Unfall

Wittener könnte tödlichen A 43-Unfall verursacht haben

Die Polizei machte am Sonntag aus einem Hubschrauber heraus Bilder von der Unfallstelle auf der A43 zwischen Witten-Herbede und Witten-Heven. Hier ein Archivbild.

Die Polizei machte am Sonntag aus einem Hubschrauber heraus Bilder von der Unfallstelle auf der A43 zwischen Witten-Herbede und Witten-Heven. Hier ein Archivbild.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Witten/Sprockhövel/Herne/Gelsenkirchen.  Gegen einen Wittener wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Er könnte den schweren Unfall auf der A43 verursacht haben.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Autofahrer, der durch einen Fahrstreifenwechsel offenbar den schweren Unfall auf der A43 verursacht hat. Der Wittener war am Sonntagnachmittag gegen 17.15 Uhr zwischen den Ausfahrten Herbede und Heven in Fahrtrichtung Münster von der der rechten auf die linke Fahrbahn gefahren. Dabei hatte der 64-Jährige laut Polizei augenscheinlich einen auf der linken Spur fahrenden Motorradfahrer aus Gelsenkirchen übersehen.

Der 61-Jährige stürzte und kollidierte rund anderthalb Kilometer vor der Abfahrt Witten-Heven mit einem ebenfalls auf dem linken Fahrstreifen fahrenden 29-jährigen Motorradfahrer aus Herne. Der 61-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Ersthelfer hatten versucht, den Mann wiederzubeleben. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der Gelsenkirchener auf den Toyota aufgefahren war, weil er unter Umständen nicht mehr habe bremsen konnte. Die Heckscheibe des Wagens war durch den Aufprall stark beschädigt worden.

An der Unfallstelle wurden auch Sichtschutzwände aufgebaut

Der schwer verletzte 29-jährige Motorradfahrer wurde in eine Bochumer Klinik gebracht. Der Mann schwebe in Lebensgefahr, hieß es am Montag von der Polizei. Der 64-jährige Autofahrer blieb unverletzt. Aus einem Polizeihubschrauber heraus wurden am Sonntag Fotos von der Unfallstelle gemacht. Diese sollen dabei helfen, den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.

Da es zunächst geheißen hatte, der Unfall habe sich auf der A43 in Höhe Sprockhövel ereignet, war nicht die Wittener Feuerwehr, sondern die Freiwillige Feuerwehr Sprockhövel mit zwölf Rettern vor Ort, ebenso drei Rettungswagen und ein Notarzt. An der Unfallstelle wurden auch Sichtschutzwände aufgebaut. Bis 19.55 Uhr war der Unfallbereich voll gesperrt. Autofahrer wurden über die Ausfahrt Witten-Herbede abgeleitet. Laut Polizei kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen mit einer maximalen Staulänge von sechs Kilometern.

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