Prozess

Tod nach Schönheits-OP: Gutachter sieht Behandlungsfehler

Eine 42-jährige Frau ist nach einer Schönheitsoperation in einer Düsseldorfer Klinik gestorben. Ein Gutachter hat dem Arzt mehrere Behandlungsfehler attestiert.

Eine 42-jährige Frau ist nach einer Schönheitsoperation in einer Düsseldorfer Klinik gestorben. Ein Gutachter hat dem Arzt mehrere Behandlungsfehler attestiert.

Foto: Oliver Berg / dpa

Düsseldorf.  Nach dem Tod einer 42-jährigen Patientin in einer Düsseldorfer Schönheitsklinik hat ein Gutachter dem Arzt mehrere Behandlungsfehler attestiert.

Im Fall des Todes einer Patientin nach einer Schönheitsoperation in Düsseldorf hat ein Gutachter dem Operateur mehrere Behandlungsfehler attestiert. So sei die 42-Jährige zum Beispiel nicht ausreichend über die Risiken des Eingriffs aufgeklärt worden, sagte Staatsanwalt Uwe Kessel auf dpa-Anfrage.

Gegen den Mediziner wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die Frau hatte eine Po-Vergrößerung mit Eigenfett vornehmen lassen. Der Betroffene und sein Anwalt könnten noch zu dem Gutachten Stellung zu nehmen - etwa in Form eines Gegengutachtens, sagte Kessel.

Po-Vergrößerung: Methode wird von vielen Chirurgen kritisch gesehen

Untersuchungen hatten ergeben, dass die 42-Jährige in Folge der Operation verblutet war. Der Mediziner hatte auf dpa-Anfrage bestritten, dass die Frau verblutet sei: „Verblutet ist sie definitiv nicht. Ihr Kreislauf war stabil nach der OP.“ Zudem gebe es im operierten Bereich keine großen Blutgefäße. Er vermute eher einen plötzlichen Herztod als Todesursache, etwa durch eine angeborene Herzschwäche.

Der Arzt bietet Po-Vergrößerungen („Brazilian Butt“) mittels Eigenfett-Implantation an. Eine Methode, die von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos kritisch gesehen wird. (dpa)

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