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Neue Drehleiter: Ein Meilenstein für Erndtebrücker Feuerwehr

Feuerwehrchef Karl-Friedrich Müller übergibt Löschzugführer Dietmar Born die neue Drehleiter. Auf der Leimstruth wird die empfangen, danach geht es auf eine Tour durch die Gemeinde.

Feuerwehrchef Karl-Friedrich Müller übergibt Löschzugführer Dietmar Born die neue Drehleiter. Auf der Leimstruth wird die empfangen, danach geht es auf eine Tour durch die Gemeinde.

Foto: Lisa Klaus / WP

Erndtebrück.  Mit einer Tour durch die gesamte Gemeinde hieß die Feuerwehr Erndtebrück die neue, 620.000 Euro teure Drehleiter willkommen.

In normalen Zeiten wäre es sicherlich eine große Feier geworden und alle Kameradinnen und Kameraden der verschiedenen Löschgruppen wären zum Feuerwehrgerätehaus nach Erndtebrück gekommen um das Ereignis gebührend zu würdigen.

In Zeiten von Corona ist allerdings alles anders. Deshalb hatten sich die Verantwortlichen rund um Feuerwehrchef Karl-Friedrich Müller, Bürgermeister Henning Gronau, Löschzugführer Dietmar Born und den stellvertretenden Löschzugführer Jens Maletschek ein durchdachtes Konzept überlegt.

Ansprechende Präsentation

In diesen Zeiten, wo große Veranstaltungen nach wie vor nicht möglich sind, sollte trotzdem eine entsprechende Präsentation des Fahrzeuges erfolgen.

„Wenn nicht alle nach Erndtebrück kommen können um das Fahrzeug zu begrüßen dann kommen wir eben in die Orte und stellen es vor. Es ist nämlich ein Fahrzeug, dass zukünftig für die Sicherheit aller Erndtebrücker zur Verfügung steht.“ fasste Feuerwehrchef Müller den Ablauf kurz zusammen. Nach Eintreffen der neuen Drehleiter – immerhin eine Investition von rund 620.000 Euro – ging diese am Freitagabend nun also auf Ihre – wenn auch verregnete – Vorstellungsrunde durch die Gemeinde.

„Ich freue mich sehr, dass die neue Drehleiter nun ihre neue Heimat gefunden hat. Alle Kameradinnen und Kameraden haben auf dieses Ereignis gewartet. Deshalb war es uns wichtig, dass alle an diesem Moment teilhaben können.“ so Bürgermeister Henning Gronau.

Corona-Regeln eingehalten

Die Feuerwehr führte ergänzend an: „Wir haben als Feuerwehr eine Vorbildfunktion. Es war daher wichtig, dass die Einhaltung aller Corona-Regeln sichergestellt ist.“ Dafür hatte die Feuerwehr vorher umfangreiche Abstimmungen vorgenommen.

An den verschiedenen Stellen in den Ortschaften waren trotz der kühlen Temperaturen und der gelegentlichen Regentropfen jeweils Kleingruppen zu sehen, die die geregelte Größenordnung der Coronaschutzverordnung nicht überschritten. Hierzu hatte die Feuerwehr in jeder Einheit Kleinstgruppen zusammengefasst, welche zukünftig auch ihren Dienst gemeinsam verrichten.

An diesem Abend standen diese Gruppen erstmalig zusammen mit ihren Fahrzeugen in dieser Form an der Straße. Nach der Ankunft auf der Leimstruth wurde das neue Fahrzeug also aus sicherem Abstand erst der Löschgruppe Balde und dann nacheinander den Löschgruppen Birkefehl, Schameder, Birkelbach und Womelsdorf präsentiert um dann schlussendlich in Erndtebrück seinen Platz einzunehmen.

Auf Ereignis hingefiebert

Wie sehr die Feuerwehr auf dieses Ereignis hingefiebert hat, wurde durch die vielen kleinen Gruppen, die sich in großen Abständen am trotz des Regens am Straßenrand aufhielten, deutlich.

„Man muss einen großen Dank aussprechen, dass dieses Fahrzeug nun tatsächlich auf den Hof fährt“, waren sich Müller und Gronau einig. Diesen Dank richteten Sie sowohl an die Kameradinnen und Kameraden, als auch an die kommunalpolitischen Vertreter.

Umfangreiche Planung

Die Kameradinnen und Kameraden hatten sich in einem umfangreichen Planungsprozess intensiv mit den Anforderungen an das neue Fahrzeug beschäftigt und hatten dadurch noch Einsparungen zur ursprünglichen Überlegung erreichen können.

Durch die Kommunalpolitik war die Entscheidung getroffen worden, dass das Fahrzeug beschafft werden kann. „Es war richtig und wichtig, dass die Kameradinnen und Kameraden nun wieder mit einem

moderneren Fahrzeug ausgestattet werden und somit den Bürgerinnen und Bürgern adäquat Hilfe leisten können. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass in Erndtebrück die Anzahl der drehleiterpflichtigen Gebäude angestiegen ist.

Alter Teleskopmast war 20 Jahre alt

Letztlich erfüllt dieses Fahrzeug auch noch höhere Anforderungen an den Schutz der Einsatzkräfte im Brandfall“, merkte Bürgermeister Gronau an, der auch darauf hinwies, dass der Teleskopmast, den die neue Drehleiter ersetzt, mittlerweile mehr als 20 Jahre alt war. „Der Bürgermeister und ich werden nun den Schlüssel der neuen Drehleiter an den Löschzug weitergeben. Für die Feuerwehr Erndtebrück ist dies ein weiterer Meilenstein in Ihrer Entwicklung“ fasste Karl-Friedrich Müller zusammen.

In den nächsten Wochen wird sich die Einsatzabteilung nun mit der neuen Drehleiter vertraut machen. Anschließend wird sie eingesetzt. „Einige Kameradinnen und Kameraden hatten im Zuge der Abholung die Möglichkeit eine intensive Einweisung durch den Hersteller zu erhalten. Dieses Wissen werden wir nun in die komplette Mannschaft weitergeben.“ so Löschzugführer Born abschließend.

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