Fluggesellschaft

British-Airways-Mutter bestätigt Übernahme von Niki-Teilen

15 Airbus-Maschinen der insolventen Airline Niki gehen nun in den Besitz der Iberia-Mutter IAG über.

Foto: Rainer Jensen / dpa

15 Airbus-Maschinen der insolventen Airline Niki gehen nun in den Besitz der Iberia-Mutter IAG über. Foto: Rainer Jensen / dpa

München  Die International Airlines Group (IAG) hat bestätigt, dass sie Teile der insolventen Airline Niki kauft. Kosten: 36,5 Millionen Euro.

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Die insolvente Fluggesellschaft Niki geht zu großen Teilen an die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia. Die International Airlines Group (IAG) bestätigte am Freitagabend, dass sie die österreichische ehemalige Air-Berlin-Tochter für 36,5 Millionen Euro übernehmen werde. Davon gehen 20 Millionen an die Gläubiger von Niki, 16,5 Millionen bekommt die Fluggesellschaft selbst als Finanzspritze.

Der neue Eigentümer bekommt dafür 15 Airbus-A320-Maschinen sowie alle Start-und Landerechte, darunter an den Flughäfen Berlin, Wien, Düsseldorf, München, Palma de Mallorca und Zürich. Niki soll in dem spanischen Billigflieger Vueling aufgehen, der ebenfalls zu IAG gehört. 740 der rund 1000 Niki-Mitarbeiter sollen übernommen werden.

IAG-Chef: „Niki der wirtschaftlichste Teil von Air Berlin“

IAG-Chef Willie Walsh sagte laut einer Pressemitteilung: „Niki war der wirtschaftlichste Teil von Air Berlin, und die Ausrichtung auf den Freizeitbereich passt perfekt zur Strategie von Vueling.“ Diese Einigung erlaube Vueling, seine Präsenz in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu verstärken.

Noch fehlen allerdings die letzten Unterschriften unter die Verträge, wie es in Verhandlungskreisen hieß. Niki war von Air Berlin mit in den Abwärtsstrudel gerissen worden, weil die Österreicher finanziell voll am Tropf ihrer ehemaligen Muttergesellschaft hingen. Air Berlin hatte im August Insolvenz anmelden müssen.

Eigentlich wollte Insolvenzverwalter Lucas Flöther Niki an die Lufthansa verkaufen. Nach erheblichen Widerständen der EU-Wettbewerbshüter zog die deutsche Nummer eins aber ihre Offerte zurück. (dpa/rtr)

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