Jubilar

Witten: Waschechter Vorzeigepolizist feiert 100. Geburtstag

Eine gelungenes Fest: Der Wittener Polizeihauptmeister a.D. Rolf Künsken (2. v. links) feierte mit Ehefrau Toni (97) und Enkelin und Polizeihauptkommissarin Inga Wetter seinen Hundertsten. Polizeipräsident Jörg Lukat (re.) kam als  Überraschungsgast und brachte ein besonderes Geschenk mit.

Eine gelungenes Fest: Der Wittener Polizeihauptmeister a.D. Rolf Künsken (2. v. links) feierte mit Ehefrau Toni (97) und Enkelin und Polizeihauptkommissarin Inga Wetter seinen Hundertsten. Polizeipräsident Jörg Lukat (re.) kam als Überraschungsgast und brachte ein besonderes Geschenk mit.

Foto: Polizei

Witten.  Rolf Künsken, Wittener Polizeihauptmeister im Ruhestand, hat am Sonntag seinen 100. Geburtstag gefeiert. Zum Fest kam ein Überraschungsgast.

Er hat das Kriegsende miterlebt, etliche Einsätze gefahren und dabei immer die Sorgen und Nöte der Menschen im Blick behalten: Rolf Künsken, Polizeihauptmeister im Ruhestand, hat am Pfingstsonntag seinen 100. Geburtstag gefeiert. Polizeipräsident Jörg Lukat kam zum Überraschungsbesuch. Im Gepäck hatte er den offiziellen Ruhestandsausweis – und ein Schreiben des Innenministers. Der Jubilar freute sich sehr: „Das ist eine so schöne Überraschung, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.“

Im Kreise seiner Familie beging der Polizeihauptmeister a. D. seinen Hundertsten im heimischen Garten in Witten-Bommern. Unter den Gästen befanden sich gleich mehrere Polizeibeamte, darunter auch Polizeihauptkommissarin Inga Wetter, die Enkelin des Jubilars. Die Sache mit der Polizei, sie scheint dieser Familie im Blut zu liegen.

Bis heute sieht man den Ruheständler nach dem Rechten

Dabei liegt der aktive Dienst für Rolf Künsken bereits 40 Jahre zurück. 1920 wurde er als Sohn eines Bergmanns in Herten geboren. In seinem Elternhaus im Wieschenbeck wuchs er mit drei Brüdern auf. Mit 20 Jahren trat er seinen Dienst bei der Polizei in Recklinghausen an. Nach seiner Hochzeit 1948 wechselte Künsken nach Witten, wo er nach vielen Jahren Wachdienst schließlich Bezirksbeamter wurde – oder wie man das im Ruhrgebiet nennt: Schutzmann um die Ecke.

1980 wurde er schließlich nach 40 Dienstjahren pensioniert. Seine tiefe Verbundenheit mit der Polizei hat sich Künsken bewahrt. Bis heute sieht man den Ruheständler in seinem einstigen Bezirk nach dem Rechten sehen. Ein akkurater und freundlicher Mann, der von allen, die ihn hier kennen, geschätzt wird.

„Ein tolles Vorbild und ein waschechter Vorzeigepolizist“

Jörg Lukat, der Überraschungsgast der Feier am Pfingstsonntag, dankte dem Jubilar für seinen langjährigen Einsatz und merkte an: „Ihre Ausstrahlung ist beeindruckend. Man merkt, dass Sie auch mit Ihren 100 Jahren durch und durch Polizist sind.“ Als der Präsident ihm ein persönliches Glückwunschschreiben des NRW-Innenministers Herbert Reul überreichte, wurde Künsken dann spürbar vom Stolz ergriffen. Kein Wunder – denn so ein Schreiben des Ministers bekommt nicht jeder. „Offenbar sind Sie bis heute in ihrem alten Bezirk in Bommern unterwegs und werden von den Menschen erkannt“, schreibt Minister Reul. „Einstige Kollegen beschreiben Sie als tolles Vorbild und waschechten Vorzeigepolizisten.“

Einer dieser einstigen Kollegen ist Peter Wieditz (75). Die beiden Wittener kennen sich, dienstlich wie privat. Wieditz hat es jüngst zu einiger Bekanntheit gebracht, als er den Dieb stellte, der das Fahrrad seiner Enkelin gestohlen hatte.

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