Die Festivalmacher beim Parookaville in Weeze können mit dem Urteil gut leben. Das Oberlandgericht Düsseldorf hat eine Klage von einem Verbraucherschutz-Verband abgewiesen. Den Klägern erachteten das Token-Systems des Festivals als unangemessen. Aber das Gericht folgte dem nicht. Für die Festivalmacher hätte ein gegenteiliges Urteil aber auch keinen Effekt mehr gehabt, denn für 2025 wird ohnehin ein neues, bargeldloses Bezahlungssystem eingeführt.

Parookaville 2023 Samstag
Das Parookaville hat als erstes Festival in der Causa Recht bekommen.© FUNKE Foto Services | André Hirtz

Wie bei vielen Festivals wird auch beim Paookaville nicht mit Bargeld bezahlt. Vielmehr musste man sich bisher die jedes Jahr wechselnden Tokens kaufen, um damit Getränke, Speisen und Co. zu bezahlen. Die Tokens bieten eine einfachere Handhabe vor Ort und sind fälschungssicher, weil sie jedes Jahr wechseln. Nachteil: Die Besucher können oft nur schwer abschätzen, wieviele Tokens sie brauchen. Ein Rücktausch, auch das kritisierten die Verbraucherschützer, war nur während des Festivals und bis zu 50 Euro möglich. Hier musste man sich auch auf Wartezeiten an den Schlangen einstellen.

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Gericht sieht Festival als eigenständige Veranstaltung

Das Gericht erachtet das Festival als jedes Jahr als gesonderte Veranstaltung. Auch bei Volksfesten würde mit Wertmarken ähnlich verfahren. Die Gäste wüssten vor Ort beim Erwerb der Tokens, dass diese nur bei diesem Event zu nutzen sind. Eine nachträgliche Erstattung der Tokens wäre für die Veranstalter und die Besucher mit erheblichem Aufwand verbunden. Aufgrund der Fälschungsgefahr sei eine Begrenzung auf 50 Euro bei der Rückgabe auch vertretbar. Parookaville konnte dem Gericht auch darlegen, dass kaum mehr als 35 Euro überhaupt an Tokens zurückgetauscht würden.

Fotos vom Parookaville 2024 in Weeze – das Festival in Bildern

Camping Parookaville 2024
Am Donnerstag zogen die letzten Camper ins Parookaville© NRZ | Tia Dillan
Camping Parookaville 2024
Am Donnerstag zogen die letzten Camper ins Parookaville© NRZ | Tia Dillan
Camping Parookaville 2024
Am Donnerstag zogen die letzten Camper ins Parookaville© NRZ | Tia Dillan
Camping Parookaville 2024
Am Donnerstag zogen die letzten Camper ins Parookaville© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan
Erster Einkauf fürs Parookaville
Parookaville am Mittwoch: Erste Camper statten sich für das Festivalwochenende im Penny aus.© NRZ | Tia Dillan

Vergleichbare Klagen hat es auch gegen andere Festivals gegeben. Parookaville hat als erstes Festival Recht bekommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Revision am Bundesgerichtshof ist möglich.