Konjunktur

Enttäuschte Ruhrwirtschaft

Frank Meßing

Frank Meßing

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Nach dem vergeigten Regionalplan sollte die Politik die Ruhrwirtschaft mit der Ruhrkonferenz nicht ein zweites Mal enttäuschen.

Nun hat der Abschwung auch die Ruhrwirtschaft erwischt. Lange konnten sich die Unternehmen der Region dem Trend widersetzen, doch inzwischen macht sich auch hier der Pessimismus breit. Vor allem die Sorge um ihre Exporte treibt die Firmen um.

Handelskriege, Strafzölle, internationale Krisenherde und nicht zuletzt der Brexit stellen große Teile der Wirtschaft vor Probleme, die sie aus eigener Kraft nicht lösen können. Trump und Johnson kann nur Politik zur Vernunft bringen. Aber auch im Inland und vor der Haustür können Unternehmen nur so gut arbeiten, wie es die politischen Rahmenbedingungen es zulassen.

Im Ruhrgebiet ruft die Wirtschaft seit Jahren nach besseren Straßen und Brücken, nach Glasfaseranschlüssen und mehr Gewerbeflächen. Passiert ist – gelinde gesagt – nicht viel. Im Gegenteil. Mit dem vergeigten Regionalplan Ruhr hat das Revier eine einmalige Chance vorerst verpasst, der Wirtschaft das zu geben, was sie am nötigsten braucht: Planungssicherheit.

Hohe Erwartungen der Industrie- und Handelskammern liegen jetzt auf der Ruhrkonferenz. IHKs und Wirtschaftsförderer haben detaillierte Forderungskataloge auf den Tisch gelegt. Auf der Liste der 75 wichtigsten Themen, die die Landesregierung vor einigen Wochen veröffentlichte, ist davon nur wenig zu finden. Eine zweite Enttäuschung sollte Politik der Wirtschaft nicht zumuten.

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