Kohle-Proteste

Kraftwerk Datteln: Proteste der Kohlegegner gehen weiter

Kohlegegner protestieren erneut am Kohlekraftwerk Datteln. Die Aktivisten von Greenpeace projizieren den Schriftzug "Kohle zerstört unsere Zukunft" an das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 von Uniper.

Kohlegegner protestieren erneut am Kohlekraftwerk Datteln. Die Aktivisten von Greenpeace projizieren den Schriftzug "Kohle zerstört unsere Zukunft" an das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 von Uniper.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Datteln.  Kohlegegner protestieren erneut am Kohlekraftwerk Datteln. Auf den Kühlturm projizierten die Aktivisten am Mittwochmorgen Bilder und Schriftzüge.

Kohlegegner haben nach eigenen Angaben am Mittwochmorgen eine in Flammen stehende Erdkugel und andere Bilder auf den Kühlturm des Kohlekraftwerks Datteln 4 projiziert. Damit protestiere man gegen die für diesen Sommer geplante Inbetriebnahme des Steinkohlemeilers, teilte Greenpeace mit.

Proteste am Kraftwerk in Datteln: Kohlegegner besetzten Teile der Anlage

Bereits am Dienstag hatten Kohlegegner Teile der Anlage besetzt. Sie wurden mit Kränen von der Kohle-Förderanlage geholt und in Polizeigewahrsam genommen. Das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 soll entgegen einer Empfehlung der Kohlekommission im Sommer ans Stromnetz gehen. Derzeit läuft es zeitweise im Probebetrieb.

Die Folgen des Anschaltens von Datteln 4 sind umstritten. Bundesregierung und NRW-Landesregierung betonen, dass im Gegenzug ältere Steinkohlekraftwerke abgeschaltet werden sollen. Dadurch würden die zusätzlichen Kohlendioxidemissionen von Datteln 4 kompensiert. Dem widersprechen Umweltverbände. Der billige Strom aus Datteln werde umweltfreundlichere Alternativen vom Markt drängen, befürchten sie. Der Kraftwerksbetreiber Uniper hatte angekündigt, bis Ende 2025 seine übrigen Steinkohlekraftwerke abzuschalten. (dpa/lnw)

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