Kriminalität

Zwei Männer wollten wohl Kind in Witten ins Auto locken

Auf dem Gelände der Holzkamp-Gesamtschule soll ein Schüler von zwei älteren Jugendlichen angesprochen worden sein, die ihn dazu überreden wollten, in ihr Auto einzusteigen.

Auf dem Gelände der Holzkamp-Gesamtschule soll ein Schüler von zwei älteren Jugendlichen angesprochen worden sein, die ihn dazu überreden wollten, in ihr Auto einzusteigen.

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Witten.  An der Wittener Holzkampschule soll ein Junge von zwei Männern angesprochen worden sein. Der Polizei wurden noch weitere ähnliche Fälle gemeldet.

Auf dem Gelände der Holzkampschule in Annen soll am Dienstagmorgen (21.05) ein elfjähriger Junge von zwei unbekannten jungen Männern angesprochen worden sein. Das berichten die Eltern des Schülers. Nach der Erzählung ihres Sohnes haben die beiden schätzungsweise 20 Jahre alten Männer das Kind am Rande des Schulhofs angesprochen und ihm Süßigkeiten versprochen, wenn er mit ihnen ins Auto steigen würde.

„Mein Sohn hat das verneint, weil wir ihm das zum Glück sehr eingebläut hatten. Doch die Männer sind ihm gefolgt“, sagt die aufgewühlte Mutter. Sogar bedroht worden sei der Junge. Nachdem ein Freund des Schülers hinzu gekommen sei, hätten die beiden Kinder gemeinsam flüchten können. Die Eltern informierten noch am selben Tag die Polizei.

Warnungen in sozialen Netzwerken

Schon in den letzten Tagen machten Warnungen vor einem Mann, der Kinder anspricht, in den sozialen Netzwerken die Runde. Diese bezogen sich auf einen mutmaßlichen Vorfall am Sonntag in Heven. Dort soll ein Mann in der Nähe des Spielplatzes an der Billerbeckstraße fremde Kinder angesprochen und auf ein Eis eingeladen haben.

Besorgte Eltern wendeten sich daraufhin an die Leitung der nahe gelegenen Hellwegschule. Rektorin Marion Tigges-Haar informierte Polizei und Elternschaft, verknüpft mit allgemeinen Verhaltenshinweisen für Kinder in einer solchen Situation. „Wir raten generell dazu, dass die Kinder „Feuer“ und nicht „Hilfe“ rufen“, sagt Tigges-Haar, betont aber auch, dass es sich um unbestätigte Gerüchte handelt.

Drei Meldungen innerhalb von drei Tagen

Ein weiterer Vorfall wurde der Polizei von einer Schule in der Innenstadt gemeldet. Dort soll ein unbekannter Mann ebenfalls am Dienstagmorgen zwei Mädchen am Rande des Schulhofs angesprochen haben. Innerhalb von drei Tagen sind bei der Polizei also drei Meldungen über das mutmaßliche Ansprechen von Kindern eingegangen.

„Wir überprüfen jetzt alle diese Meldungen akribisch“, sagt Polizeisprecher Volker Schütte. Die Ermittlungen liegen dabei beim Fachkommissariat für Sexualdelikte. Schütte warnt allerdings vor Panikmache, auch wenn die Polizei die Sorgen der Eltern gut verstehen könnte. Aus langjährigen Erfahrungen wüssten die Ordnungshüter aber auch, dass glücklicherweise in den allermeisten Fällen, dem geäußerten Verdacht ein harmloser Sachverhalt zu Grunde liegt.

Gerade durch das Nutzen von Facebook & Co. könnte eine Unruhe unter den Eltern entstehen, die sich täglich potenziert. Schütte rät: „Wenn so etwas passiert, sollte man sofort die Polizei informiert, damit wir direkt reagieren können.“

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