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Sollte die Impf-Priorisierung schon fallen? Stimmen Sie ab!

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Virologe: "Durchgemachte Infektion ist wie erste Impfung"

Virologe: "Durchgemachte Infektion ist wie erste Impfung"

Es soll Lockerungen für Geimpfte und Genesene geben. Wie hoch ist das Risiko einer Infektion für diese Gruppen? Virologe Dittmer im Interview.

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Essen.  Angesichts der fortschreitenden Impfkampagne und lokaler Impf-Aktionen wird debattiert, die strenge Priorisierung aufzugeben. Wie sehen Sie das?

Köln impft die Bewohnerinnen und Bewohner von Chorweiler in einer Schwerpunktaktion, Hagen bittet Menschen mit rumänischem oder bulgarischem Pass zum Impfmobil: Mit Impf-Aktionen in Brennpunkt-Vierteln versuchen einzelne Städte in NRW, in Vierteln mit besonders hohen Inzidenzwerten gegenzusteuern. Währenddessen geht die landesweite Impfkampagne weiter ihren Gang: Knapp 30 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft.

Doch auch wenn eigentlich klar geregelt ist, wer wann dran ist für den Anti-Corona-Pieks, gibt es lokale Unterschiede. Mancherorts kommen in den Impfzentren schon Angehörige der Prio-Gruppe 3 zum Zuge, anderswo müssen sie sich noch gedulden. Während manch ein chronisch Kranker aus der Prio-Gruppe 2 bei seinem Hausarzt auf einer Warteliste steht, müssen anderswo Impfzentren sehen, wie sie ausgefallene Termine kurzfristig neu besetzen. Wie sehen Sie das, liebe Leserinnen und Leser? Sollte die Impf-Priorisierung schon jetzt aufgehoben werden?

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Spahn: Priorisierung in erster Juni-Hälfte aufgeben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Dienstag die Aussicht auf Impfmöglichkeiten für alle Bürger noch einmal konkretisiert: Dank erwartungsgemäß wachsender Impfstoffmengen sei es möglich, "in der ersten Hälfte des Junis die Priorisierung aufzugeben". Die Bundesregierung hatte ein Ende der festgelegten Impf-Reihenfolge mit einem Vorrang für Risikogruppen schon grundsätzlich für Juni in Aussicht gestellt. Es werde aber natürlich auch noch Wartezeiten geben, sagte Spahn.

Der Minister äußerte sich außerdem optimistisch zum generellen Impffortschritt. Es sei "sicherlich im Juli" der Zustand zu erreichen, "wo wir eigentlich alle, die unbedingt wollten, geimpft haben werden". Dann sei es eine gemeinsame Aufgabe, jene zu überzeugen und zu erreichen, die zögerten oder Fragen hätten. Die Bundesregierung hatte zugesichert, allen Bürgern bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen. (mit dpa)

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