Das bedeutet vor dem Hochfahren dieser spektakulären Show aber vor allem eines: Baustelle, denn das Varieté wird sich komplett verändern. Und das an vielen Ecken und Enden, denn nicht nur das Theater an sich wird komplett umgebaut, sondern auch ein ganz neues Show-Erlebnis auf die Beine gestellt.
Derzeit wird das GOP Varieté-Theater an der Rottstraße in der Essener Nordcity vollständig „auf links gedreht“, kein Stein steht mehr auf dem anderen, das bekannte Varieté mit seiner Kulinarik ist seit Mai Geschichte. Die GOP Entertainment Group, die sich seit 30 Jahren als ein führendes Unternehmen für Varieté und Live-Entertainment installiert hat, investiert dort eine Millionensumme, um mit modernster Technik und einem neuen Show-Konzept bei den Besuchern zu punkten. Mit dem neuen Konzept des „Artisticals“ soll eine neue Zielgruppe angesprochen werden, und es wird derzeit nicht nur kräftig an der Show und am Cast gefeilt, sondern auch an den Räumlichkeiten.
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Stillstand ist Rückschritt
„Stillstand ist Rückschritt“, sagen die Brüder Dennis und Kevin Grote, die die GOP Entertainment Group führen und mit dieser Auskopplung des Essener Hauses aus dem bestehenden Show-Konzept der insgesamt sieben GOP-Theater den Schritt in eine neue Zukunft wagen. Und dennoch, es ist auch eine Reise zurück in die Vergangenheit, betrachtet man die Geschichte des Gebäudes an der Rottstraße und das Thema der neuen Show: „GROOVE“ entführt in die 70er-Jahre, ins groovy Discofever und eine Zeit des radikalen Aufbruchs. Dazu passen der Ort des Theaters und die künftige Gestaltung, die wieder mehr an einen (hochmodernen) Kinosaal erinnern wird – aber weit darüber hinaus geht. Ursprünglich war das Gebäude in der Essener Nordcity ein Kino, bevor das Varieté 1996 einzog und es zum ersten Mal umkrempelte. Weitere Modernisierungen und Umgestaltungen folgten 2006 und 2015.

Vom Staub zum Glamour
Seit Mai herrscht Baustellenfeeling in den Räumen des GOP und nichts in den kahlen, entkernten und grauen Räumen erinnert mehr an den Glanz des Varietés und mitreißende Shows. Das soll sich ab September ändern, denn dann können die Zuschauer dort in ein vollkommen neues Show-Konzept eintauchen: eine Fusion, eine Harmonie aus Artistik, Show, Tanz, Live-Musik und Musical, wie es Show Director Aleks Uvarov ausdrückt, ein neues Genre der Unterhaltung. Das ist ein Artistical und bislang einzigartig in Europa.
Das Artistical „GROOVE“ vereint Artistik, Live-Musik und Tanz mit modernster Lichttechnik, kinetischen LED-Elementen und immersiven Bildwelten. Verantwortlich für den technischen Teil der Inszenierung ist Technikchef Sebastian Drozdz. „Selbst die Decke ist ein Highlight – modernste Technik macht unser Theater zu einem multisensorischen Erlebnis. Das Publikum ist mittendrin – nicht nur dabei.“

Immersive Technik im neuen Saal
Alles, was nicht niet- und nagelfest war, wurde dafür herausgerissen, so Drozdz. Das bedeutet sich verändernde Lichtinstallationen, Bühnenbilder, Spiegelflächen, die Live-Band und Künstler ins rechte Licht rücken und das Publikum mit einbeziehen. Ein Saal, der zur Bühne wird. Eine 150 Quadratmeter große LED-Fläche bildet das sich verändernde Bühnenbild, von der Decke sollen LED-Leuchtmittel hängen, die sich ebenfalls durch Bewegung und Farbe anpassen können. Dunkle und helle Flächen stehen im Kontrast und Spiegel greifen Lichtstimmungen und Bewegungen auf. Das Publikum soll in die Show eintauchen, ein Teil von ihr werden – insgesamt eine große 70s-Party mit „GROOVE“.
Selbst für den Technikchef wird das Gesamtbild jedoch auch eine Überraschung werden: Erst beim Hochfahren der gesamten und komplexen Showtechnik beim Einzug in die fertig umgestalteten Räume wird zum ersten Mal das neue Konzept vollständig zu sehen sein.

Kontraste und der Charme der Ruhrmetropole als Inspiration
Dafür sind nicht nur die Tische zugunsten einer Reihenbestuhlung gewichen, auch das Foyer wird erneuert. Zukünftig wird es im Essener GOP zwar keine Menüs mehr geben, dafür eine Bar für Getränke und Snacks, eine großzügige Garderobe und einen Shop. Im Saal selbst ist Platz für rund 450 Besucher, mehr als 100 zusätzliche Plätze im Vergleich zum Aufbau des alten Varieté-Theaters.
Inspirieren ließen sich die Macher vom Charme der ehemaligen Industriemetropole Essen: wenige Ornamente, Kontraste und industriell wirkende Materialien, dafür umso mehr innovative Technik. Kein Varieté 2.0 – ein Artistical 1.0!
„Wir wollen, dass unsere Gäste rausgehen und sagen: ‚Das war nicht nur Unterhaltung – das war ein Erlebnis, das bleibt‘“, freut sich Geschäftsführer Dennis Grote auf das neue Haus und Programm des GOP Artistical-Theaters in Essen.



