Einzelhandel

Gute Noten für Lebensmittel von Aldi, Lidl & Co

Foto: ddp

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Essen. Im Preiskampf des deutschen Lebensmitteleinzelhandels geben Aldi, Lidl & Co den Ton an. Und Gutes muss nicht teuer sein: "Ökotest" nahm Grundnahrungsmittel der Discounter unter die Lupe. Das Ergebnis: Von 77 geprüften Produkten bekamen zwei Drittel "sehr gute" und elf "gute" Noten.

Aldi, Lidl & Co sind die Preisbarometer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, und die Kunden wissen das zu schätzen: 98 Prozent der Verbraucher kaufen mittlerweile nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bei den Discountern ein, und nahezu jeder erreicht drei bis vier dieser Läden innerhalb von höchstens zehn Minuten.

Nur zweimal ein "Ausreichend" vergeben

Dass die Kunden mit der Vorliebe für Discounter nicht falsch liegen, beweist einmal mehr ein Test: Das Frankfurter Verbrauchermagazin „Ökotest” nahm Grundnahrungsmittel der fünf großen Discounter unter die Lupe – und hatte an den meisten gar nichts oder nur wenig auszusetzen. „Kaffee, Mehl, Spaghetti oder Goudakäse haben überall die gleiche Qualität – egal, ob man bei Aldi, Lidl, Penny, Netto oder Norma einkauft”, sagt Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des „Ökotest”-Magazins.

Rund zwei Drittel der 77 geprüften Produkte – darunter auch Brot, Butter, Salz oder passierte Tomaten – schnitten mit der Note „sehr gut” ab, elf erhielten ein „gut”. Die schlechteste Note „ausreichend” gab es für das „Premium Sonnenblumenöl” von Netto sowie den „Gartenkrone Rahmspinat” von Aldi Süd.

In dem Sonnenblumenöl seien polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) gefunden worden, von denen viele unter dem Verdacht stehen, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Der gefundene Wert habe umgerechnet auf die Leitsubstanz Benzo(a)pyren knapp unter der gesetzlichen Höchstmenge gelegen. Im Aldi-Süd-Spinat fanden die Tester erhöhte Nitrat- und Cadmiumwerte.

„Werbung mit Selbstverständlichkeiten”

Die Naturjoghurts der Billigheimer bekamen durchweg „gute” und „sehr gute” Noten. Die meisten Hersteller setzten allerdings noch Deckel ein, die chlorierte Kunststoffe enthalten, bemängelte „Ökotest”. Die Mineralwässer seien schadstofffrei, doch seien sie alle in Einwegflaschen abgefüllt, deren Umweltbilanz im Verhältnis zu Mehrwegflaschen „enorm abfällt”. Zudem kritisierte „Ökotest” Werbung mit Selbstverständlichkeiten: So werde ein Mineralwasser als „vegan und glutenfrei” beworben, ein Sonnenblumenöl als „cholesterinfrei”, obwohl Öl aus Sonnenblumen nie Cholesterin enthalte. NRZ

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