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LEG gründet Stiftung nicht nur für eigene Mieter

Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender LEG.

Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender LEG.

Foto: André Hirtz / André Hirtz / Funke Foto Services

Düsseldorf.  Die LEG gründet eine Stiftung und stattet sie mit 16 Millionen Euro aus. Sie soll bedürftigen Menschen helfen. Beirat soll Mieter einbinden.

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Nordrhein-Westfalens größter Vermieter, die LEG, plant die Gründung einer Stiftung, die sie mit einem Kapital von 16 Millionen Euro ausstatten will. Wie der börsennotierte Immobilienkonzern am Freitag mitteilte, soll die Stiftung den Namen „Dein Zuhause hilft“ tragen und nicht nur Mietern Hilfe anbieten, die sie dringend benötigen. Darüber hinaus will das Unternehmen einen konzernweiten Kundenbeirat ins Leben rufen, um die Mieter stärker einzubinden.

„Die Stiftung wird sich langfristig und nachhaltig zum Wohle von bedürftigen Menschen einsetzen, natürlich auch für Menschen, die bei der LEG Mieter sind“, sagte LEG-Chef Lars von Lackum unserer Redaktion. „Eine solche Aufgabe können wir als Unternehmen nicht leisten.“ Von Lackum kündigte an, dass die Stiftung eigene spezialisierte Mitarbeiter einstellen, aber auch mit karitativen Einrichtungen zusammenarbeiten werde. „Mit diesem Vorgehen wollen wir mehr Schlagkraft für unser soziales Engagement erhalten und insgesamt mehr Menschen helfen“, kündigt der LEG-Chef an.

Hilfe für Kinder, Senioren und Familien

Schwerpunktmäßig soll die Stiftung nach Unternehmensangaben Hilfestellung für Kinder „aus herausfordernden Verhältnissen“ bieten, Beratung in finanziellen Angelegenheiten – vor allem für Schuldner –, Senioren im Wohnalltag begleiten, Betreuungsangebote für Familien vermitteln und beratend bei Krankheit und Sucht tätig werden.

Die LEG weist darauf hin, dass sich Mieter, die „punktuelle, kurzfristige finanzielle Hilfen, etwa bei einem unerwarteten, unverschuldeten Schadensfall“ benötigen, weiterhin an die LEG NRW Mieter-Stiftung wenden können.

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres konnte die LEG durch Mietsteigerungen und Wohnungszukäufe ihren operativen Gewinn (FFO1) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 259,1 Millionen Euro steigern. Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose, die einen operativen Gewinn zwischen 338 und 344 Millionen Euro vorsieht. Für 2019 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 3,60 Euro pro Aktie vor. Für 2018 hatte sie bei 3,53 Euro gelegen. Bis Jahresende will die LEG mindestens 7000 Wohnungen hinzugekauft haben, von 2700 hat sie sich getrennt.

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