Das leuchtet ein: Die Anforderungen an Haustüren sind um Einiges höher als die an Innentüren, denn die Eingangstür muss nicht nur sehr robust sein, sondern auch dauerhaft funktionssicher, energieeffizient und lärmmindernd. Bei Temperaturschwankungen beginnt jedes Material naturgemäß zu arbeiten. Passiert das bei Türen, können sie sich im Extremfall verziehen, nicht mehr in den Rahmen passen und so oft nicht mehr richtig schließen.
Gute Dämmung dank Holz
Das Material, aus dem die Tür gemacht ist, entscheidet nicht nur darüber, als wie robust und sicher sie sich erweist, sondern auch wie pflegeleicht und wärmedämmend sie ist. Die gängigsten Werkstoffe sind Holz, Aluminium und Kunststoff, manchmal auch Edelstahl. Es gibt Haustüren mit oder ohne Glaseinsätze sowie Modelle mit verglasten Seitenteilen. Moderne Haustüren bestehen oft aus einer Kombination unterschiedlicher Materialien. Werfen wir deshalb einen Blick auf deren die Vor- und Nachteile.
Holz sieht gut aus und bietet einen riesigen Spielraum bei der Gestaltung. Das Naturmaterial hat außerdem sehr gute Dämmeigenschaften und ist langlebig. Leider haben diese Vorzüge ihren Preis. Holztüren benötigen Pflege und ihr Anstrich sollte je nach Witterungseinfluss alle paar Jahre aufgefrischt werden. Vorteil: Die Farbe kann nach einigen Jahren verändert werden. Ein Kern aus Stahl oder ein umlaufendes Metallband sorgen dafür, dass sich Holztüren im Laufe der Zeit nicht durch Wind und Wetter verziehen. Gebaut werden Holztürblätter aus Einzellamellen, Materialausdehnungen werden so ausgeglichen.
Beständiger gegenüber der Witterung und somit auch pflegeleichter sind Aluminiumtüren. Sie benötigen eine isolierende Beschichtung, damit sie ausreichenden Wärmeschutz bieten können. Verbraucher sollten darauf achten, dass eine Aluminiumtür die Wärmeschutzvorgaben der DIN 4108 erfüllt. Was den Einbruchschutz betrifft, erfüllen Haustüren aus Aluminium dank ihrer hohen Stabilität sämtliche Sicherheitsstandards, was sie aber teurer macht.
Günstig aus Kunststoff
Aus Kunststoffen gefertigte Haustüren sind zu erfreulich günstigen Preisen zu haben und benötigen weniger Pflege. Dank neuartiger, isolierender Mehrkammersysteme wurde auch ihre Wärmedämmung optimiert. Da Kunststoffe dazu tendieren, sich leicht zu dehnen, sollte die Tür mit einem Stahlkern versehen sein, damit sie auch nach Jahren noch in Bestform ist. Die Farbe Weiß ist bei Kunststoffhaustüren inzwischen kein Muss mehr. Der Handel bietet aktuell eine Bandbreite an Farbtönen, auch wenn Weiß und Anthrazit nach wie vor führend sind.

Die gläserne Haustür
Glas erscheint vielen Verbrauchern als Material ungewöhnlich, dabei ist es ebenso widerstandsfähig und witterungsbeständig wie andere Materialien. Wichtig ist nur, dass für vollverglaste Türen ausschließlich Sicherheitsglas verwendet wird. Kommt Sicherheitsglas nicht in Frage, darf sich die Verglasung nur auf Bereiche oberhalb der Kopfhöhe beschränken. Zu hoch ist andernfalls die Gefahr von Verletzungen. Die nötige Wärmedämmung erzielt man durch Zwei- oder Dreifach-Verglasungen. Jede der Glasschichten besteht hierbei aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Bricht dieses, zerfällt es in stumpfe Krümel.
Sicherheitsglas schützt allerdings nur vor Verletzungen, nicht vor Einbrüchen. Einbruchsicher wird die Haustür durch einbruchhemmendes Glas, das es in unterschiedlichen Qualitäten gibt: Glasklasse A ist durchwurfhemmend, Klasse B durchbruchhemmend, Klasse C sogar durchschusshemmend. Für ein Einfamilienhaus genügt in der Regel Glas der Klasse A.
Damit nicht jeder ins Haus blicken kann, sollte die Eingangstür entweder aus Milchglas sein, oder eine eine besondere Oberflächenstruktur haben.


