Airlines

Flughafen-Streik: Italien-Reisende könnten Probleme bekommen

Panorama Video

Beschreibung anzeigen

Rom.  Italien-Urlauber, die am Freitag an- oder abreisen, müssen sich auf Verzögerungen einstellen. Von 10 bis 14 Uhr streiken die Piloten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Sciopero“ – wer schon öfter in Italien war, dürfte mit dem Begriff gut vertraut sein. Über das italienische Wort für „Streik“ stolpert man dort häufiger. Aktuell kann man die Auswirkungen eines „sciopero“ an diesem Freitag erleben.

Flugreisende von und nach Italien müssen dann mitten in der Urlaubszeit mit Verzögerungen rechnen. Gewerkschaften haben neben Piloten und Flugbegleitern auch Bodenpersonal sowie Beschäftigte bei Abfertigung und Catering aufgerufen, von 10.00 bis 14.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Ausgenommen sind Fluglotsen.

Die Gewerkschaften fordern von der Regierung in Rom unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.

Streik in Italien: Ryanair empfiehlt frühere Anreise

Die Fluggesellschaften haben sich auf den Ausstand vorbereitet: Sowohl die Lufthansa als auch die italienische Airline Alitalia kündigten an, Passagiere umzubuchen und zum Teil größere Maschinen einsetzen zu wollen. Alitalia strich zwei Flüge zwischen Frankfurt und Mailand.

Die Billig-Fluglinie Ryanair rief ihre Kunden dazu auf, mindestens drei Stunden vor Abflug am Airport zu erscheinen, da sich insbesondere vor den Sicherheitskontrollen lange Warteschlangen bilden dürften. Man plane allerdings nicht, Flüge abzusagen.

Sollte doch weniger fliegen als vorausgesagt, könnten Urlauber natürlich auch auf andere Verkehrsmittel umsteigen – wir haben schon den Test gemacht: Flugscham? So gut funktioniert die Fernreise mit der Bahn nach Italien.

Immerhin haben es selbst Reisende der Billigflieger inzwischen einfacher, ihre Rechte durchzusetzen: Ryanair erkennt mittlerweile Streiks als Grund für Entschädigungen an.

Die hatte es im vergangenen Jahr zuhauf gegeben. Schließlich einigte sich Ryanair mit Verdi bei den Tarifverhandlungen. Auch Eurowings hatte einen Chaos-Sommer hinter sich – und versprach, wieder pünktlich zu fliegen.

(dpa/cho)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben