Karstadt

Entscheidung zur künftigen Warenhaus-Zentrale noch offen

Mit ihrer Firmenzentrale ist Karstadt in Essen ein großer Arbeitgeber, doch die Zukunft ist ungewiss.

Foto: Lars Heidrich

Mit ihrer Firmenzentrale ist Karstadt in Essen ein großer Arbeitgeber, doch die Zukunft ist ungewiss.

Essen.   Bei Karstadt und Kaufhof ist die Entscheidung zur Warenhaus-Zentrale noch offen. Firmenchef Fanderl plant eine Analyse für Essen und Köln.

Die Entscheidung für den Standort einer gemeinsamen Hauptverwaltung von Karstadt und Kaufhof ist noch nicht gefallen. Das berichtete Karstadt-Chef Stephan Fanderl nach Angaben von Teilnehmern bei einer Mitarbeiterversammlung in der Essener Karstadt-Zentrale. Fanderl erklärte demnach, er arbeite an einer Analyse der jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Standorte Köln und Essen. Zudem gebe es Gespräche mit Vertretern der beiden Städte. Nach Abschluss der Analysen werde ein Vorschlag für die Eigentümergesellschaft der geplanten Warenhauskette erstellt.

Fanderl sagte den Teilnehmern zufolge auch, dass seine bisherigen Geschäftsführerkollegen bei Karstadt, Miguel Müllenbach und Claudia Reinery, auch zum künftigen Führungsteam der neuen Warenhauskette gehören sollen.

„Weiterhin viele Argumente für Essen“

Der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen betonte ebenfalls: „Eine Entscheidung über die Zukunft der Karstadt-Hauptverwaltung in Essen ist noch nicht gefallen.“ Nach Einschätzung von Kufen sprechen „weiterhin viele Argumente“ für Essen – „vor allem das Know-how und die Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die zentrale Lage des Traditionsstandortes“. Kufen sagte: „Stadt und Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft kämpfen gemeinsam für den Erhalt der Arbeitsplätze in Essen. Dazu stehen wir in engem Austausch mit allen Akteuren.“

Arno Leder, der Betriebsratschef der Essener Karstadt-Hauptverwaltung, mahnte: „Wir sollten nicht riskieren, Leistungsträger durch einen Umzug zu verlieren.“

Am Dienstagmorgen hatten die beteiligten Unternehmen verkündet, dass die beiden Warenhausketten Karstadt und Kaufhof fusionieren. Der neue Einzelhandelskonzern wird demnach europaweit 243 Standorte haben und rund 32.000 Mitarbeiter beschäftigen, wie der österreichische Karstadt-Eigentümer Signa und der kanadische Kaufhof-Eigner Hudson’s Bay Company (HBC) mitteilten. Die zuständigen Kartellämter müssen allerdings noch zustimmen.

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