Der Kulturausschuss des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) hat am Mittwochabend eine Förderung in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro für Museen in der Region beschlossen. Größter Profiteur ist das Westfälische Schulmuseum in Dortmund, das für eine Million Euro umgebaut werden soll.

„Mit der Unterstützung des Schulmuseums Dortmund stärken wir nicht nur ein bedeutendes kulturelles Erbe Westfalens, sondern schaffen auch einen Ort, der Geschichte begreifbar und für alle Altersgruppen zugänglich macht“, so die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. Der LWL unterstützt die Baumaßnahmen mit 400.000 Euro und die Maßnahmen zur Präsentation und Einrichtung mit 600.00 Euro.

Schulmuseum Dortmund wird barrierefrei und gästefreundlich umgebaut


Neben einem barrierefreien Umbau sollen die Räume für die Dauer- und Wechselausstellungen sowie für die Bildungs- und Vermittlungsarbeit erweitert werden. Dazu kündigen die Verantwortlichen an, die Dauerausstellung mit Räumen wie dem „Historischen Klassenzimmer“ grundlegend zu überarbeiten. Außerdem verspricht der LWL, ein stärker auf die Gäste ausgerichtetes Konzept und eine neue Ausstattung, „die aktuellen Museumsstandards entspricht“. Im Erdgeschoss soll außerdem ein großzügiges Foyer eingerichtet werden. Zusammen mit dem großen Pausenhof soll das Museum auch ein kultureller Treffpunkt für das gesamte Quartier werden.

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Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr starten und bis zum Jahr 2028 abgeschlossen werden.

In Marl entsteht ein neues Skulpturenmuseum

Neben der üppigen Förderung des Schulmuseums können sich weitere Museen über Unterstützung freuen. Die Museen der Stadt Lüdenscheid sollen mit 47.000 Euro das digitale Vermittlungsangebot ausbauen. Die Dauerausstellungen der städtischen Museen Rheine im Kreis Steinfurt werden für 76.000 Euro inhaltlich, gestalterisch und technisch überarbeitet.

Und das Skulpturenmuseum in Marl, das im Zuge der Rathaussanierung 2022 seinen Standort im Glaskasten verlassen musste, soll für 586.000 Euro im Marschall 66 bis Ende des Jahres 2026 neu eingerichtet werden. „Das Skulpturenmuseum Marl wird sich zukünftig als Kultur-, Lern- und Erlebnisort sowie gesellschaftlicher Treffpunkt präsentieren“, so Rüschoff-Parzinger.

Insbesondere sollen die Räume für Bildung, Vermittlung und Besucherservice ausgestattet werden. Ebenso ist die Neupräsentation der Sammlung geplant sowie die Ausstattung von Depot- und Magazinräumen. Im Skulpturenmuseum werden hochkarätige Arbeiten von Auguste Rodin, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach und Wilhelm Lehmbruck gezeigt, aber auch aktuelle Kunst.