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Corona in NRW: Meldungen vom Freitag (27. März)

Virologe: Italienische Verhältnisse wird es hier nicht geben

Wie sinnvoll ist das Kontaktverbot? Erwarten uns "italienische Verhältnisse"? Virologe Prof. Dr. Ulf Dittmer beantwortet Fragen zur Coronakrise.

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Düsseldorf.  Der Kreis Heinsberg wird zum Labor für ganz Deutschland, das Abi wird verschoben, die Zahl Infizierter steigt auf über 12.000: Unser Newsblog.

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  • Die Abschlussprüfungen in NRW werden um drei Wochen verschoben und beginnen am 12. Mai, Nach bisherigem Stand öffnen die Schulen wieder am 20. April.
  • 11.523 Corona-Fälle sind in NRW inzwischen gemeldet (Stand 27. März, 10 Uhr). 88 Menschen sind in NRW nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums aufgrund einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben.
  • Das Land NRW lässt mit einer wissenschaftlichen Studie im Kreis Heinsberg erforschen, wie die Corona-Krise überwunden werden kann. Heinsberg habe eher als die meisten anderen Regionen die Ausbreitung des Virus und die Folgen erlebt. Deswegen könne hier am besten erforscht werden, wie die Lage überwunden werden kann.
  • Bundesrat beschließt umfassendes Hilfspaket. Der Newsblog zum nationalen und internationalen Geschehen.
  • Hier finden Sie unsere Newsblogs aus den Städten.

Wir beenden unseren Newsblog für Freitag. Ab Samstagmorgen halten wir Sie hier wieder mit allen aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise auf dem Laufenden.

+++++ Alle Meldungen aus NRW im News-Ticker +++++

22.01 Uhr: Das Portal für Online-Anträge auf staatliche Soforthilfen für kleinere Betriebe in NRW ist am Freitag mit einem hohen Andrang gestartet. Einem Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums zufolge gingen am Nachmittag nach dem Beginn um 15 Uhr bis 18.30 Uhr rund 36 000 Anträge ein. Wir erklären, welche Corona-Hilfen es gibt:

21.29 Uhr: Die JVA Gelsenkirchen trifft Vorsorge wegen der Corona-Pandemie. Jetzt wurden 25 Insassen aus der Haft entlassen, 15 weitere könnten folgen.

20.51 Uhr: Bei schweren Verläufen einer Corona-Infektion zeigen sich bestimmte Symptome. Was die lebensbedrohlichen Alarmzeichen sind, erklärt Prof. Ulf Dittmer, Chef des Instituts für Virologie am Uni-Klinikum:

20:44 Uhr: Das Coronavirus-Problem in einem Essener Seniorenheim hat ein weitaus größeres Ausmaß, als zunächst angenommen: 29 Altenheim-Bewohner und sechs Pflegekräfte sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher muss das ganze Haus isoliert werden.

20.27 Uhr: Auch Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus lässt die Coronakrise nicht kalt: Mit "Help your Hometown" hat er eine Aktion ins Leben gerufen, die lokale Kleinunternehmer unterstützt.

19:50 Uhr: In den kommenden Tagen sollen 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach NRW gebracht werden. Mehrere Kliniken nehmen insgesamt zehn Patienten aus Italien und vier aus Frankreich auf, wie die NRW-Staatskanzlei am Freitagabend mitteilte. Die Infizierten aus Italien würden von der Luftwaffe ins Bundesland geflogen. Unter anderem das St.-Josef-Hospital in Bochum nimmt als Geste der Solidarität zwei schwer erkrankte Corona-Patienten aus Norditalien auf.

19 Uhr: Als eine der ersten Städte in Deutschland empfiehlt nun Oberhausen, in der Corona-Krise einen Mundschutz zu tragen, wenn sich das Abstandsgebot von anderthalb bis zwei Metern zwischen zwei Personen im Alltag nicht einhalten lässt.

18.38 Uhr: In der Corona-Krise hofft der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof auf Staatshilfe. Beschäftigte gehen in Kurzarbeit.

18.31 Uhr: Mehr als 50 Städte in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich an der Aktion Earth Hour. Eine Stunde lang bleibt am Samstagabend (20.30) an vielen öffentlichen Gebäuden das Licht aus. Auf diese Weise will die von der Umweltorganisation WWF ins Leben gerufene Aktion ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Versammlungen vor dunklen Gebäuden wie in den vergangenen Jahren darf es wegen der Coronavirus-Beschränkungen nicht geben. Der WWF ruft die Unterstützer deshalb auf, diese Earth Hour in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Warum eine Klimaschutzaktion auch in Zeiten von Greta Thunberg nötig ist:

17:57 Uhr: Pflegedienste im Ruhrgebiet fordern Landesvorgaben für den Umgang mit Mitarbeiter unter Corona-Verdacht. Denn teils dürfen sie ungetestet zur Arbeit.

17.30 Uhr: Trotz der Kritik soll die Corona-Quarantänehalle in Menden bleiben.

17 Uhr: Die Läden geschlossen, die Beschäftigten in Kurzarbeit – der Einzelhandel in Deutschland ist wegen der Corona-Pandemie weitgehend heruntergefahren. Das hat nicht nur für die Unternehmen bittere Folgen, sondern auch für Eigentümer der Handelsimmobilien. Denn Ketten wie Deichmann, H&M, Adidas und andere haben angekündigt, ab 1. April ihre Mieten und Nebenkosten nicht mehr zu bezahlen. Und erzeugen damit einen Aufschrei in der Immobilienbranche.

16.54 Uhr: Bei der Bewältigung der Corona-Krise sind Erfahrung und Fachwissen gefragt: Mülheimer Ärzte und Feuerwehrleute kommen aus dem Ruhestand zurück:

16.48 Uhr: Am 13. September soll in NRW die Kommunalwahl stattfinden. Wegen der Corona-Krise sei das unmöglich, so Politiker aus dem Sauerland. Das sind ihre Gründe.

16.45 Uhr: Der Streit zweier Frauen an einer Supermarktkasse in Essen ist eskaliert. Ein Einkaufswagen schießt an der Kasse vorbei, rollt über den Parkplatz - mit jähen Folgen.

16.33 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die aktuellen Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in erneut deutlich gestiegen: Demnach gibt es mittlerweile 12.017 bestätigte Infektionsfälle. 88 Menschen sind an Covid-19 verstorben. Zum Vergleich: Am Donnerstagnachmittag waren 10.872 Erkrankte und 82 Todesfälle gemeldet worden. Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren nach Angaben des Ministeriums am Freitag 1166 Menschen (Stand 16.30 Uhr) mit dem Virus infiziert. Am Vortag waren es (Stand 16:00 Uhr) 1124 gewesen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 2 auf 30. In Köln stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit 1017 über die Tausender-Marke. Am Vortag waren es 980.

16.26 Uhr: Nationalspieler Ilkay Gündogan unterstützt die vom Coronavirus besonders betroffenen Menschen im Kreis Heinsberg. Wie der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) am Freitag mitteilte, trägt der Profi von Manchester City mit privaten Spenden zu einem Einkaufsservice für Bedürftige und zu Dankeschön-Paketen für das Pflegepersonal auf den Intensivstationen der Heinsberger Krankenhäuser bei. „Ich habe in Manchester die Nachrichtenlage in Deutschland intensiv verfolgt. Bei mir hängen geblieben sind dabei die Bilder aus dem besonders stark betroffenen Landkreis Heinsberg. Deshalb wollte ich genau dort eine Hilfsaktion starten, wo die Not am größten ist“, sagte der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler.

16.22 Uhr: Die Corona-Pandemie hat auch Konsequenzen für den ohnehin durch Sturm und Borkenkäfer geplagten Wald in Brilon. Es droht ein massives Problem.

16.17 Uhr: Die Fallzahlen steigen weiter an, auch in Düsseldorf. Wie es auf Nachfrage dieser Redaktion heißt, sind mit Stand Donnerstag, 26. März, 60 Prozent der Erkrankten männlich. Die meisten Erkrankten in Düsseldorf sind den Angaben des Gesundheitsamts zu Folge zwischen 30 und 39 Jahre alt.

16.04 Uhr: Zwei Nimweger haben auf Facebook ein Quarantäne-Café zum Feiern gegründet. So wollen sie Menschen während der Corona-Pandemie verbinden.

15.50 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt auch im Kreis Kleve weiter an. Es gibt 211 bestätigte Fälle – mehr als 700 Menschen sind in Quarantäne. Auch im Kreis Wesel ist die Zahl der Coronavirus-Fälle erneut angestiegen – auf nun insgesamt 208.

15.46 Uhr: Eine Tüte mit Essen, Hundefutter und etwas warmer Kleidung: Menschen ohne Obdach und Bedürftige können sich am „Gabenzaun“ bedienen. In Düsseldorf hängen die Tüten unter anderem am Rheinufer-Geländer mitten in der Stadt. „Aktuell gehen etwa 50 Tüten jeden Tag weg“, berichtete Organisatorin Franziska Röhr am Freitag. Mit Familie und Freunden hat sie die Aktion gestartet für Menschen, die kein Zuhause haben oder die, wie die Flaschensammler, derzeit nichts einnehmen. „Es wird sehr gut angenommen“, erzählt die 32-Jährige: Bedürftige nehmen sich, was sie brauchen. Andere werden zu Spendern und hängen Tüten an den Zaun. Auch in Köln gibt es eine solche Aktion.

15.42 Uhr: Angesichts der Corona-Krise wird der Ruf nach Staatshilfen für den Dortmunder Flughafen laut. „Der Flughafen wird von der Corona-Krise hart getroffen“, sagte Guntram Pehlke, der Chef der Flughafen-Muttergesellschaft DSW21. Am Dortmunder Flughafen arbeiten Unternehmensangaben zufolge mehr als 2000 Menschen in unterschiedlichen Berufen.

15.38 Uhr: Menden beklagt den ersten Corona-Toten. Ein 85-Jähriger aus Fröndenberg stirbt am Coronavirus im Vincenz-Krankenhaus. Alle Infos zur Lage.

15.35 Uhr: Derzeit fahren frühmorgens nur die Nachtexpress-Busse. Das sei nicht zumutbar, meint der Fahrgastverband Pro Bahn. Die Stoag weist dies zurück.

15.27 Uhr: Eigentlich sollte das elektronische Antragsverfahren für Soforthilfen am Freitagmittag starten. Weil aber offenbar letzte Absprachen zwischen Bund und Ländern noch nicht abgeschlossen sind, verzögert sich das aber, heißt es aus dem NRW-Wirtschaftsministerium. In anderen Bundesländern sind die Anträge schon online.

15.20 Uhr: In einem Altenheim der Awo in Witten gibt es den ersten bestätigten Corona-Fall. Das hat nun Konsequenzen für den gesamten Wohnbereich:

15.12 Uhr: Der Duisburger Stadtwerketurm soll in Weiß erstrahlen – als Zeichen der Dankbarkeit für den Einsatz vieler Alltagshelden in der Corona-Krise.

15.02 Uhr: Die Stadt Duisburg hat per Allgemeinverfügung neue Regeln für den Einkauf im Supermarkt erlassen. Eine davon besagt: Hamsterkäufe sind verboten. „Es dürfen nur Waren in einem haushaltsüblichen Umfang an eine Person abgegeben werden“, heißt es in der Regelung:

14.50 Uhr: Mehr als ein Viertel der Infizierten im Hochsauerlandkreis stammt aus Schmallenberg. Der Bürgermeister richtet sich mit einem Appell an die Bürger - und will „Danke“ sagen:

14.40 Uhr: Die Uni Münster macht Medizinstudenten im Schnelldurchlauf fit für die Aufnahme und Versorgung von Corona-Patienten in Krankenhäusern. Dafür hat die Medizin-Fakultät eine einwöchige Fortbildung entwickelt, die üblicherweise ein halbes Jahr dauert, teilte die Uniklinik Münster am Freitag mit. Weil der Lehrbetrieb an den Universitäten in NRW derzeit ruht, hatte die Uni Münster bei ihren 3000 Medizinstudenten nachgefragt, wer sich im Kampf gegen das Coronavirus freiwillig engagieren will. 1800 hätten sich gemeldet, erklärte die Uniklinik. Freiwillige mit abgeschlossener Pflegeausbildung wurden sofort an die Klinik übergeben, für die anderen sei die Fortbildung entwickelt worden. Seit dieser Woche sind die ersten 100 Studenten fertig und werden neben der Uniklinik auf Krankenhäuser in der Region verteilt. In der nächsten Woche sollen weitere 500 Studenten folgen. Die Ausbilder haben derzeit allerdings ein praktisches Problem. Für das Training fehlen noch 350 Schutzmasken.

14.38 Uhr: Ein umfangreiches Paket für die wirtschaftliche Abfederung der Corona-Krise hat der Bundestag am Mittwoch beschlossen. Andere Hilfen hat das Land bereits auf den Weg gebracht. Doch wie sehen Betroffene die Maßnahmen, was bringen sie ihnen? Ein Firmeninhaber und eine Künstlerin berichten:

14.35 Uhr: Acht Minuten und zehn Sekunden dauert das Video, und es ist alles andere als gewöhnlich – wie ja überhaupt sehr wenig gewöhnlich ist in diesen Zeiten, in denen der Fußball wegen der Corona-Pandemie ruht. Carsten Cramer, Marketing-Geschäftsführer von Borussia Dortmund, wendet sich an die Fans. Und er spricht nicht lange um den heißen Brei herum, denn die Corona-Krise trifft auch den BVB: „Die Lage beim BVB ist sehr ernst“, sagt er. „Das gesamte Fußballsystem ist ernsthaft in Gefahr.“

14.27 Uhr: Turbulenter Einsatz für die Polizei Oberhausen: Nach einer Corona-Kontaktkontrolle eskalierte die Situation – erst vor Ort, dann auf der Wache, wie die Beamten am Freitag mitteilten. Zwei Frauen randalierten, nachdem sie sich zuvor in einer größeren Gruppe auf einem Parkplatz berauscht hatten.

14.19 Uhr: Seit Freitagmittag können Selbstständige ihren persönlichen Rettungsschirm beantragen: Der Zuschuss soll ihnen dabei helfen, die Corona-Krise zu überstehen: Wir geben einen Überblick über die finanziellen Hilfen:

14.05 Uhr: Tagesmütter sollen helfen, die Kinder von Eltern mit wichtigen Berufen zu betreuen. Ihre eigenen Kinder allerdings können dabei zum Problem werden - sie sollen nach Willen des Familienministeriums fremdbetreut werden. Eine Tagesmutter berichtet:

14.02 Uhr: Die „Finals Rhein-Ruhr 2020“ in NRW werden wegen der Coronavirus-Pandemie nicht zum geplanten Termin stattfinden. Das Multi-Sportevent, das im August 2019 in Berlin eine erfolgreiche Premiere gefeiert hatte, sollte am ersten Juni-Wochenende (6./7. Juni) in den fünf Städten Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen, Aachen und Neuss ausgetragen werden. Insgesamt waren Wettkämpfe in 19 Sportarten mit rund 3700 Athletinnen und Athleten geplant. ARD und ZDF wollten die Wettkämpfe 20 Stunden live übertragen. Laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich das Land mit vier Millionen Euro am Budget für die Ausrichtung der Finals beteiligt.

