Verkehr

Kfz-Versicherung: Wo es für Autofahrer in NRW teurer wird

Archivbild. Die Zahl und Schwere von Autounfällen beeinflusst die Regionalklasse und damit die Berechnung der Kosten einer Kfz-Haftpflichtversicherung.

Archivbild. Die Zahl und Schwere von Autounfällen beeinflusst die Regionalklasse und damit die Berechnung der Kosten einer Kfz-Haftpflichtversicherung.

Foto: Polizei Olpe

Berlin.  Bei der Kfz-Haftpflicht gibt es ab 2020 neue Regionalklassen. Das könnte für viele Autofahrer in NRW günstiger werden - und für andere teurer.

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Gute Nachrichten für gut 1,4 Millionen Autofahrer in Nordrhein-Westfalen. Sie könnten für das Jahr 2020 bei der Haftpflichtversicherung in eine preiswertere Regionalklasse eingestuft werden. Ihre Fahrzeuge sind in einem Zulassungsbezirk angemeldet, in dem sich die Schadensbilanz bei Autounfällen verbessert hat, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Rund 790.000 Autofahrern drohen dagegen in eine schlechtere Regionalklasse herabgestuft zu werden. Bei rund 6,7 Millionen Autobesitzern in NRW ändert sich die Haftpflichtklasse nicht. Für das aktuelle Jahr 2019 hatten sich die Einteilung der Regionalklassen noch umgekehrt entwickelt: So hatte sich die Einstufung in NRW für 1,5 Millionen Autohalter verschlechtert und für etwa 500.000 verbessert.

Essen ist bei Schadensbilanz am schlechtesten in NRW

Brav fahren und sparen? Die Vorteile von Telematik-Tarifen Der GDV berechnet jedes Jahr die Schadensbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und teilt sie in Regionalklassen ein. „Grundsätzlich gilt: Je besser die Schadensbilanz und damit die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus“, schreibt der GDV. Die Regionalklasse ist aber nur ein Faktor, der neben anderen in die Berechnung des gesamten Versicherungsbeitrags einfließt. Und: Die Statistik des GDV ist für die Versicherungsgesellschaften nicht verbindlich.

In eine günstigere Regionalklasse hat der GDV die Stadt Aachen, die Kreise Düren, Heinsberg, Soest, Unna, den Oberbergischen Kreis und den Rhein-Sieg-Kreis eingestuft. Hochgestuft um jeweils eine Klasse wurden die Städte Hamm und Herne sowie die Kreise Kleve, Paderborn, Warendorf und der Hochsauerlandkreis.

Die beste Schadensbilanz in NRW erreichten nach GDV-Angaben die Autofahrer im Kreis Höxter, in Essen war die Bilanz am schlechtesten. Für Essen allerdings ändert das nichts: Dort zugelassenen Fahrzeuge sind auch schon in diesem Jahr in der höchsten Haftpflichtklasse zwölf. (dpa)

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