Corona

Corona: Bad Berleburg begrüßt Initiativen für Schutzmasken

Karl-Heinz Patt (mit seinem Mitarbeiter Philipp Weber rechts) verschenkt Schutzmasken an die Klinik und das Seniorenheim.

Karl-Heinz Patt (mit seinem Mitarbeiter Philipp Weber rechts) verschenkt Schutzmasken an die Klinik und das Seniorenheim.

Foto: Lisa Klaus

Bad Berleburg.  Appell der Verwaltung: Bereits aufgehäufte Osterfeuer möglichst frühzeitig abbrennen. Die Aktion „Saubere Landschaft“ ist zunächst verschoben.

Schlicht und weiß, oder eben bunt mit diversen Mustern versehen – immer mehr Menschen nähen sich ihren Mundschutz selbst, oder fertigen ihn für andere an. Auch gibt es in der Coronakrise einige Bürger, die Schutzmasken für das medizinische Personal spenden. Die Stadt Bad Berleburg begrüßt diese Initiativen in der Bevölkerung. Bürgermeister Bernd Fuhrmann hat sich dazu auch mit dem ärztlichen Direktor der VAMED Klinik Dr. Frank Melz ausgetauscht.

„Der Mund-Nasen-Schutz gibt zwar keine Sicherheit, dass man sich selbst nicht infiziert“, betont Fuhrmann, „er kann aber ein guter Schutz für andere sein.“ Hintergrund ist, dass der eigene Speichel aufgefangen wird und man so andere nicht anstecken kann. Nicht immer ist Betroffenen auch bewusst, dass sie mit dem Corona-Virus infiziert sind.

Berleburger spendet 800 Schutzmasken

Karl-Heinz Patt von KHP-Magnetexpert hat am Donnerstag 800 Schutzmasken an die VAMED-Klinik und das Seniorenheim verschenkt. Die dringend benötigten Masken hatte er über seine geschäftlichen Kontakte aus China besorgen können.

In Bad Berleburg wird aber auch selbst Hand – und Nadel – angelegt: Ulrike Schultz und 20 weitere Frauen aus Bad Berleburg nähen Masken aus Stoff. Diese sind zum Beispiel sinnvoll für Menschen, die Angehörige pflegen, oder auch für diejenigen, die beruflich nach wie vor viele Kontakte haben, etwa Verkäuferinnen und Verkäufer. Die Masken werden kostenlos verteilt. Unterstützt werden die Ehrenamtlichen durch Karsten Wolter von der Kur-Apotheke und der Allgemeinmedizinerin Dr. Brigitte Piringer. Wer diese Initiative finanziell oder mit Nadel und Faden unterstützen möchte, kann sich bei Ulrike Schultz unter der Rufnummer 02751/51900 melden.

Aktion „Saubere Landschaft“ entfällt

Auch in dieser Woche hat wieder ein Austausch zwischen der Bad Berleburger Stadtverwaltung und den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern per Videokonferenz stattgefunden. Ein Thema dabei: Die Aktion Saubere Landschaft, die üblicherweise zu dieser Zeit in den Ortsteilen durchgeführt wird. Aufgrund der aktuellen Situation vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie kann die Aktion bis auf Weiteres nicht stattfinden. „Das ist sicherlich bedauerlich, weil die gemeinsamen Aktionen immer Spaß machen“, sagt Dezernent Christoph Koch. „Trotzdem kann natürlich jeder auch bei einem Spaziergang oder einer Joggingrunde Müll in der Natur einsammeln.“

Die Verwaltung wirbt bei allen Bürgern noch einmal um Verständnis dafür, dass derzeit kein Sperrmüll abgefahren wird. Hintergrund hierfür ist, dass es bei den Deponien mittlerweile Engpässe gibt. Damit der alltägliche Hausmüll weiterhin abgefahren und verarbeitet werden kann, ist die Sperrmüllabfuhr momentan eingestellt.

Digitales Osterfeuer

An die Organisatoren der Osterfeuer appelliert die Abteilung „Sicherheit und Ordnung“ noch einmal, dass die bereits aufgebauten Osterfeuer zeitnah abgebrannt werden sollten. „Wir möchten verhindern, dass das Holz sich ungewollt auf andere Weise entzündet“, erklärt Abteilungsleiter Peter Mengel. „Außerdem nisten sich ansonsten auf Dauer Tiere in den Haufen ein.“

Das aufgehäufte Material darf kontrolliert unter Aufsicht von maximal zwei Personen abgebrannt werden. Fotos und Videos von diesen Feuern oder aus den Vorjahren können noch bis Mittwoch an s.treude@bad-berleburg.de gesendet werden. Aus dem Material wird ein digitales Osterfeuer für die Stadt der Dörfer erstellt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben