Italienische Mafia im Ruhrgebiet

Die N’drangheta, eine mafiöse kriminelle Organisation, ist ursprünglich in der italienischen Region Kalabrien beheimatet. Inzwischen sind die Mitglieder der N’drangheta aber auch im Ruhrgebiet aktiv. 2007 wurden in Duisburg sechs Menschen vor einem italienischen Restaurant erschossen.

N’drangheta ist eine mafiöse kriminelle Organisation, die in der italienischen Region Kalabrien beheimatet ist. Hierzulande bekannt wurde sie am 15. August 2007 durch den Sechsfachmord vor dem Duisburger Restaurant Da Bruno am so genannten Silberpalais in der Nähe des Hauptbahnhofes. Vier Jahre nach den brutalen Morden ist der Haupttäter Giovanni Strangio zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Den Ermittlern zufolge waren die Morde Teil von Vergeltungsmaßnahmen nach dem Mord an der 33-jährigen Maria Strangio an Weihnachten 2006, der Cousine Giovanni Strangios und Ehefrau des Chefs des Nirta-Clans, Giovanni Nirta. Italienische Zeitungen fragen sich, wie der in die Duisburger Mafia-Morde verwickelte Pate Antonio Pelle im September 2011 aus seiner Gefängniszelle entkommen konnte. Offenbar hat er einen raffinierten Plan verfolgt. Jetzt wird er in ganz Süditalien gesucht. Die N’drangheta ist freilich nicht nur eine kriminelle Organisation, die im Ruhrgebiet aktiv ist. Das Ruhrgebiet entwickelt sich zur Spielwiese der italienischen Mafia-Clans. Im Juli 2010 gelang der italienischen Polizei ein Schlag gegen die Mafia. Sie nahm rund 300 mutmaßliche Mitglieder der N’drangheta fest.

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