Schufa

Umfrage: Schüler fordern mehr Finanz-Unterricht an Schulen

Jugendliche schätzen ihre Bildung in Finanzfragen als eher schlecht ein.

Jugendliche schätzen ihre Bildung in Finanzfragen als eher schlecht ein.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Berlin  Laut einer Schufa-Umfrage schätzen Jugendliche ihre Finanzbildung schlecht ein. Deshalb fordern sie mehr Engagement von den Schulen.

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Junge Menschen haben offenbar das Gefühl, nicht gut auf die finanziellen Anforderungen des Lebens vorbereitet zu sein. Das zeigt eine Umfrage der Schufa unter 16- bis 25-jährigen Deutschen, die am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Nur sieben Prozent von ihnen schätzen ihre Finanzkompetenz „gut“ oder „sehr gut“ ein, 26 Prozent halten die eigenen Fähigkeiten dabei sogar für „ungenügend“ oder „mangelhaft“.

Selbst in der befragten Vergleichsgruppe der Eltern zwischen 40 und 55 Jahren glauben insgesamt nur 15 Prozent, dass ihre Kenntnis in Geldfragen „gut“ oder besser ist. Das scheint ein strukturelles Problem zu sein, denn fast neun von zehn der befragten jungen Menschen holt sich in Finanzdingen eben bei ihren Eltern Rat, erst deutlich dahinter folgen „Medien, wie Zeitungen oder Fernsehen“ (51 Prozent) und „Internet-Suchmaschinen“ (49 Prozent).

Schule spielt mit 38 Prozent bislang eine eher untergeordnete Rolle. Hier wünschen sich junge Menschen offenbar aber bessere Angebote. Neun von zehn der befragten Jugendlichen äußerte das Bedürfnis nach mehr Finanzbildung in Schulen und Bildungseinrichtungen. In der Konsequenz zeichnet sich bei der Gruppe der befragten 16- bis 25-Jährigen ein recht konservatives, an der Elterngeneration orientiertes Finanzverhalten ab: Fast alle (98 Prozent) halten wie ihre Eltern (97 Prozent) ein finanzielles Polster für wichtig und glauben an die Wichtigkeit von regelmäßigem Sparen (Jung: 96 Prozent, Alt: 93 Prozent).

Junge Menschen sind auch beim Onlinebanking vorsichtig

Auch was moderne Zahlungsmittel und digitales Banking angeht, sind Menschen zwischen 16 und 25 in Deutschland zumindest zurückhaltend. Knapp zwei Drittel gab etwa an, lieber mit Bargeld als mit EC- oder Kreditkarte zu bezahlen – die Elterngeneration ist dem Plastikgeld gegenüber aufgeschlossener (51 Prozent). Immerhin ein Viertel der Jungen befürwortet dagegen gleich die Abschaffung des Bargelds.

Digitale Zahlungsmittel werden von der jungen Generation allerdings durchaus genutzt: Etwa drei Viertel der befragten jungen Menschen nutzt etwa den Zahlungsdienstleister PayPal, knapp 70 Prozent begleichen Rechnungen auch per „Sofort-Überweisung“. Allerdings gaben 69 Prozent an, noch nie mit Amazon-, Google- oder

bezahlt zu haben, mit den Kryptowährungen Bitcoin und Etherium haben bislang nur drei bzw ein Prozent Erfahrung. Zuletzt hatten Daten ergeben:

Immer mehr

So ergibt sich mittlerweile folgendes Bild:

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