Corona-Schützenfestsaison 2020

Katja Weller-Wahl: „Man muss das Positive sehen“

Katja Weller-Wahl vom Schützenverein Wunderthausen ist die WP-Schützenkönigin 2019 im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Katja Weller-Wahl vom Schützenverein Wunderthausen ist die WP-Schützenkönigin 2019 im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Foto: Privat / WP

Wunderthausen/Wittgenstein.  Die WP-Schützenkönigin im Interview zur geplatzten Festsaison. Die Geselligkeit wird ihr fehlen. Aber es gibt ja auch die WP-Schützenhilfe.

Vieles ist anders gekommen, als gedacht. Die Corona-Pandemie hat auch die Wittgensteiner Schützenvereine vor eine bislang nicht gekannte Herausforderung gestellt. Keines der traditionellen Feste wird stattfinden können, dabei wäre an diesem Wochenende der Saisonstart gewesen - beim Schieß und Schützenverein Elsoff.

Und die Heimatzeitung könnte in diesem Sommer einen Jahrestag feiern: Zehn Jahre WP-Schützenköniginnen-Wahl. Doch die Coronakrise macht auch uns einen Strich durch die Rechnung. Aber wie formuliert es die amtierenden WP-Schützenkönigin des Kreises Siegen-Wittgenstein Katja Weller-Wahl aus Wunderthausen: „Man muss es nehmen wie es kommt und das Positive sehen“? Wir haben mit Königin Katja über ihr besonderes Jahr gesprochen.

Wie lief Dein Jahr als WP-Schützenkönigin?

Katja Weller-Wahl Gute Frage! Die Aufregung war ziemlich groß. Vor allem an dem Tag nachdem es feststand, dass ich gewonnen habe. Das ganze Dorf hat ja mitgefiebert und sich gefreut. Viele sind dann zum Gratulieren gekommen und es gab viele Rückmeldungen über WhatsApp.


Woran erinnerst Du Dich am liebsten?

Die Feier zum Finale in Rönkhausen war ein Höhepunkt. Wir waren mit einem ganzen Bus vollere Leute hingefahren und waren einer der Hofstaaten, die komplett eingekleidet da waren. Meine Hofstaatsdamen hatten mir eigens ein Schild gedruckt. Natürlich war klar, dass wir die Wahl zur WP-Schützenkönigin nicht gewinnen, aber es gab ja Pokale für alle und es war einfach klasse!


Was wirst Du in diesem Jahr ohne Schützenfeste am meisten vermissen?

Das gesellige Beisammensein! Am Samstag (heute/die Redaktion) wären wir nach Elsoff gefahren und am kommenden Wochenende nach Wemlighausen… Aber das Schöne ist ja, dass mein Mann Andreas und ich dann jetzt im kommenden Jahr zum Jubiläumsschützenfest nach Schüllar-Wemlighausen als Königspaar fahren. Da freuen wir uns drauf. Man muss das Positive sehen.


Du bist auch Geschäftsführerin des Schützenvereins Wunderthausen. Was bedeutet der Festausfall für die Vereine?

Als alle Feste abgesagt worden sind, war ich erleichtert. Stell Dir vor, dass wir nicht nach Elsoff und nicht nach Wemlighausen fahren können, dann aber ein paar Wochen später unser eigenes Fest feiern könnten. Das wäre nur ein halbes Schützenjahr gewesen. So richtig wird einem das aber wahrscheinlich erst am dem Wochenende bewusst, an dem gefeiert worden wäre.


Hat der Schieß- und Schützenverein Wunderthausen schon einen Plan B für das Jahr ohne traditionelles Fest?

Nein, noch gar nicht! Wir werden wahrscheinlich die Fahnen raushängen, so wie Schüllar-Wemlighausen. Aber im Moment ändert sich vieles, so dass wir vielleicht ganz kurzfristig etwas entscheiden. Aber ein Schützenfest wird es eben nicht geben.


Und was macht Katja Weller-Wahl dann am eigentlichen Schützenfesttag?

Ich habe einen Lehrgang zu Wild- und Heilkräutern angefangen. Durch Corona haben sich ein paar Termine verschoben und so fällt jetzt ein Wochenendtermin auf das Wemlighäuser Schützenfest und die Prüfung auf unserem Schützenfestwochenende. Außerdem haben mein Mann Andreas und ich am Schützenfestwochenende Petersielenhochzeit. Das war ja auch einer der Gründe, warum ich auf den Vogel geschossen habe.

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