14 Uhr: Für den Duisburger Sparkassen-Vorstandschef Joachim Bonn rücken in diesen Tagen die Wirtschaftszahlen des Unternehmens ganz weit in den Hintergrund: „Jetzt ist es wichtig, dass wir die Corona-Krise gemeinsam bewältigen und zunächst den Kunden beistehen“, sagte er am Freitag im Rahmen der Bilanzpressekonferenz. Noch bevor zum 1. April die offiziellen Hilfsprogramme von Bund und Land für Unternehmen starten, hat die Sparkasse Duisburg ihren Privat- und Geschäftskunden schon Soforthilfe-Angebote gemacht.

13.55 Uhr: Mit den Worten „Ich habe Corona“ hat ein 38-Jähriger einen jungen Mann an einer Supermarktkasse in Brilon im Sauerland angehustet - und nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung am Hals. Der 38-Jährige sei aggressiv aufgetreten und habe sich über eine kurzzeitig unbesetzte Kasse aufgeregt, erklärte die Polizei am Freitag. Ein 24-Jähriger habe bei dem Vorfall am Donnerstag versucht, den Mann zu beruhigen. Dabei sei er dann angehustet worden. Ob der 38-Jährige tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse nun das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises prüfen, sagte ein Polizeisprecher. Auch in Gütersloh wurden Menschen absichtlich angehustet. In der Fußgängerzone habe ein 52 Jahre alter Rollstuhlfahrer am Donnerstagmittag mehrere Menschen grundlos bedrängt. Die 57-jährige, die er zuerst belästigte und anhustete, verständigte die Polizei. Für den Gütersloher zieht das ein Strafverfahren wegen Körperverletzung nach sich.

13.52 Uhr: Die Kapazitäten für Corona-Tests könnten in Deutschland nach Überzeugung des Bonner Virologen Hendrik Streeck deutlich erweitert werden. Zwar fehlten für die klassischen Tests viele Materialien - dafür könnten kreative Lösungen helfen, sagte der Virologie-Professor am Freitag in Düsseldorf. So werde etwa ausprobiert, ob etwa genetische Tests in großem Stil umfunktioniert werden könnten, um gleichzeitig auch das Virus nachzuweisen. „Wir glauben, wir befinden uns auf einem guten Weg.“ Ebenso könnten in einem Reagenz-Röhrchen mehrere Personen auf bestimmte Erkrankungen getestet und Corona-Infizierte bei positivem Ergebnis einzeln herausgefiltert werden. „Ich glaube, es ist möglich, die Kapazitäten sehr hoch zu fahren“, sagte Streeck. Viele Universitäten arbeiteten an neuen Test-Möglichkeiten.

13.47 Uhr: Die Essener Uniklinik nimmt schwer erkrankte Coronapatienten aus Frankreich und Italien auf. In beiden Ländern stehen aktuell nicht ausreichend Intensivbetten zur Verfügung.

13.31 Uhr: Zwar begrüßt die Landesschülervertretung die Verschiebung der Abiturprüfungen. Eine Kernforderung der Schüler wird aber nicht erfüllt: So hatten die angehenden Abiturienten gefordert, die Schüler vor die Wahl zu stellen, ob sie die Prüfung ablegen wollen oder nicht. Sophie Halley hat uns einen Einblick in ihre aktuelle Abi-Vorbereitung gegeben:

13.23 Uhr: Auf einem Hinterhof in Essen-Werden hat ein Lkw tausende Rollen Klopapier ausgeliefert. Zeugen riefen die Polizei.

13.14 Uhr: Bürger in Köln haben sich mit einer besonderen Aktion bei Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern bedankt. Sie fragten an, ob ein paar Einsatzkräfte - sofern es die Lage zulasse - am Donnerstag gegen 21 Uhr in den Stadtteil Sülz kommen könnten, wie eine Feuerwehrsprecherin berichtete. Sie kamen - und was dann geschah, ist auf Facebook-Videos zu sehen: Tosender Applaus und „Danke“-Rufe in der ganzen Nachbarschaft. Dazu läuft der kölsche Liedklassiker „En unserem Veedel“ der Bläck Fööss. Er beschwört den Zusammenhalt, auch in schwierigen Zeiten.

Die Einsatzkräfte bedankten sich mit eingeschaltetem Blaulicht. Eine Feuerwehrsprecherin, die dabei war, fasste die Gefühlslage am Freitag so zusammen: „War mega.“

13.08 Uhr: Laschet hat unter anderem Polens zunächst rigorose Grenzschließung kritisiert. Dadurch seien Tiere in Transportern verendet und Lebensmittel vergammelt. Nun gelte es, eine europäische Lösung zu finden. Denn, so unterstreicht Laschet: "Uns geht es nur gut, wenn es auch unseren Nachbarn gut geht."

12.56 Uhr: Ob und wenn ja wie viele Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, sich angesteckt haben, kann Gesundheitsminister Laumann "aktuell nicht ermittelt werden. Die Fälle werden nur in ihrer Gesamtheit erfasst."

12.54 Uhr: Laumann zum medizinischen Material: "Wir verteilen das immer sofort an die Krisenstäbe der Städte und Landkreise. Bislang haben wir Aufträge über rund 50 Millionen Euro verteilt. Aber es ist eben schwierig, an das Material heran zu kommen."

