Justiz

Amtsgericht verurteilt Netpher wegen Verkehrsgefährdung

Vor dem Amtsgericht Bad Berleburg musste sich ein Netpher wegen Verkehrsgefährdung verantworten.

Vor dem Amtsgericht Bad Berleburg musste sich ein Netpher wegen Verkehrsgefährdung verantworten.

Foto: Lars-Peter Dickel

Bad Berleburg/Lützel.  Der 54-Jährige muss nicht nur lange auf seinen Führerschein verzichten, er muss auch auch hohe Geldbuße für sein Überholmanöver zahlen.

Weil ein 54-jähriger Netpher ein gefährliches Überholmanöver gestartet hatte und er somit vorsätzlich den Straßenverkehr gefährdete, muss dieser nun eine Geldstrafe in Höhe von 2250 Euro zahlen. Außerdem ist er dazu verpflichtet, seinen Führerschein für ein halbes Jahr abzugeben. Der Mann musste sich vor dem Amtsgericht Bad Berleburg verantworten.

Durchgezogene Linie

Es war ein Oktobertag im vergangenen Jahr gewesen, als der Angeklagte mit seinem Auto einen anderen Wagen zwischen Lützel und Altenteich in Fahrtrichtung Erndtebrück verbotener Weise überholt haben soll — zumindest habe er das versucht. Dieser Überholvorgang war aufgrund durchgezogener Linie nicht nur verboten — er soll auch sehr gefährlich gewesen sein: Eine Frau, die dem Angeklagten in ihrem Pkw entgegengekommen war, habe nach rechts ausweichen müssen, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Seinen Überholvorgang habe der Angeklagte schließlich abgebrochen.

Gegenverkehr übersehen

„Ich habe das falsch eingeschätzt. Das war eine falsche Entscheidung gewesen“, gab der 54-Jährige seine Verkehrssünde zu. Das ihm entgegenkommende Fahrzeug habe er erst zu spät wahrgenommen.

Das war allerdings nicht das erste mal, dass der Angeklagte eine Situation im Straßenverkehr „falsch eingeschätzt“ hat: Im Jahre 2015 wurde er bereits wegen eines ähnlichen Überholmanövers zu einer Geldstrafe verurteilt.

Die Frau, die dem 54-Jährigen mit ihrem Fahrzeug auf eine Grünfläche ausweichen musste, war unverletzt geblieben — doch der Schock saß tief: „Ich habe einen Schreck bekommen. Danach musste ich erst einmal anhalten.“

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