Corona-Überblick

Corona in NRW: 195 weitere Tote – Inzidenzwert sinkt erneut

FFP2-Masken-Pflicht gegen Corona? Das sagt Virologe Dittmer

In Bayern soll es in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine FFP2-Masken-Pflicht geben. Macht das Sinn? Virologe Dittmer im Interview.

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Essen.   Noch zwei Städte und Kreise in NRW liegen laut RKI über dem Inzidenzwert von 200. Die 7-Tage-Inzidenz in NRW sinkt auf 122,1. Der Überblick.

  • Die Corona-Fallzahlen in NRW sind laut Robert-Koch-Institut um 3334 gestiegen (Stand Samstag, 0 Uhr).
  • In ganz Deutschland wurden 18.678 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in NRW nach Angaben des RKI bei 122,1 und ist damit annähernd erneut gesunken (Vortag: 128,0).
  • Die Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil zwischen Weihnachten bis kurz nach dem Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.
  • Lesen Sie dazu auch: Warum der gesunkene Inzidenzwert trügerisch ist

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: Insgesamt 447.493 Corona-Fälle seit Beginn

Die Coronazahlen in NRW sind am Vortag laut Robert-Koch-Institut um 3334 gestiegen und liegen nun bei insgesamt 444.159 seit Beginn der Krise. In ganz Deutschland wurden 18.678 neue Fälle gemeldet (insgesamt rund 2 Millionen). (Stand: Samstag, 0 Uhr).

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat erneut Bielefeld mit einem Wert von 297,5,0 (Stand: Freitag). Gestern lag der Wert bei 287,0.

Das RKI registrierte 195 weitere Todesfälle in NRW. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in Nordrhein-Westfalen demnach 8838 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.


Coronazahlen letzte Woche und letzten Monat

Am vergangenen Samstag lag die Zahl der bis 0 Uhr gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 4302 (bundesweit: 24694).

Vor vier Wochen waren am Samstag bis 0 Uhr in NRW 6010 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 31300).


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW ist den aktuellen Daten zufolge erneut gesunken und liegt nun bei 122,1 (Vortag: 128,1), wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt gab. Das bedeutet, dass sich in einer Woche rechnerisch etwa 122 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. Damit ist die Inzidenz noch immer weit entfernt vom angestrebten Wert unter 50.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es nach wie vor in Bielefeld mit 279,5 (Stand Samstagf). Dahinter folgen Bottrop (2223,7) und der Kreis Mettmann (184,3). Zwei Städte und Kreise liegen über der Hotspot-Inzidenz von 200, am Vortag waren es drei, davor vier. Am niedrigsten ist die Inzidenz in Münster (67,9).

Die meisten Neuinfektionen hat die Stadt Köln gemeldet (202). Dahinter folgen der Kreis Recklinghausen (153), der Kreis Mettmann (138) und Dortmund (135).

Keine neuen Fälle gemeldet haben Düsseldorf, Herne und der Kreis Minden-Lübbecke.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen variieren oft . Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage

Der Kreis Höxter und der Oberbergische Kreis haben auf die besonders hohen Infektionszahlen bereits reagiert: Von Montag an gelten die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum hier auch in den eigenen vier Wänden. Im Kreisgebiet dürfen sich die Angehörigen eines Hausstandes auch zu Hause grundsätzlich nur mit einer weiteren Person treffen. Die Coronaschutzverordnung für NRW regelt diese Beschränkung lediglich im öffentlichen Raum, etwa auf Straßen oder Spielplätzen.

Zudem trat am vergangenen Dienstag in mehreren Kreisen die 15-Kilometer-Regel in Kraft: Wer in den Kreisen Recklinghausen, Höxter, Minden-Lübbecke und dem Oberbergischen Kreis lebt, darf sich nur noch maximal 15 Kilometer über die Kreisgrenze hinaus bewegen. Hotspots, in denen diese Regel gilt, werden in der jeweils aktuellen Fassung der Corona-Regionalverordnung aufgelistet.


Covid-19-Patienten: 86 Prozent der Intensivbetten in NRW belegt

Auch in den NRW-Krankenhäusern ist die Lage angespannt: Laut DIVI-Intensivregister werden 943 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt, 552 davon müssen beatmet werden. In NRW gibt es aktuell noch rund 967 freie Intensivbetten, das sind 15,0 Prozent der Bettenkapazität. (Stand: Freitag)

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen gegen Coronavirus in NRW laufen

In Nordrhein-Westfalen sind bis zum 13. Januar nach Angaben des Gesundheitsministeriums 217.700 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Am 18. Januar soll begonnen werden, auch das Personal in besonders gefährdeten Krankenhaus-Bereichen zu impfen.

Ab Anfang Februar nehmen dann auch die Impfzentren in den Städten den Betrieb auf. Als erstes erhalten Menschen über 80 Jahren das Angebot, sich impfen zu lassen. Sie müssen sich jedoch auf lange Wartezeiten für einen Termin einstellen – die Rede ist von bis zu zehn Wochen.

Zwischen den Daten, die das Gesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut zum Impf-Fortschritt veröffentlichen, gibt es mitunter Abweichungen. Ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums sagte dazu: „Die Daten des RKI-Impfquotenmonitorings bilden nur einen Teil des bisherigen Impfgeschehens ab. Ursache dafür ist, dass die Meldungen zum Impfgeschehen teilweise mit einigem Verzug übermittelt werden.“

Harter Lockdown bis Ende Januar verlängert

Bund und Länder haben die bestehenden Lockdown-Regeln am Dienstag bis zum 31. Januar verlängert sowie noch strengere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich beschlossen.

So sollen private Treffen nur noch mit einer einzelnen Person außerhalb des eigenen Hausstandes möglich sein, plus betreute Kinder. Lesen Sie hier, welche Regeln ab Montag, 11. Januar, in NRW gelten.

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am 6. Januar in einer Sondersitzung entschieden, wie es an Kitas und Schulen in der Corona-Krise weiter geht:

Die 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen komplett zu Hause unterrichtet werden – bis zur Klasse sechs gibt es aber eine Notbetreuung. Diese Maßnahmen gelten zunächst bis Ende Januar. » Corona in NRW: Ab 11. Januar Distanzunterricht für alle Schüler

In den Kindertagesstätten in NRW gibt es nur noch einen eingeschränkten Pandemie-Betrieb – die Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Finanz- und Familienministerium in NRW haben angekündigt, den betroffenen Familien die Kita-Beiträge im Januar zu erstatten. » Kitas in NRW bleiben offen – Kinder sollen aber nicht kommen

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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