12.52 Uhr: Für die Studie gehen die Forscher von der Kappensitzung aus: Welche Umstände mussten gegeben sein, um sich anzustecken. Streeck: "Außerdem wollen wir 1000 Menschen im Kreis Heinsberg untersuchen, um weitere Rückschlüsse auf die Dunkelziffer ziehen zu können. Außerdem testen wie, wer und warum die Menschen an Covid-19 gestorben sind."

12.47 Uhr: Thema Massentestungen: Laschet: "Wenn man Testkapazitäten erhöhen kann, dann müssen wir das sicher machen. Wir müssen aber bei dem Prinzip bleiben, möglichst Infektionsketten nachzuvollziehen. Dafür schicken wir auch Landesbeamte zur Verstärkung in die örtlichen Gesundheitsämter."

12.43 Uhr: Thema Kommunen und Finanzen: Laschet: "Wir werden Wege finden, wie wir den Kommunen helfen können. Dafür müssen wir zunächst sehen, wo Gewerbesteuern weggefallen sind."

12.40 Uhr: "Nirgendwo auf der Welt lässt sich das Virus zurzeit besser erforschen als in Heinsberg", so Laschet zu der Studie im Kreis Heinsberg.

12.37 Uhr: Laschet: "Kernfrage ist, wie sich das Virus eigentlich überträgt. Aber wir wissen, dass wir ohne Maßnahmen Zustände wie in Italien hätten. So produzieren wir andere Probleme wie häusliche Gewalt. Deswegen muss man exakt alle Fragen mit einbeziehen, etwa wirtschaftliche, soziale etc."

Wie lange diese Kontaktsperre aufrecht erhalten wird, könne man nicht sagen, aber "dieser Zustand ist nicht für ein halbes oder Dreivierteljahr zu halten", so Laschet.

12.34 Uhr: Laschet nimmt auch nochmal Stellung, wann Kitas und Schulen wieder öffnen: "Erst am Ende der Osterferien entscheiden wir, wie es mit Kitas und Schulen weiter geht."

12.33 Uhr: Jetzt stellen sich die vier den Fragen der Journalisten: Laschet: "Das Nachdenken über den Ausstieg aus dem Krisenszenario beginnt jetzt. Gangelt war neben Ischgl, dem Fußballspiel in Bergamo und dem Berliner Club ein Hotspot. Keiner hat das alles je im Detail überprüft. Deswegen kann diese Studie ganz Deutschland helfen."

12.30 Uhr: Das könne auch dazu beitragen, dass das zuletzt gelittene Image des Kreises Heinsberg wieder aufpoliert werden kann. "Wenn man das als Teamaufgabe versteht, können wir das Virus erfolgreich besiegen", so der Landrat.

12.29 Uhr: Pusch: "Wir freuen uns, dass wir als Kreis Heinsberg Modell sein können. So kann in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft in der Praxis Szenarien entwickelt werden, unter welchen Voraussetzungen wir das Leben wieder in normale Bahnen lenken können."

12.28 Uhr: Im Landkreis Heinsberg gibt es zwar noch Erkrankungen, das Wachstum ist aber nicht mehr exponentiell. Pusch: "Wir sind vorsichtig optimistisch. Der Kreis Heinsberg könnte also Pilotregion sein um zu schauen, wie die Maßnahmen wirken."

12.27 Uhr: Jetzt kommt der Heinsberger Landrat Stephan Pusch: "Heute ist für mich ein Wendepunkt. Wir haben überlegt, wie der Kreis Heinsberg, der zweieinhalb Wochen vor der Lage in Deutschland ist, dazu beitragen kann, ein Ausstiegsszenario zu schaffen."

12.26 Uhr: Denkbar ist, dass das Pilotprojekt in Deutschland weiter ausgeweitet wird. Die Post macht das kostenlos und bittet daher nur Gefährdete darum, mitzumachen.

12.24 Uhr: Die Deutsche Post will in Gangelt im Kreis Heinberg ein Grundversorgungsprojekt starten. Vor allem Ältere sollen dadurch mit Lebensmitteln versorgt werden. Am Donnerstag wurden dazu per Postwurfsendung Bestellformulare ausgeteilt, gezahlt wird via Lastschriftverfahren. Am Projekt vor Ort beteiligt sich der Rewe-Markt im Ort.

12.22 Uhr: Streeck: "Wir hoffen schon in der nächsten Woche, erste Ergebnisse bekannt geben zu können. Der Landkreis Heinsberg ist eine Chance für ganz Deutschland, wie man in Zukunft mit Sars-Covid II umgehen kann."

12.21 Uhr: Nun spricht Professor Hendrik Streeck, der mit der Studie beauftragt wurde: "In den vergangenen Wochen waren die Virologen im Kreis Heinsberg unterwegs. Wir haben Türklinken und iPhones abgestrichen, Blut abgenommen, Luft gemessen und auch Haustiere untersucht. Jetzt geht es aber darum, das auszuweiten. Kann man die Dunkelziffer aus Heinsberg auf Deutschland übertragen und kann man daraus Rückschlüsse ziehen? Könnte es Ansätze für eine Lockerung geben? Das sind Fragen, denen wir nur mit Fakten begegnen können."

