IHK Arnsberg

Wirtschaftslage im Hochsauerland und Kreis Soest gut

Die IHK Arnsberg präsentierte am 23. Januar eine Konjunkturumfrage, an der sich 475 Unternehmen beteiligten. Im Bild von links: Nicolas Heiderich (Rewe in Anröchte), Martin Feldhaus (Feldhaus Bauunternehmung), IHK-Präsident Andreas Rother (AHD), Alexander Koch (Heko Ketten), IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Ilona Lange, Stefan Severin (IHK), Danny Meurs (Vakantiehotel Der Brabander) und Friedrich Knipschild (Hunau Reisen). 

Die IHK Arnsberg präsentierte am 23. Januar eine Konjunkturumfrage, an der sich 475 Unternehmen beteiligten. Im Bild von links: Nicolas Heiderich (Rewe in Anröchte), Martin Feldhaus (Feldhaus Bauunternehmung), IHK-Präsident Andreas Rother (AHD), Alexander Koch (Heko Ketten), IHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Ilona Lange, Stefan Severin (IHK), Danny Meurs (Vakantiehotel Der Brabander) und Friedrich Knipschild (Hunau Reisen). 

Foto: IHK

Möhnesee.  475 Unternehmen beteiligten sich an der Umfrage der IHK Arnsberg zur Konjunktur. Das Ergebnis war erstaunlich positiv.

Die Wirtschaft im Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest scheint sich zu stabilisieren. „Der Negativtrend ist vorerst gestoppt“, ist Andreas Rother, Präsident der Industrie- und Handelskammer Arnsberg, überzeugt.

Dass die Lage nach einer IHK-Umfrage, an der sich immerhin 475 Mitgliedsunternehmen beteiligt haben, vergleichsweise gut beurteilt wird, liegt sicherlich auch an der heterogenen Struktur im Kammerbezirk. Selbst bei der im Herbst äußerst pessimistischen Industrie, scheint sich die Geschäftslage verbessert zu haben. 31 Prozent der Unternehmen erwarten zwar schlechtere Geschäfte, aber fast muss man sagen, nur. Im Herbst waren es nahezu die Hälfte der Firmen. Der Geschäftsklimaindex als Summe aus tatsächlicher Lage und den Erwartungen liegt mit 110 noch deutlich im Wachstumsbereich, erklärt IHK-Volkswirt Stefan Severin: „Wir gehen davon aus, dass der Bodensatz erreicht ist.“

Tatsächlich ist es mit dem Beschäftigungsboom allerdings auch im Hochsauerlandkreis und dem Kreis Soest offenbar vorerst vorbei. Zum Teil aber auch ungewollt. Die Industrie besetze freiwerdende Stellen erst einmal nicht wieder, vermutet Alexander Koch, Chef des Wickeder Unternehmens Heko Ketten: „Es wird aber kein krasser Arbeitsplatzabbau werden“, ist der Unternehmer überzeugt.

Täglicher Kampf gegen Troianer

Dass in der Verkehrswirtschaft am Ende des Jahres vermutlich deutlich weniger Menschen arbeiten werden, erklärt Friedrich Knipschild (Hunau Reisen) damit, dass es beispielsweise an Fahrern für Reisebusse fehle, aber wegen des hohen Durchschnittsalters etliche in den Ruhestand wechseln dürften. Dabei: „Wir versuchen mehr Person einzustellen, damit unsere Leute am Wochenende öfter frei haben, aber es ist ähnlich wie im Baugewerbe und der Gastronomiebranche schwer. Der Nachwuchs fehlt“, so Knipschild.

Mit einem Thema, das so ziemlich alle Unternehmen beschäftigt, kennt sich der IHK-Präsident Andreas Rother bestens aus. Mit seinem Unternehmen AHD (Ense/Dortmund) bietet Rother IT-Dienstleistungen an. Zum Beispiel die Sicherung und Verwaltung von Daten in einer über AHD bereitgestellten Cloud. Seine Erfahrung: „Viele haben tatsächlich Angst vor Cyberattacken.“ Und nicht zu unrecht, wie sich aktuell in Attendorn (siehe Region) gezeigt hat. Rother ist mit AHD bereits selbst Ziel eines Hackerangriffs gewesen und kennt sich von Haus aus aus: „Wir beobachten täglich, wo weltweit gerade etwas passiert. Die haben eben auch keine dummen Leute auf der schwarzen Seite.“ Insofern seien kleine und mittel große Unternehmen schlicht überfordert, wenn sie ihre Daten ohne fachmännische Hilfe schützen wollen. Heko-Chef Alexander Koch bestätigt: „Der tägliche Kampf gegen Viren und Troianer ist schon spannend.“

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