Ein Schatten trübt die Stimmung

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FRAUENFUSSBALL. Die Offensiv-Hoffnung im GSV-Team von Bettina Kutscher ist verletzt. Carolin Liß fällt mehrere Monate aus.

Hinter dircken Wolken hat sich die Sonne während der Mannschaftsvorstellung verzogen. Ein Schatten trübte auch die Stimmung der Fußballerinnen vom GSV Moers. Regionalliga-Trainerin Bettina Kutscher und ihr Team hatten den Schock aus dem Samstagsspiel noch nicht verdaut. Die neue Offensivspielerin Carolin Liß hatte sich in der Partie gegen die Mannschaft des Westfield-State-College einen Bruch im oberen Sprunggelenk (Wadenbein) und einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen. Das alles aber ohne Verschulden der Gegnerinnen. Carolin Liß ist bereits am Samstag operiert worden. Sie fällt für drei bis sechs Monate aus.

Neulinge integriert

"Die Saison hat noch nicht angefangen und dann gleich schon so etwas. Das trifft uns hart", sagte Bettina Kutscher sichtlich geknickt. "Dabei hatten wir so eine tolle Stimmung. Unsere Neuzugänge sorgen für eine angenehme Atmosphäre und haben sich bestens integriert. Trotz der harten Arbeit in den vergangenen Wochen haben alle gut mitgezogen."

Das war zuletzt nicht immer so gewesen. "Wenn ich die Vorbereitung mit der von 2007 vergleiche, sind wir schon ein ganzes Stück weiter", sagte die Trainerin mit Blick auf die Testspielergebnisse. "Wir haben schon manches Lob vom Gegner gehört. Der FCR hat uns bestätigt, dass wir spielerisch sehr weit sind. Dabei haben wir dort im Training bisher noch nicht viel ausprobiert." Beweisen muss das Team seine Fähigkeiten am ersten Spieltag, wenn es gegen den VfL Kommern um Punkte geht.

Kutscher hält die Liga für sehr ausgeglichen. "Da kann jeder jeden schlagen und die Aufsteiger sind sehr stark. Deshalb bin ich nicht ganz glücklich darüber, dass wir gleich zu Beginn gegen sie antreten müssen." Ihre Mädels hält die Trainerin für stark genug, um im oberern Drittel zu landen: "Druck werden wir nicht aufbauen. Das bringt nichts. Wer am Ende ganz oben sein wird, kann ich nicht sagen. Das ist völlig offen."

Von den fünf neuen Spielerinnen fällt Liß aus. Maria Hertzenberg und Laura Wirriger haben den Sprung in die Anfangsformation geschafft. Die 22-jährige Hertzenberg, die vom TuS Büppel kam, ist eine Stütze der Abwehr und sorgt im Team stets für gute Stimmung.

Alternativen im Sturm

"Sie passt menschlich und spielerisch geradezu ideal ins Team", sagt Kutscher. Sie hält auch von der erst 18-jährigen Laura Wirriger eine Menge. "Sie ist im Zentrum des Angriffs immer anspielbar und sie hat ihre Gefährlichkeit mit einigen Toren bereits unter Beweis gestellt." Damit haben die Moerserinnen vor allem im Sturm wieder mehr Alternativen.

Doch auch die beiden anderen Neulinge Scarlett Helfeier und Yvonne Wirtz (beide vom VfL Repelen) sorgen für einen munteren Konkurrenzkampf im 18-köpfigen Kader. Andrea Martini ist zwar schon im Winter zu den Gelb-Schwarzen gestoßen, aber da sie lange verletzt war, zählt sie Kutscher noch zu den Zugängen.

Im Training hat Bettina Kutscher nun breite Unterstützung. Neben Kethi Carastergiou hat sie mit Mirjam Mölders eine zweite Co-Trainerin an ihrer Seite. Simone Hildner ist weiter Torwarttrainerin und Martin Sachs ist als Betreuer die gute Seele des Teams.

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