12.18 Uhr: Das geplante virtuelle Krankenhaus geht jetzt an den Start. Alle Reha-Kliniken sollen auch zu Krankenhäusern umgebaut werden, um Bettenzahl erheblich zu erhöhen, so Laumann weiter.

12.16 Uhr: Zur Lage was Schutzmaterial angeht, zeigt sich Laumann ein bisschen erleichtert: "Wir haben mittlerweile 800.000 Masken bekommen, die wir an die Kreiskrisenstäbe verteilen, ebenso wie Kittel und OP-Schutzmasken. Wir sind voll am Ball das zu besorgen, was zu besorgen ist." Aber: Die Märkte seien leer gefegt.

12.14 Uhr: Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gebe es zurzeit 11.523 Infizierte Menschen und mittlerweile 85 Todesfälle. Von den Infizierten seien 951 im Krankenhaus, 307 davon sind auf eine intensivmedizinische Behandlung angewiesen, 252 Patienten werden beatmet. Laumann: "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Beatmungskapazitäten in diesem Land erhöht werden."

12.12 Uhr: Klar sei, so Laschet: "Dieser Zustand kann nicht auf Dauer anhalten. Es geht nicht um den Gegensatz Wirtschaft und Gesundheit. Wir müssen mit vielen Experten, Virologen aber auch Psychologen sprechen."

12.10 Uhr: Laschet kündigt eine wissenschaftliche Studie mit der Uniklinik Bonn an. Ein Team um Prof. Hendrik Streeck geht demnach in die Region in Heinsberg und forscht an den Kausalketten, Dunkelziffern etc. Aktuell seien 1150 Menschen in Heinsberg erkrankt, 29 sind nach einer Erkrankung mit dem Coronavirus verstorben.

12.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fasst im heutigen Pressebriefing noch einmal zusammen, an welchen Zielen die Landesregierung derzeit arbeitet.

  1. Verbreitung des Virus verlangsamen
  2. Plätze in den Kliniken verdoppeln und von OPs freihalten, damit an Tag X alles verfügbar ist
  3. Wie soll es je aus dieser Krise rausgehen? Welche Risiken gehen wir eigentlich mit den Maßnahmen ein? Wie können wir häuslicher Gewalt und Kindeswohlgefährdung vorbeugen Arbeitslosigkeit – das muss die Politik Woche für Woche neu justieren

Die Kontaktsperre, so Laschet, wirke. 250 Fälle registrierte Verstöße im Land bei 18 Millionen Einwohnern sei wirklich eine überschaubare Zahl.

11.57 Uhr: Um Punkt 12 Uhr startet das elektronische Antragsverfahren für Soforthilfen. Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen finden dazu ab 12 Uhr die entsprechenden Formulare auf der eigenen Coronahilfe-Internetseite des Landeswirtschaftsministeriums:

11.54 Uhr: Das Land NRW schafft mehr Kapazitäten für die Untersuchung von Coronavirus-Proben. Ab Montag beteiligen sich auch die Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter an der Analyse, teilte das NRW-Umweltministerium am Freitag mit. Täglich könnten dort insgesamt 1500 Proben ausgewertet werden.

Die Ämter haben sehr gut ausgestattete Labore. Zu ihren Aufgaben gehört normalerweise die Überwachung von Lebensmitteln. Die Standorte sind Arnsberg, Detmold, Krefeld und Münster. Das Gesundheitsministerium habe um Mithilfe gebeten, erklärte das Umweltministerium.

11.49 Uhr: In den freien Tagen entrümpeln viele Menschen ihre Haushalte und es landet deutlich mehr Abfall in der Mülltonne. Der städtische Entsorger USK in Kleve zeigt sich kulant

11.44 Uhr: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe bittet Unternehmen, die derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen sind, vorhandene Schutzmasken zu spenden. „Wenn Sie Schutzmasken vorrätig haben, die Sie erübrigen können, stellen Sie uns diese bitte zur Verfügung. Der Hausärzteverband verteilt sie dann an die Hausarztpraxen und regionalen Behandlungszentren vor Ort weiter“, erklärt der Verband am Freitag in Unna. Der Aufruf gehe etwa an Nagelstudios, Tattoo-Studios, Lackierer oder Schreiner. Ein Team des Verbandes holt die Spenden ab und organisiert die Weitergabe.

11.29 Uhr: Die Brauerei Veltins aus Meschede hat eine Sofortmaßnahme in der Coronazeit beschlossen: Sie will den Getränkefachgroßhandel stützen.

11.01 Uhr: Die Industrie- und Handelskammern verschieben ihre Ausbildungs-Abschlussprüfungen in den Juni hinein. Hiervon sind rund 210.000 Azubis betroffen:

10.57 Uhr: Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich entschieden gegen Vorschläge gewandt, zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus nur ältere Menschen und Risikogruppen zu isolieren. „Das ist eine zynische Sicht der Dinge - und sie ist obendrein falsch“, schrieb Reker am ersten Tag nach ihrer eigenen häuslichen Quarantäne in einem Gastbeitrag für den „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die alleinige Isolation älterer Menschen führe zu einer Spaltung der Gesellschaft, die sie zutiefst ablehne.

