Mülheim. Journalistin Liv von Boetticher will Fotos einer Person in Moskau 2021 gesehen haben, die Karl-Erivan Haub ähnelt. Das sagt die Staatsanwältin.

Das denkbar stärkste Indiz dafür, dass der frühere Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub 2018 nicht in eine Gletscherspalte gefallen ist, sondern noch lebt, wären neuere Fotos von ihm. Genau darum, ob es welche gibt, ranken hartnäckige Spekulationen. Die RTL-Journalistin Liv von Boetticher will welche gesehen haben und behauptet, sie lägen auch Tengelmann vor. Damit begründete sie ihre Strafanzeige gegen Karl-Erivans Bruder Christian Haub wegen des Verdachts des Meineids, als er vor dem Amtsgericht Köln eidesstattlich versicherte, keine Hinweise darauf zu haben, dass sein Bruder noch leben könnte. Vorzeigen konnte die Journalistin die Bilder aber nicht, weshalb die Staatsanwaltschaft auch nicht gegen Christian Haub ermittelt.