Unfall

Unfall auf der A3 bei Dinslaken: Lkw-Fahrer schwer verletzt

Auf der A3 bei Dinslaken ist ein Lastwagen in ein Stauende geprallt.

Auf der A3 bei Dinslaken ist ein Lastwagen in ein Stauende geprallt.

Foto: Rene Anhuth / ANC-NEWS

Dinslaken/Oberhausen.  Ein Lkw war am Stauende aufgefahren, der Fahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. Die A3 war ab Mittag teilweise voll gesperrt.

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Die Autobahn A3 ist am Mittwoch nach einem schweren Unfall mit einem Lastwagen gesperrt worden. Zwischen den Anschlussstellen Dinslaken-Süd und -Nord war der Verkehr in Fahrtrichtung Emmerich/Arnheim unterbrochen. Auch die Zufahrten von der A2 auf die A3 in Richtung Arnheim wurden gesperrt. Seit 17.38 Uhr sei eine Fahrspur wieder freigegeben, die Anschlussstelle Dinslaken-Süd sei weiter gesperrt, hieß es auf Nachfrage bei der Autobahnpolizei am Abend.

Lebensgefahr bei Lkw-Fahrer laut Polizei nicht auszuschließen

Wie die Autobahnpolizei in einer Mitteilung am Nachmittag schrieb, hatte sich gegen 11 Uhr ein Stau zwischen den Anschlussstellen Dinslaken-Süd und Dinslaken-Nord in Richtung Arnheim gebildet. Ein 33 Jahre alter polnischer Sattelzugfahrer fuhr aus bislang ungeklärter Ursache am Stauende auf den Lkw eines 45-jährigen Fahrers auf und zog dann nach rechts auf den Seitenstreifen.

Nach einigen Metern prallte er links gegen einen Lkw in der Reihe der wartenden Fahrzeuge. Dieser wurde in der Folge gegen einen ebenfalls im Stau stehenden Lkw geschoben. Zudem kam es zu einem Zusammenprall mit einem Autotransporter. Der Unfallfahrer wurde in seiner Führerkabine eingeklemmt und konnte erst nach einiger Zeit durch die Feuerwehr befreit werden. Bei ihm ist laut Angaben der Polizei Lebensgefahr derzeit nicht auszuschließen. Der 45-Jährige sowie ein 43 Jahre alter Lkw-Fahrer verletzten sich leicht.

Fahrbahn auch in Gegenrichtung für Bergung gesperrt

"Die Befreiung des Fahrers war schwierig", berichtete die Feuerwehr: "Beide Lastwagen waren ineinander verkeilt und musste mit Seilwinden voneinander getrennt werden. Nach etwa einer Stunde sei der Fahrer befreit worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Die Autobahn musste zeitweilig in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden, um Platz für Rettung und Bergung zu haben, berichtete die Feuerwehr.

Die Bergung dauert bis in den Abend. Der Verkehr staute sich vor der Unfallstelle in Richtung Arnheim auf mehr als sechs Kilometer; auch auf der A2 gab es am Kreuz Oberhausen Rückstaus, denn die Zufahrten auf die A3 waren ebenfalls gesperrt worden. Rund um die Unfallstelle kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen mit Staulängen von bis zu 10.000 Metern hieß es in der Meldung der Polizei am Nachmittag.

Bei dem Einsatz war auch die Feuerwehr Dinslaken alarmiert worden - fälschlicherweise, hieß es dort. Der Einsatzort habe sich zwar tatsächlich auf Dinslakener Zuständigkeitsgebiet befunden, nämlich etwa 200 Meter nördlich der Anschlussstelle Dinslaken-Süd. Ursprünglich aber sei er zwischen dem Kreuz Oberhausen und der Anschlussstelle Dinslaken-Süd verortet gewesen. Deshalb sei die Feuerwehr Oberhausen als erste in Gang gesetzt worden und war mit insgesamt 30 Kräften vor Ort. (dae)

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