„Wir dürfen nicht den Fehler machen die Gesellschaft zu spalten, das Durchschnittsalter der Corona-Toten auf inhumane Weise zu instrumentalisieren oder die Verantwortung, sich nicht zu infizieren, den Menschen mit erhöhtem Risiko zu überlassen“, forderte Reker. „Wir dürfen nicht zulassen, dass verschiedene Gruppen gegeneinander ausgespielt werden: Risikogruppen und Wirtschaft, Junge und Alte, Kranke und Gesunde.“

10.35 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat soeben die aktuellen Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Stand 10 Uhr am Freitagabend gelten 11.523 Menschen in NRW als infiziert. Bezogen auf die letzten 24 Stunden stieg die Zahl der Erkrankten um mehr als 1000 Fälle.

Gestiegen ist auch die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Corona-Erkrankung gestorben sind: Sie liegt nun bei 85 Toten (+ 10 im Vergleich zu Donnerstag 10 Uhr).

Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren nach Angaben des Ministeriums am Freitag 1150 Menschen mit dem Virus infiziert. Am Vortag waren es zur gleichen Zeit 1090. Die Zahl der Todesopfer stieg um 2 auf 29.

10.33 Uhr: Eine Wahlmöglichkeit für ein Abitur mit oder ohne Prüfungen wird es in NRW nicht geben. Es gebe kein gerechteres Abitur als jenes, das mit Prüfungen zustande komme, so Schulministerin Yvonne Gebauer. Damit wandte sie sich gegen Forderungen der Landesschülervertretung nach einer Wahlmöglichkeit, das Abitur mit den üblichen Prüfungen abzulegen oder auf Grundlage der bisher erzielten Noten.

10.24 Uhr: Aktuell hätten die Schüler zwei Wochen Unterricht verpasst. In der bislang dritten ausgefallenen Woche, die überall "Mottowoche" ist, fände eh kein regulärer Unterricht statt. Die Schulministerin geht nach aktuellem Stand davon aus, dass die Schulen nach den Osterferien, also am 20. April, wieder öffnen können.

10.21 Uhr: Im Kreis Heinsberg gibt es eine besondere Situation, da die Schulen dort schon seit dem Februar geschlossen waren. Dort solle es konkrete Lösungen geben, damit die Schüler keinen Nachteil haben.

10.19 Uhr: Gebauer: „Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität.“

10.17 Uhr: Im Laufe der kommenden Woche sollen die konkreten Prüfungstermine den Schulen bekannt gegeben werden, das beträfe auch den Nachschreibtermin, so die Ministerin.

10.15 Uhr: Der Beginn der Zentralen Prüfungen in Klasse 10 in Mathematik, Englisch und Deutsch an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen sowie an bestehenden G9-Gymnasien, Weiterbildungskollegs und in den Schulversuchen Primus- und Gemeinschaftsschule wird um fünf Tage verschoben. Die Prüfungen beginnen ebenfalls am 12. Mai.

10.13 Uhr: Auch für die Berufskollegs gelte, kein Abitur ohne Prüfungen. Diese würden ebenfalls verschoben.

10.12 Uhr: Damit dieser neue Zeitplan greift, soll wahrscheinlich auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt genutzt werden. Dieser Tag ist in NRW normalerweise schulfrei. Dies müsse aber noch mit den übrigen Bundesländern besprochen werden.

10.11 Uhr: Abweichungsprüfungen werden ausgesetzt, es sei denn, die Schüler wollen sich bei großen Abweichungen in den Klausuren dem stellen und ihre Noten verbessern.

10.10 Uhr: Die Zeugnisse sollen wie geplant am 27. Juni ausgegeben werden.

10.08 Uhr: Dort, wo es schon vorher Unterrichtsausfall gab und die Vorklausuren nicht geschrieben werden konnten, werden diese vor den Hauptklausuren geschrieben.

10.07 Uhr: Die Hauptprüfungen sollen nun am 12. Mai beginnen und bis 25. Mai laufen. Das wären drei Wochen längere Vorbereitungszeit für die Schüler. Damit will das Land den Schülern Planungssicherheit und faire Bedingungen schaffen.

10.05 Uhr: Rund 90.000 angehende Abiturienten in Nordrhein-Westfalen büffeln derzeit zuhause für ihre Prüfungen, aber auch alle übrigen Schulformen, in denen nun Abschlussprüfungen anstehen, sind von den Verschiebungen betroffen.

10.03 Uhr: Bevor die Ministerin den Zeitplan vorstellt, richtet sie sich an alle Schüler in NRW: "Die momentane Ausnahmesituation ist für alle Schülerinnen und Schüler eine große Herausforderung, die zugleich mit vielen Belastungen und Ungewissheiten verbunden ist.“

9.53 Uhr: Die Abiturprüfungen in NRW werden verschoben. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen. Das teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in Düsseldorf mit. Weitere Details gibt die Ministerin jetzt im Pressebriefing der Landesregierung bekannt.

