Der beste Chor im Westen

LahnVokal verpasst das Finale vom Chorwettbewerb knapp

„LahnVokal“ singt „Veronika der Lenz ist da“

„LahnVokal“ singt „Veronika der Lenz ist da“

Foto: Ben Knabe / WDR

Feudingen/Köln.  Feudinger Chor stolz auf seine Leistung und nicht enttäuscht, dass am Ende ein anderer „der beste Chor im Westen“ wurde. Das sagt der Vorsitzende.

Am Morgen nach dem großen Fernsehauftritt im Finale des WDR-Wettbewerbs „Der beste Chor im Westen“ überwiegen zwei Gefühle Stolz und Dankbarkeit bei den Sängern von LahnVokal aus Feudingen.

„Die Stimmung ist sehr, sehr gut. Wir sind auch ein bisschen stolz, auf das was was wir geleistet haben und dankbar für die Unterstützung aus ganz Wittgenstein“, berichtet der Vorsitzende des Männerchores, Christian Knoche am Morgen nach dem Wettstreit Telefon.

In die Top Fünf des Gesangswettbewerbs hat es „LahnVokal“ aus Feudingen geschafft. Am Freitagabend sangen sie im Finale des WDR-Wettbewerbs um den Sieg – doch dafür hat es am Ende nicht gereicht. Moderator Marco Schreyl verabschiedete die Wittgensteiner nach der Vorrunde des Finales und dem Urteil der Jury mit Dankesworten: „Ihr habt einen super Job und uns viel Freude gemacht.“ Am Ende aber reichte es nicht für den einzigen reinen Männerchor im Finale. Dafür aber war Südwestfalen mit zwei anderen Formationen dort gut vertreten. Neben den Siegerländerinnen von „Encantada“ aus Neunkirchen kamen die Gemischten Stimmen „Biggesang“ ins Finale. „Biggesang“ gewann am Ende.

Starke Leistungen in der Vorrunde

Zuvor aber hatten alle fünf Finalisten tolle Leistungen in der Vorrunde des Finales gezeigt. Mit ihrer Version des Klassikers „Veronika, der Lenz ist da“ sangen „LahnVocal“ aus Feudingen in der ersten Runde um die Gunst der Jury, die nur drei Chöre in die Endrunde des Finales schicken konnte. Trotz eines starken Auftrittes der Wittgensteiner war an dieser Stelle Schluss im Wettbewerb: Die Jury gab anderen Chören den Vorzug. Die Männer hatten „leichte Schieflagen“ bei ihrem Lied gezeigt, kommentierte Jurorin Jane Comerford. Trotzdem war sie voll des Lobes: „Ich staune über Eure Vielfalt“. Juror Rolf Schmitz-Malburg befand, dass die Feudinger den 30er Jahre Tonfall des Stückes gut getroffen haben, dass es aber auch ein paar Schwächen gab. Dennoch wertete er den Auftritt als „großartige Chorleistung“.

Für die Juroren war es an diesem Freitag nicht einfach, die besten drei Chöre auszuwählen, bevor am Ende das Publikum entscheiden konnte. Jane Comerford: „Unser Herz hängt an an diesen Leuten, aber wir müssen auch fair sein. Das ist bitter für die Chöre, die nicht weiterkommen. Aber alle fünf können sich als Gewinner fühlen.“ Auch Beatrice Egli war eindeutig: „Es wird sehr schwer die letzten drei Chöre auszuwählen.“ Für Giovanni Zarrella waren es „Nuancen“ die entschieden haben.

Jury hat gerecht gerurteilt

Trotz des Ausscheidens haben die Sänger von „LahnVokal“ im Green Room - dem Wartesaal der Künstler - keine Trübsal geblasen. „Nach dem Urteil der Jury war uns klar, dass wir wohl nicht unter die letzten drei kommen würden. Aber das war auch gerechtfertigt“, berichtet der Vorsitzende Christian Knoche, der voll des Lobes für die starke Konkurrenz ist. „Auch unsere Fans, die uns bei den Sendungen begleitet haben, waren beeindruckt von den Chören.“ Nachdem die Feudinger ausgeschieden waren, fieberten sie mit den Finalisten. „Anschließend haben wir uns mit den anderen Chören abgeklatscht, beglückwünscht und gefeiert“, berichtet Knoche. Mit zwei Bussen ging es dann zurück nach Wittgenstein und im Sängerraum dauerte die Party noch bis zum frühen Samstagmorgen.

Jetzt mit ein paar Stunden Pause wächst die Erkenntnis bei den Feudingern, dass sie viel für den Chorgesang in der Region Wittgenstein erreicht haben: „Was war das für ein Ritt. Es war ganz schön anstrengend und nicht einfach“, freut sich Christina Knoche.

Der Gewinner der vierten Staffel von „Der beste Chor im Westen“ - „Biggesang“ aus Olpe - erhält 10.000 Euro und darf mit dem WDR Rundfunkchor in der Heimat auftreten.

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