Mindestlohn

DIW: Soziale Ungleichheit bei der Bezahlung nimmt etwas ab

Eine Reinigungskraft in einem Krankenhaus.

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Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Berlin  Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nimmt die Ungleichheit in Deutschland ab. Das dürfte am Mindestlohn liegen.

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Angesichts gestiegener Verdienste in den Niedriglohngruppen nimmt die soziale Ungleichheit hierzulande etwas ab. Dies hat eine Untersuchung des arbeitnehmernahen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ergeben, das unserer Redaktion vorliegt. Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung sei der gesetzliche Mindestlohn.

„Zwischen 2013 und 2016 sind die Bruttostundenlöhne im untersten Dezil erstmals deutlich mit rund 13 Prozent gestiegen“, sagt Carsten Schröder, einer der Autoren der Studie. Das „unterste Dezil“ bezeichnet diejenigen zehn Prozent der Beschäftigten mit den niedrigsten Einkommen. „Gerade der flächendeckende Mindestlohn dürfte die Spreizung der Bruttostundenlöhne deutlich verringert haben.“

Die positive Tendenz mache sich vor allem bei den Stundenlöhnen bemerkbar. Auch bei den Bruttomonatslöhnen nimmt die Ungleichheit neuerdings ab, aber nicht so deutlich wie bei den Stundenlöhnen, heißt es in der Studie. Der Grund dürfte darin liegen, dass die Arbeitszeit der Beschäftigten zwar besser bezahlt wird, die Firmen Niedriglohnjobber aber weniger Stunden arbeiten lassen. Zudem reduzierten auch viele Beschäftigte ihre Arbeitszeit, wenn sie unter der 450-Euro-Minijob-Grenze bleiben wollen. (fmg)

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