9.45 Uhr: Die Stadt Menden baut wie angekündigt Feldbetten für Uneinsichtige einer Sporthalle auf. Hier sollen Quarantäne-Verweigerer untergebracht werden. Vom Medien-Echo zeigt sich der Beigeordnete der Stadt überrascht:

9.38 Uhr: Weil die versprochene Hilfe vom Land NRW ausbleibt, greift der Kreis Wesel nun zu besonderen Mitteln: Landrat Dr. Ansgar Müller ruft Unternehmen zu Materialspenden für die Bewältigung der Coronalage auf.

9.33 Uhr: Sobald im Frühling die Sonne länger scheint und die Temperaturen steigen, sinkt üblicherweise die Grippe- und Erkältungsgefahr. Wird die zunehmende Wärme die Ausbreitung des neuen Virus bremsen? Das sagt Virologe Ulf Dittmer:

9.21 Uhr: Wegen der Corona-Krise stellt der Chemiekonzern Evonik verstärkt Desinfektionsmittel her – unter anderem in Essen und Marl.

9.10 Uhr: Diese Regenbogen sollen Mut machen! Viele Kinder malen derzeit bunte Bilder und hängen sie in die Fenster. Einige malen auf Papier, andere malen direkt mit Fingerfarbe auf das Glas. Hier gibt’s eine Vorlage zum Download.

8.55 Uhr: Bei vielen Supermärkten müssen Kunden zurzeit draußen anstehen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig einkaufen. Ein Wittener Markt hat die Zutrittsregeln offenbar drastisch verschärft und lässt nach Angaben zweier Mütter keine Kinder unter 15 Jahren mehr in den Laden:

8.34 Uhr: Die Corona-Krise hat auch viele niedergelassene Fachärzte in Duisburg vor schwierige Entscheidungen gestellt, viele Termine mussten abgesagt werden. Das führt nach Aufhebung der Schutzmaßnahmen definitiv zu längeren Wartezeiten für neue Termine.

8.21 Uhr: Eine Gruppe junger Menschen hat in Siegen Passanten und Beamte angepöbelt und wollte sich trotz der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie nicht trennen: Siegener Polizei löst Versammlung vor Supermarkt auf

6.48 Uhr: Corona-Krise? Nicht in den Baumärkten der Region. Hier sind die Parkplätze rappelvoll. Verständlich, denn viele Menschen haben nun Zeit, um den Garten auf Vordermann zu bringen oder zu renovieren. Unsere Kollegin hat sich in Dinslaken mal auf Einkaufstour begeben.

6.37 Uhr: Die Klimaschutz-Aktion Earth Hour werden dieses Jahr viele nicht mitbekommen. Denn Happenings im Freien fallen in Coronavirus-Zeiten aus. Die weltweite Aktion findet eher in den Wohnzimmern statt. An markanten Gebäuden geht trotzdem das Licht aus. In diesem Jahr sollten Unterstützer die Earth Hour in den eigenen vier Wänden verbringen und im virtuellen Raum aktiv werden, riet der WWF, der die Aktion ins Leben rief.

6.01 Uhr: Während viele Menschen derzeit wegen der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten und viele Firmen geschlossen sind, läuft die Arbeit in den meisten Gefängnis-Betrieben laut NRW-Justizministerium weiter. Denn viele der Betriebe sind unter anderem für die tägliche Versorgung notwendig - darunter Bäckereien, die auch andere Gefängnisse beliefern, Wäschereien und Küchen, in denen Gefangenenkost zubereitet wird. Im offenen Vollzug gehen die Gefangenen laut Ministerium ebenso ihren Jobs weiter nach, so weit möglich.

Wenn Häftlinge nicht mehr arbeiten können, weil ihr Betrieb doch geschlossen worden ist und sie keine bezahlten freien Tage mehr haben, können sie laut einem neuen Erlass des Justizministeriums eine Billigkeitsentschädigung beantragen - die Hälfte ihres Verdienstes. Strafgefangene verdienen regulär zwischen 10,32 und 17,20 Euro pro Tag. Untersuchungshäftlinge weniger, Sicherungsverwahrte mehr - bis zu 30,58 Euro am Tag.

5.54 Uhr: Die Angst vor dem Coronavirus sorgt für einen Boom im Online-Lebensmittelhandel. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur berichteten alle befragten Online-Anbieter über eine stark erhöhte Nachfrage. Die Folge: Wer heute im Internet Lebensmittel oder Hygieneartikel bestellt, muss bis zu zwei Wochen auf die Lieferung warten.

5.45 Uhr: In NRW büffeln derzeit rund 90.000 angehende Abiturienten zuhause. Werden sie ihre Abiprüfungen wie bislang geplant nach den Osterferien schreiben oder werden sie doch etwas nach hinten verschoben? Schulministerin Yvonne Gebauer will um 10 Uhr diese Fragen beantworten und einen Zeitplan für die Abschlussprüfungen in NRW vorstellen. Zwischenzeitlich war nach einem Vorstoß aus Schleswig-Holstein sogar mal eine komplette Absage der Prüfungen im Gespräch gewesen. Das hatten die Schulminister in einer bundesweiten Konferenz aber einhellig abgelehnt.

5.30 Uhr: Sind bei uns „italienische Zustände“ möglich? Unter anderem das besprechen wir in der neuen Folge unseres Update-Podcasts zum Coronavirus in NRW.

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