Immobilien

Warum Windräder für Hausbesitzer teuer werden können

Windräder in direkter Nachbarschaft können sich bei Einfamilienhäusern wertmindernd auswirken, wie eine neue Studie belegt.

Windräder in direkter Nachbarschaft können sich bei Einfamilienhäusern wertmindernd auswirken, wie eine neue Studie belegt.

Foto: Oliver Berg/dpa

Am Niederrhein.   Neue Studie des Essener RWI-Institutes ermittelt für Einfamilienhäuser in der Ein-Kilometer-Zone im Schnitt 7% Wertverlust.

Schattenwurf, Lärmbelästigung durch das Sirren der Rotoren, ein gestörtes Landschaftsbild: Die unmittelbare Nachbarschaft zu Windrädern bekommt der Wertentwicklung von Wohngebäuden nicht gut. Forscher des RWI-Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Essen haben in einer Studie ermittelt, dass der Wert eines Einfamilienhauses in einem Kilometer Entfernung zu einer Windkraftanlage im Schnitt um 7,1% sinkt. Erst bei einem Abstand von acht bis neun Kilometern haben Windräder den Forschern zufolge keine Auswirkungen mehr auf die Immobilienpreise.

Für die Untersuchung hatten die Essener Wissenschaftler knapp drei Millionen Angebote ausgewertet, die zwischen 2007 und 2015 auf dem Online-Portal Immoscout24 erschienen waren. „Die Installation einer Windkraftanlage kann für Hausbesitzer einen Vermögensverlust von mehreren zehntausend Euro bedeuten“, sagte RWI-Bereichsleiter Mario Frondel.

Wertverlust fällt unterschiedlich aus

Je nach Immobilie und Lage fällt der Wertverlust unterschiedlich aus. Für alte Gebäude in ländlichen Gebieten haben die Forscher bis zu 23% Wertverlust ermittelt. Häuser am Stadtrand hingegen büßen bei gleicher Entfernung zu einer Windkraftanlage kaum an Wert ein. Die Forscher erklären sich das, dass Lärm und eine Störung des Landschaftsbildes auf dem flachen Land stärker ins Gewicht fallen als im städtischen Raum.

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