend (16.1.) treffen sich Herbedes Handballer zu einer Krisensitzung, am 27. Januar tagt der Arbeitskreis Sportstätten des Wittener Sportausschusses. „Dazu sollen auch die Vereine und die Schulen eingeladen werden“, so Ausschussvorsitzender Lars König (CDU).

Bei der jüngsten Begehung der 1970 errichteten Horst-Schwartz-Sporthalle war aufgefallen, dass es Probleme mit den Stützelementen gibt. Seinerzeit sei bei dem Spannbetontragwerk eine Stahlsorte verwandt worden, die als anfällig gilt für Korrosionsschäden (z. B. bei Autobahnbrücken), heißt es in einem Gutachten. Ein sofortiges Versagen des Dachtragwerks sei demnach – ohne vorherige Ankündigung durch Verformung oder Rissbildung – zu befürchten und die weitere Nutzung der Halle, in der auch die Schüler der Hardenstein-Gesamtschule und der Vormholzer Grundschule Sport treiben, zu gefährlich.

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