Auswertung

Das sind die beliebtesten deutschen Arbeitgeber des Jahres

Mitarbeiter im Leipziger Porschewerk arbeiten an einem Fahrzeug des Typs Panamera.

Mitarbeiter im Leipziger Porschewerk arbeiten an einem Fahrzeug des Typs Panamera.

Foto: Eckehard Schulz / imago/Eckehard Schulz

Berlin.  Eine internationale Auswertung hat die Zufriedenheit von Mitarbeitern ausgewertet. Diese deutschen Unternehmen schnitten am besten ab.

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Das Gehalt, die Work-Life-Balance, die Aufstiegschancen und der Umgang mit Vorgesetzten: All das sind Faktoren, die die Zufriedenheit von Mitarbeitern maßgeblich beeinflussen. In einer Erhebung in neun Ländern hat die amerikanische Arbeitgeber-Bewertungsplattform Glassdoor nun in ihrer jährlichen Studie „Best Places to Work“ die beliebtesten Arbeitgeber des Jahres ermittelt.

Unter anderem hat der Online-Dienst mit Hilfe eines Algorithmus’ auch die 25 beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland ausgewertet.

Glassdoor-Untersuchung: Das ist Deutschlands beliebtester Arbeitgeber

In Deutschland steht Porsche ganz oben bei der Mitarbeiterzufriedenheit. Der schwäbische Autobauer erreichte 4,5 von fünf möglichen Punkten. Damit kehrte Porsche nach einem Jahr Abstinenz nicht nur in die Liste der 25 beliebtesten deutschen Arbeitgeber zurück, sondern schnellte direkt an die Spitze. Das könnte auch daran liegen, dass Porsche aufgrund seiner guten Bilanz in diesem Jahr den Mitarbeitern eine Prämie von 9700 Euro zahlte.

Mit der Bewertung liegt der Autobauer entgegen des Branchentrends: Audi, im letzten Jahr noch auf Platz zwölf gelistet, schaffte es gar nicht erst in die Top 25. Überraschend ist das nicht, immerhin kündigte Audi erst jüngst an, 9500 Stellen streichen zu wollen.

Autobauer rutschen nach schwerem Jahr ab

Die Ingolstädter sind damit kein Einzelfall: Auch BMW kündigte Einsparungen an. Trotzdem bleiben die Münchener bei ihren Mitarbeitern beliebt, auch wenn der bayerische Autobauer von Platz sieben im Vorjahr auf Platz zwölf abrutscht.

Auch Volkswagen, das aufgrund der neuen Klimavorgaben bis zu 100.000 Jobs streichen könnte, büßt bei der Zufriedenheit massiv ein: Im Vergleich zum Vorjahr geht es neun Plätze bergab auf Rang 22.

Daimler, wo ebenfalls ein massiver Stellenabbau bevorsteht, konnte dagegen seinen sechsten Platz aus dem Vorjahr verteidigen.

Infineon und Bosch überzeugen ihre Mitarbeiter

Hinter Porsche landen Infineon und Bosch auf den Plätzen zwei und drei und erzielten damit exakt dieselben Positionen wie im Vorjahr. Die Beratungsfirma McKinsey folgt knapp dahinter auf Platz vier.

Der wertvollste deutsche Börsenkonzern SAP rutscht nach dem Sieg im Vorjahr auf Platz fünf ab – wird aber dafür international immer beliebter.

Das sind laut Untersuchung die zehn beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland:

  1. Porsche
  2. Infineon
  3. Bosch
  4. McKinsey
  5. SAP
  6. Daimler
  7. Europäische Zentralbank
  8. Airbus
  9. Capgemini
  10. Siemens Helathineers

In Argentinien und Brasilien wurde der baden-württembergische Softwarekonzern als beliebtester Arbeitgeber gekürt, in weiteren vier Ländern schaffte es SAP in die Bestenliste.

Die größte Entwicklung legt Airbus hin: Der Flugzeugbauer verbessert ich von Platz 19 im Vorjahr auf Rang 8 in diesem Jahr.

USA: Tech-Riesen nur im Mittelfeld

In den USA schneiden die Tech-Riesen bei der Mitarbeiterzufriedenheit nur mäßig ab. Apple landet abgeschlagen auf Platz 84. Microsoft rangiert auf Platz 21. Das beste Ergebnis erzielt Google auf Platz elf. Amazon hat es erst gar nicht in die Top 100 geschafft.

Der beliebteste amerikanische Arbeitgeber ist der Auswertung zufolge die Bostoner Marketingplattform HubSpot mit 4,6 von fünf Punkten.

Ausschlaggebend für das Ranking waren die Anzahl der Bewertungen der Mitarbeiter sowie zehn verschiedene Kategorien, darunter das Gehalt und die Work-Life-Balance. Um Falschbewertungen auszuschließen, mussten die Bewertungen definierte Konsistenz-Kriterien erfüllen.

Welche Jobs und Arbeitgebeber bei Studenten begehrt sind, lesen Sie hier.

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