Corona-Lage

Corona NRW: 5717 neue Fälle, 13 Kommunen über Inzidenz 200

Lesedauer: 8 Minuten

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Schulunterricht in der Pandemie? Darüber sollten Kinderärzte entscheiden, sagt Virologe Dittmer. Und: Steigen die Zahlen, weil wir mehr testen?

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Essen.   Die Corona-Fallzahlen in NRW steigen weiter: Am Freitag meldete das RKI 5717 Neuinfektionen, bundesweit wurden 25.831 gezählt. Der Überblick:

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW ist Daten des Robert-Koch-Instituts weiter gestiegen, am Freitag um 5717 (Stand Freitag, 0 Uhr).
  • In ganz Deutschland wurden 25.831 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW ist erneut gestiegen auf 162,7.
  • 52 Menschen in NRW sind in den vergangenen 24 Stunden mit oder an einer Corona-Infektion verstorben.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 5717 neue Fälle beim RKI gemeldet

Die Corona-Fallzahlen in NRW und Deutschland steigen weiter rasant und liegen beinahe wieder auf dem bisherigen Höchststand im Dezember. So meldet das RKI am Freitag 5717 neue Corona-Infektionen in NRW.Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 669.472 Covid-Fälle in NRW gezählt.

In ganz Deutschland wurden 25.831 neue Fälle gemeldet - am Vortag waren es 29.426. Damit wurden bundesweit ingesamt 3.099.273 Corona-Fälle erfasst.

In NRW sind gestern 52 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Seit Beginn der Corona-Pandemie waren dies insgesamt 14.813 Todesfälle in NRW (Stand Freitag, 0 Uhr)

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW stieg von 158,6 auf 162,7 (bundesweit im Vergleich zum Vortag unverändert: 160,1).


Coronazahlen vergangene Woche und letzten Monat

Am vergangenen Freitag lag die Zahl der bis 0 Uhr gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 4731 (bundesweit: 25.464).

Vor vier Wochen waren am Freitag bis 0 Uhr in NRW 3473 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 17.482).


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die rechnerische Sieben-Tage-Inzidenz für NRW liegt nach RKI-Angaben am Dienstag bei 162,7. Das bedeutet, dass sich in NRW innerhalb einer Woche rechnerisch fast 163 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz meldet das RKI für Remscheid mit einem Wert von 336,8 (Stand: Freitag). Gestern lag der Wert bei 327,8 (+9,0). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für die Stadt Bottrop mit 79,1 (-11,1). Bottrop und der Kreis Coesfeld (87,9) waren am Freitag die einzigen unter 53 Großstädten und Kreisen in NRW, die noch unterhalb der Sieben-Tages-Inzidenzmarke von 100 liegen.

Im Vergleich zum Vortag am stärksten gestiegen ist der Inzidenz-Wert im Oberbergischen Kreis (+40,0) gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Euskirchen (-25.3).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt des Kreis Recklinghausen gemeldet (267). Dahinter folgen Köln (248), der Kreis Mettmann (227) und der Oberbergische Kreis (217).

Notbremse ab einem Inzidenzwert von 100

Ab einem Inzidenzwert von 100 wird in NRW die "Notbremse" gezogen. Lockerungen werden dann zurückgenommen und das öffentliche Leben wieder stärker eingeschränkt. Die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnelltest erlauben.In NRW haben aktuell 51 der 53 Städte und Kreise eine Inzidenz höher als 100 (Stand: Freitag)

In 13 Städten und Kreisen liegt der Inzidenzwert sogar über 200:

  • Remscheid (336,8)
  • Hagen (276,1)
  • Oberbergischer Kreis (248,8)
  • Mülheim an der Ruhr (227,4)
  • Wuppertal (223,9)
  • Solingen (223,6)
  • Märkischer Kreis (214,5)
  • Duisburg (212,2)
  • Krefeld (208,9)
  • Kreis Unna (208,4)
  • Gelsenkirchen (206,4)
  • Rheinisch-Bergischer Kreis (205,8)
  • Kreis Siegen-Wittgenstein (204,4)

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende weniger getestet wird.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5107 der 5747 Intensivbetten belegt. 640 Betten sind noch frei. Das entspricht 11,1 Prozent. (Stand: 16. April, 4.19 Uhr).

In mehreren Städten melden nun erste Kliniken, dass sie an die Grenzen ihrer Notfallkapazitäten angekommen seien. Intensivmediziner erwarteten weiter deutlich steigende Fallzahlen. Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Corona NRW: Zweitimpfung für unter 60-Jährige mit mRNA-Impfstoffen

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 4.395.698 an. Davon sind 3.297.414 Erstimpfungen und 1.098.284 Zweitimpfungen. In den Daten enthalten sind Impfungen in Impfzentren, Krankenhäusern, in Hausarztpraxen und durch mobile Impfteams. Für das gesamte Bundesland ergibt sich so eine Erstimpfquote von 18,4 Prozent. 6,1 Prozent der Menschen in NRW haben bereits einen vollen Impfschutz.

Auf kommunaler Ebene veröffentlichen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Nordrhein und Westfalen-Lippe Impfdaten. Dort stehen jedoch nur Zahlen aus Impfzentren, Hausarztpraxen und von Impfteams zur Verfügung. Die Zahl der Impfdosen in Krankenhäusern fehlt also. Ohne die Kliniken ergibt sich für ganz NRW aus den KV-Daten eine Zahl von 3.235.449 Erst- sowie 1.032.989 Zweitimpfungen, summiert 4.268.438. In dieser kommunalen Statistik fehlen demnach 127.260 Impfdosen gegenüber den Angaben des Robert-Koch-Instituts.

Legt man die Statistik der Kassenärztlichen Vereinigungen zugrunde, gibt es die höchste Erstimpfquote im Kreis Olpe (23,1 Prozent). Auf Platz 2 liegt die Stadt Hagen (22,9 Prozent), gefolgt von Bonn (22,5 Prozent). Schlusslicht ist der Rhein-Sieg-Kreis mit einem Anteil von 14,6 Prozent. Die Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein sind auf Stand vom 15.04., die der KV Westfalen-Lippe ebenfalls vom 15.04..

Bei den Zweitimpfungen liegt nach wie vor die Stadt Bonn vorn mit einem Anteil von 7,7 Prozent. Die geringste Zweitimpfquote hat aktuell Dortmund (4,6 Prozent).

Seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt. Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen nach für die zweite Impfung auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff umsteigen. Das haben Bund und Länder nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission entschieden.

Corona-Regeln in NRW: Schulen starten am 19. April in den Wechselunterricht

Die Schulen sind nach den Osterferien vorerst mit Distanzunterricht gestartet. Ab dem 19. April starten die Schulen in NRW wieder in den Wechselunterricht. Das allerdings ist davon abhängig, inwieweit im jeweiligen Landkreis oder der Großstadt die Sieben-Tages-Inzidenz unterhalb von 200 liegt.

Lockdown bis zum 18. April verlängert

Der derzeitige Lockdown ist bis zum 18. April verlängert. Darauf hatten sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin in den Beratungen vom 22. März geeinigt. Der für den 12. April geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern wurde abgesagt, stattdessen soll es einheitliche Regeln zur Pandemie-Bekämpfung geben. Welche neuen Regeln bald gelten könnten.

Die Details zum Corona-Gipfel lesen Sie hier:

In Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf ist weiterhin ein medizinischer Mund-Nase-Schutz Pflicht, FFP2-Masken sind ebenfalls möglich. Nicht zugelassen im ÖPNV und Geschäften sind Alltagsmasken.

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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