Verkehr

Die Rechte der Betuwe-Anlieger

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Wesel. Die Situation für die Anlieger der Betuwe-Linie bleibt unübersichtlich und ist nach wie vor unbefriedigend. Das haben die jüngsten Treffen und Gespräche ergeben (die NRZ berichtete).

Denn sämtliche Bemühungen, für die Anwohner der Schienenstrecke akzeptable Verbesserungen zu erreichen, blieben bislang ohne Erfolg.

Dabei steht das so genannte Planfeststellungsverfahren für den Bau des dritten Gleises im Sommer an, das östlich der jetzigen Trasse gebaut werden soll. Was da auf die Betroffenen zukommt und was für sie im Rahmen der Beteiligung möglich ist, wissen die meisten nicht. Deshalb will die Bürgerinitiative „Betuwe-Linie – So nicht”, die Mitglied der Bundesvereinigung gegen Schienenlärm ist, versuchen Licht ins Dunkel zu bringen. Sie organisiert eine Info-Veranstaltung. Horst Münnich kennt schließlich viele, die wissen möchten, wie sie agieren sollen. Denn die Stadt könne juristisch ja nicht die Interessen Privater vertreten.

Der Abend findet am Dienstag, 23. Februar, um 19 Uhr in der Weseler Niederrheinhalle statt und wartet mit zwei renommierten Fachleuten auf, wie Gert Bork als Sprecher der Bürgerinitiative mitteilt. Zum einen handelt es sich um Dr.-Ing. Gerd Festag, der als öffentlich bestellter Sachver-ständiger beim Ingenieurbüro Dr. Spang in Witten tätig ist. Er referiert rund um das Thema Erschütterungen sowie über die Möglichkeiten und Pflichten der Beweissicherung seitens der Anwohner und der Bahn. Zum anderen kommt Matthias Möller-Meineke, Fachanwalt für Verwaltungsrecht in Frankfurt. Sein Part sind die juristischen Möglichkeiten. Es geht um Einsprüche, Rechte sowie Chancen mit Blick auf den Lärmschutz und um Entschädigungsforderungen der Anwohner.

Nach den Referaten, so kündigt Bork es an, besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Mitglieder der Bürgerinitiative können auf jeden Fall kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen. Zurzeit werden noch Sponsoren für die Referenten gesucht. Gelingt dies, dürfen auch Nicht-Mitglieder gratis kommen. Gelingt dies nicht, wird ein Eintrittsgeld erhoben.

Gert Bork appelliert an die Betuwe-Anrainer: „Nutzen Sie unser Informationsangebot und erhöhen Sie damit Ihre Chancen, aus den Plänen der Bahn für sich noch das Beste zu machen.” Denn anders als in den benachbarten Niederlanden, wo es für Gebäude in bis zu 30 Meter Entfernung von der Bahnlinie Entschädigungen gegeben habe, fehle in Deutschland bislang jegliche Regelung.

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