Corona-Lage

Corona in NRW: Inzidenz sinkt unter den Bundes-Durchschnitt

Lesedauer: 8 Minuten
Diskussion über Testpflicht für Corona-Geimpfte

Diskussion über Testpflicht für Corona-Geimpfte

Auch Corona-Geimpfte können sich infizieren und weitere anstecken. Einige Experten halten es für sinnvoll, dass Geimpfte sich für Veranstaltungen dennoch testen lassen sollten.

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Essen.   In NRW zählte das RKI am Freitag 1749 Corona-Neuinfektionen. Die 7-Tages-Inzidenz sank auf 61,2, der bundesweite Wert ist höher. Der Überblick.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW ist weiter gesunken und liegt am Freitag bei 61,2 (Mi: 65,2). Der bundesweite Wert liegt jetzt bei 62,5.
  • 1749 Corona-Neuinfektionen registrierte das RKI binnen eines Tages in NRW.
  • 388 Covid 19-Patienten werden in NRW aktuell im Krankenhaus auf einer Intensivstation behandelt
  • 72,0 Prozent der NRW-Bürgerinnen und -Bürger ist mindestens einmal geimpft, 66,7 Prozent haben vollen Impfschutz.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Welche Inzidenzstufe gilt in meinem Kreis? Zum Thema ↓
  3. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  4. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 1749 neue Fälle beim RKI gemeldet

Die Corona-Fallzahlen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 1749 angestiegen und liegen nun bei insgesamt 947.843.

In ganz Deutschland wurden 9.727 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 4.181.393 (Stand Freitag 0 Uhr).

Zum Vergleich: Vor einer Woche wurden in NRW 2005 und in Deutschland insgesamt 8.829 Corona-Neuinfektionen gezählt.

Neue Corona-Schutzverordnung in NRW: Diese Kennzahlen sind jetzt entscheidend

Die Inzidenz ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. Künftig sollen über diese beiden Werte hinaus auch die folgenden Faktoren mit berücksichtigt werden, für die es aber kein festen Grenzwerte gibt:

  • die Zahl der Kapazitäten an Intensivbetten
  • der Anteil der intensivpflichtigen Covid-19-Fälle an der Intensiv-Behandlungskapazität
  • die Impfquote
  • die Zahl der Todesfälle
  • die Altersstruktur der Infizierten
  • die Entwicklung des R-Wertes

Die Neuinfektionen finden Sie hier in der Grafik:


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Kreis Lippe mit einem Wert von 151,6 (Stand: Freitag). Gestern lag der Wert bei 168,6 (-17,0). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Kleve mit 19,8 (-4,8).

In Oberhausen ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +9,5 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Lippe (-17,0).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt der Stadt Essen gemeldet (98). Dahinter folgen Düsseldorf (96), Köln (86) und der Kreis Lippe (74).

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird. Seitdem die Daten des RKI entscheidend für die Notbremse und Inzidenzstufen sind, geben einige Städte nur noch diese Werte an.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

Die Zahl der Corona-Patienten steigt in Nordrhein-Westfalens Krankenhäusern weiter an. Nach einer Übersicht der Landesregierung (Datenstand 22. September) lagen 388 Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern auf Intensivstationen. Zu den Pandemiehöhepunkten Ende Dezember und Anfang Mai mussten jeweils mehr als 1100 Corona-Infizierte intensivmedizinisch in Kliniken des bevölkerungsreichsten Bundeslandes behandelt werden.

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind laut DIVI-Register aktuell 5178 der 6019 Intensivbetten belegt. Das entspricht einer Auslastung von 86,03 Prozent.

Der vom Landeszentrum Gesundheit (LZG) ausgewiesene Index, der den Anteil der Covid-19-Patienten an betreibbaren Intensivbetten beschreibt, liegt bei 7,18 Prozent (Stand 23. September). Die Hospitalisierungsinzidenz liegt laut LZG bei 1,50 (für den Zeitraum 16. bis 22. September, Stand 23. September).

Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldet das RKI in NRW 22 neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 17.716 Menschen seit Beginn der Pandemie an einer Covid-19-Infektion gestorben, bundesweit 93.303.

Nach Angaben der Landesregierung NRW liegt der R-Wert im Sieben-Tage-Schnitt bei 0,76. Das würde eine Entspannung der pandemischen Lage bedeuten, weil eine Person im Schnitt weniger als eine weitere Person ansteckt.

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 66,7 Prozent der Bürger haben vollen Impfschutz

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 24.878.123 an. Davon sind 12.913.679 Erstimpfungen und 11.964.444 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 72,0 Prozent. 66,7 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz.

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 67,5 Prozent (Zweitimpfung: 63,6 Prozent). Seit Dezember wurden in ganz Deutschland 108.973.088 Corona-Impfdosen verabreicht.

Seit dem 7. Juni ist die Impf-Priorisierung in NRW aufgehoben. Die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson waren in Arztpraxen bereits zuvor für alle freigegeben. Auch Kinder ab zwölf Jahren dürfen sich nun impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Empfehlung der Impfung von Kindern abgegeben. In der EU ist der Impfstoff von Biontech für alle Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, zuletzt hat die EMA auch den Impfstoff von Moderna bei Kindern ab 12 Jahren freigegeben.

Am 1. Juli hat die Stiko ihre Impfempfehlung für die Menschen geändert, die bei der Erstimpfung mit Astrazeneca ("Vaxzevria") geimpft worden sind: Demnach wird empfohlen, bei der Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff zu verwenden (Moderna bzw. Biontech/Pfizer).

Diese Empfehlung war bis dato eingeschränkt auf Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben. Bereits seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft – an Jüngere jedoch auch auf Verlangen: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Impfpriorisierung ist gefallen: Hier können Sie geimpft werden

  • Arztpraxen impfen in eigener Verantwortung, es bleibt also den jeweiligen Arztpraxen überlassen, welchen Patienten sie einen Impftermin vergeben.
  • Die Betriebsärzte werden mit in die Impfkampagne einbezogen. Der Bund stellt dafür die Impfdosen zur Verfügung.
  • Auch in den Impfzentren ist die Priorisierung aufgehoben. Seit Mitte Juli können Menschen in NRW auch ohne Termin ins Impfzentrum gehen und sich dort kurzfristig impfen lassen. In den Impfzentren dürfen auch Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren geimpft werden. Voraussetzung ist, dass Kinder- und Jugendärzte vor Ort sind.
  • Die Impfzentren schließen spätestens am 30. September. Im Anschluss wird die Impfung vor allem über die Arztpraxen weiterlaufen. So soll es im Anschluss weitergehen.
  • Die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen haben online Listen von Arzt-Praxen veröffentlicht, die nach Schließung der Impfzentren auch Praxis-fremde Personen impfen. Hier finden Sie die Übersicht.

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