Mahlzeit

Das „Sparta“ in Dortmund ist alles andere als spartanisch

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Das „Sparta“ überzeugt bei allen Gängen.

Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen: Das „Sparta“ überzeugt bei allen Gängen.

Foto: Maren Schürmann

Dortmund.  Das Restaurant „Sparta“ in Dortmund-Hörde überzeugt mit seiner Auswahl an griechischen Gerichten. Der Test zeigt: Alle am Tisch sind zufrieden.

Gehen Sie auch manchmal mit der ganzen Familie essen? Gar nicht so leicht, das richtige Lokal zu finden. Für die Älteren darf es nicht zu experimentierfreudig oder zu scharf sein, über Sushi rümpfen die meisten in unserer Runde die Nase, der Jüngste isst am liebsten Burger und die Jüngste braucht nun wirklich kein Fleisch zum Glücklichsein. Wie gut, dass bei vielen Griechen eigentlich jeder etwas findet.

So haben wir uns im Sparta getroffen: Das Lokal in Dortmund-Hörde, nur wenige Autominuten vom Phoenixsee entfernt, ist einladender als die gleichnamige Stadt auf dem schönen Peloponnes mit ihren schmucklosen mehrstöckigen Bauten. Aber daran denkt natürlich keiner, wenn er „Sparta“ hört: Sondern an die Antike, den Mythos um diese Militärmacht und das dort favorisierte karge Leben.

Smiley in der Speisekarte bedeutet Rabatt bei kleinerer Portion

Nun, die Portionen im Hörder Sparta haben zwar keine Fleischplatten-Größe, die einen sehr hungrigen Krieger überfordern, aber sie sind auch alles andere als spartanisch. Wer es eine Nummer kleiner mag, ohne zu darben: Viele Gerichte in der Speisekarte sind mit einem Smiley gekennzeichnet – der Gast zahlt zwei Euro weniger und bekommt so eine kleinere Portion.

Der Vorspeisenteller „Mezedes Diafora“ für eine Person (14,90 €, für zwei: 28,90 €) ginge wiederum glatt als Hauptgang durch: Tintenfisch thront auf frischem Salat – erfreulicherweise sind die Ringe nur leicht mehliert und nicht so stark paniert. Dazu Weißbrot und Dips – Zaziki und Taramas –, gefüllte Weinblätter, gebackener Schafskäse, Oliven, eingelegte Paprika und Peperoni. Gut gemacht! Allerdings ist der Teller kein richtiger Querschnitt des Angebots. Die Speisekarte zeigt mehr leckere Kleinigkeiten wie „Riesenbohnen mit Schafskäse überbacken“ (5,80 €) oder „honigsüßer Fetakäse ummantelt mit Sesam“ (7,80 €).

Gyros, Souvlaki oder Spartiatis – alle sind zufrieden

Ob Gyros (ab 12 €) oder Souvlaki (ab 13,40 € bzw. je 2 Euro weniger, da Smiley-Option) – alle am Tisch sind zufrieden. Das Wort „zart“ fällt nicht nur einmal. Ein schönes Grillaroma hat auch „Spartiatis“. Das sind Schweinesteaks am Spieß gefüllt mit Schafskäse, dazu perfekte Pommes (16,40 €). Zu allen Hauptgerichten gibt es vorweg einen frischen Salat mit einem leichten Dressing auf Essig-Öl-Basis statt mit Mayo. Wunderbar, nur mit Pfeffer muss ich etwas nachwürzen.

Zum Abschluss gibt es kräftigen Mokka (2,70 €). Und es wird geteilt: Griechischer Grieskuchen in knusprigem Blätterteig mit Vanilleeis. Die Schokosoße dazu ist eine Spur zu viel des Guten, ansonsten sind wir uns einig: „Galaktoboureko“ (6,50 €) ist galaktisch.

Die Eckdaten

Sparta, Wellinghofer Str. 167, Dortmund, Di. Ruhetag, 0231/33 01 55 33, sparta-hoerde.de

Küche:

Griechische Küche ohne Experimente, viele Fleischgerichte, ein paar Fischspeisen, auch Vegetarisches und eine nette Auswahl an Kleinigkeiten. (4/5)

Ambiente:

Das Restaurant hat 130 Plätze. Aber da es über Eck liegt, wirkt es gar nicht so riesig. Modern eingerichtet, ohne Säulen oder Götterstatuen. (4/5)

Service:

Herzliche Bedienung – wir haben uns sehr wohlgefühlt. Alle BVB-Spiele werden auf einer Leinwand übertragen. An warmen Tagen mit Biergarten. (4/5)

Preise:

Viele Hauptgerichte kosten keine 16 €. Einige Speisen gibt es auch als kleinere Portion bei einem Nachlass von 2 €. Wein: 0,2 l ab 5,90 €. (2/5)

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