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Corona-Pandemie

Aktuelle Corona-Regeln in NRW: Wo jetzt 2G, 2Gplus, 3G gilt

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Neue Coronaregeln in NRW treten am Mittwoch in Kraft

Neue Coronaregeln in NRW treten am Mittwoch in Kraft

Am 24. November treten in NRW schärfere Coronaregeln in Kraft. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann informierte über die Maßnahmen.

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Essen/Düsseldorf.   Die neue Corona-Schutzverordnung sorgt in NRW für Einschränkungen. Arbeitsplatz, Einzelhandel, Gastronomie: Hier gilt jetzt 2G, 2Gplus und 3G.

  • Die neue Corona-Schutzverordnung in NRW tritt am 4. Dezember in Kraft. Sie sieht weitreichende Einschränkungen für Ungeimpfte vor.
  • Beim Corona-Gipfel am 2. Dezember haben Bund und Länder weitere Verschärfungen beschlossen.
  • Im Einzelhandel gilt deshalb ab 4. Dezember 2G, als Einrichtungen mit hohen Infektionsrisiken müssen deshalb Clubs und Diskotheken komplett schließen.

Wer nicht geimpft oder genesen ist, wird in Nordrhein-Westfalen weitgehend vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Von diesen Regeln ausgenommen sind alle Kinder und Jugendlichen bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren sowie alle Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Bis einschließlich 16. Januar 2022 sind zudem Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren Immunisierten gleichgestellt, wenn es um die eigene Ausübung sportlicher, musikalischer oder schauspielerischer Aktivitäten geht.

Bereits seit dem 24. November galt in NRW für den gesamten Freizeitbereich 2G. Wer ins Kino, zum Sport, ins Stadion, auf den Weihnachtsmarkt, ins Restaurant oder ins Theater möchte, muss geimpft oder genesen sein. Ausgeweitet wurde die 2G-Regel nun auf den Einzelhandel, ausgenommen sind jedoch Geschäften des täglichen Bedarfs (ab 4. Dezember).

Clubs, Diskotheken und vergleichbare Einrichtungen bleiben ab dem 4. Dezember komplett geschlossen, da sie als Infektionstreiber gelten.

Wo aktuell 2G gilt:

(Geimpft oder genesen)

  • Im gesamten Freizeitbereich, also etwa in Stadien, Restaurants und im Kino.
  • Bibliotheken, Museen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Theater.
  • Tierparks, zoologische Gärten, Freizeitparks.
  • Schwimmbäder und Wellness-Einrichtungen.
  • Auf Weihnachtsmärkten und Volksfesten wird zusätzlich zu 2G eine Maskenpflicht empfohlen – überall dort, wo Menschenansammlungen nicht zu vermeiden sind.
  • Körpernahe Dienstleistungen mit Ausnahme von Friseuren und medizinischen Diensten wie Fußpflege.
  • Touristische Übernachtungen und Busreisen.
  • Einzelhandel (bis auf Geschäfte, die den täglichen Bedarf abdecken. Das sind Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Zeitungskisoke, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. Warenhäuser mit einem Mischsortiment, bei denen der tägliche Bedarf überwiegt, sind ebenfalls ausgenommen).

Wo aktuell 2Gplus gilt:

(geimpft oder genesen plus ein negativer Test)

  • Private Feiern mit Tanz.
  • Tanz- , Karnevals- oder vergleichbare Brauchtumsveranstaltungen wie Schützenfeste.
  • Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen.

Wo aktuell 3G gilt

(geimpft, genesen oder negativ getestet)

  • Versammlungen im Freien mit mehr als 2500 Menschen, wenn die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,50 Meter gewährleistet werden kann.
  • Für Sportler im Amateur- und Profisport (mit negativem PCR-Test).
  • Messen und Kongresse.
  • Hochschulen und Universitäten, Bildungsangebote.
  • Angebote der Jugendsozialarbeit.
  • Kontaktlose Ausleihe und Rückgabe in Bibliotheken. Nur für den Zutritt in Hochschulbibliotheken gilt für Hochschulangehörige die 3G-Regel.
  • Beerdigungen und standesamtliche Trauungen.
  • Sitzungen politischer Gremien.
  • Nicht touristische Übernachtungen - etwa aus beruflichen Gründen. Dabei müssen nicht immunisierte Personen am Tag der Anreise und erneut nach jeweils vier Tagen einen Coronatest vorlegen.
  • Friseur und medizinische Fußpflege.

Kontrolliert werden müssen die Nachweise von den jeweiligen Verantwortlichen der Angebote. Zur Überprüfung soll dabei die vom Robert-Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden. „Zudem ist mindestens im Rahmen angemessener Stichproben auch ein Abgleich der Nachweise mit einem amtlichen Ausweispapier vorzunehmen“, heißt es in der aktualisierten Coronaschutzverordnung, die das Land hier als PDF zum Download anbietet.

Wer gegen die neue Verordnung verstößt, dem drohen ab sofort saftige Bußgelder – wer sich etwa nicht an die Maskenpflicht hält, kann künftig mit 150 Euro statt bislang 50 Euro zur Kasse gebeten werden.

In NRW sind eine Million Beschäftigte ungeimpft

Die tägliche Organisation und Kontrolle der Schnelltests von ungeimpften Beschäftigten dürfte auch NRW vor eine logistische Meisterleistung stellen: Rund eine Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in NRW sind nicht geimpft - sie müssen nun täglich getestet werden. Die Arbeitgeber haben ein Anrecht darauf zu erfahren, ob ihre Beschäftigten geimpft sind. (mit dpa)

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